Seit 17:05 Uhr Studio 9

Dienstag, 11.12.2018
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9

Länderreport / Archiv | Beitrag vom 15.07.2011

Der Erbauer der Göltzschtalbrücke

Eine kleine Industriegeschichte Sachsens

Von Wolfgang Knape

Podcast abonnieren
Die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtland zwischen den Orten Mylau und Netzschkau (picture alliance / dpa - Wolfgang Thieme)
Die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtland zwischen den Orten Mylau und Netzschkau (picture alliance / dpa - Wolfgang Thieme)

Johann Andreas Schubert hat vor 160 Jahren die Göltzschtalbrücke in Sachsen gebaut. Das ist nicht irgendeine Brücke, sondern die größte Ziegelsteinbrücke der Welt zwischen den Orten Mylau und Netzschkau. Schubert war damit sozusagen ein Pionier der sächsischen Industrialisierung.

Begonnen hatte Schubert seine Karriere in Dresden. Dort wurde 1828 die "Königlich-Technische Bildungsanstalt" gegründet. Vom ersten Tag an gehörte der erst 20-jährige Johann Andreas Schubert zur Lehrerschaft.

Im August 1834 unternahm er mit seinem ehemaligen Schüler Carl Beyer eine von höchster Stelle abgesegnete Studienreise nach England. Im Gepäck hatte er hunderte Fragen sächsischer Unternehmer, Handwerker, Wissenschaftler und Beamter. Ein Großteil ihrer Fragen kreiste um den Einsatz von Dampfmaschinen in Werkstätten, auf Straßen und Schienen.

Als 1841 der Bau einer Eisenbahnverbindung zwischen Sachsen und Bayern beschlossen wurde, leitete Schubert den Brückenbau-Wettbewerb. Die besondere Herausforderung dabei bestand in der Ausbreitung des Göltzschtals über 600 Meter. Eine so lange Brücke war noch nie gebaut worden.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Länderreport

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur