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Donnerstag, 16.08.2018
 
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Kulturnachrichten

Montag, 13. August 2018

Leipziger Museum zeigt Arno Rink vier Wochen länger

Großes Publikumsinteresse an der umfangreichen Werkschau

Die Ausstellung "Arno Rink. Ich male!" im Leipziger Museum der bildenden Künste wird um vier Wochen bis zum 16. September verlängert. Grund sei das große Interesse und das positive Feedback, teilte das Museum am Montag mit. Die Schau war Mitte April eröffnet worden und sollte ursprünglich am 19. August enden. In der umfangreichen Werkschau präsentiert das Museum insgesamt 65 Gemälde aus allen Schaffensphasen des ostdeutschen Malers und Zeichners. An der Retrospektive hat der im September 2017 mit 76 Jahren verstorbene Künstler noch persönlich mitgewirkt. Rink stammt aus dem thüringischen Schlotheim, studierte Malerei an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst und lehrte dort später. Er gilt als bedeutender Vertreter der Kunstszene in der DDR, der zweiten Generation der sogenannten Leipziger Schule und als Wegbereiter der Neuen Leipziger Schule. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Neo Rauch, Michael Triegel und Christoph Ruckhäberle.

Streit um Massen-Volkstanz in Gletschersee

Bulgarien Naturschützer empört - Veranstalter zeigen sich überrascht

Ein Massentanz in einem geschützten See in Bulgariens Rila-Hochgebirge hat viele Naturfreunde empört. Trotz Badeverbots führten 300 Bulgaren in Nationaltrachten einen Reigentanz in dem rund 2250 Meter über den Meeresspiegel gelegenen See Blisnaka im Naturpark Rila auf. Dem Veranstalter sowie den einzelnen Teilnehmern kann der Volkstanz in dem Gletschersee teuer zu stehen kommen. Ihnen drohen Geldstrafen von umgerechnet bis zu 5000 Euro, berichten lokale Medien. Der umstrittene Reigentanz wurden von einer Initiative namens "Unser Haus ist Bulgarien" organisiert. Ziel sei es, in einem Film im Ausland Bulgariens Schönheit zu zeigen, erläuterten die Veranstalter. Die Jugendlichen hätten dann bei den Aufnahmen spontan begonnen, in dem See zu tanzen. Naturschützer stellen dies infrage. Der Blisnaka-See gehört zusammen mit sechs weiteren Seen zu den großen Seen im südbulgarischen Rila-Gebirge.

Filmemacher fordern Freiheit für Oleg Senzow

Appell auf der Internetseite von "Le Monde"

Mehr als 100 internationale Filmemacher haben die Freilassung des in Russland inhaftierten ukrainischen Regisseurs Oleg Senzow gefordert. Man müsse schnell reagieren, um Senzow, der im Hungerstreik ist, nicht sterben zu lassen, heißt es in dem auf der Internetseite der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlichten Appell. Es sei höchste Zeit, dass Russland nicht nur eine humanitäre, sondern auch eine politische Lösung finde. Unterschrieben hat den Aufruf neben Regisseuren wie Jean-Luc Godard, Costa-Gavras und Ken Loach auch die französische Kulturministerin Françoise Nyssen. Die russische Justiz hatte den Künstler und proukrainischen Aktivisten nach der Annexion der Halbinsel Krim in einem international umstrittenen Prozess als angeblichen Terroristen zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt. Der 42-jährige Senzow hatte 2011 mit dem Science-Fiction-Actionthriller "Gamer" seinen internationalen Durchbruch geschafft.

Hannover: Kontaktbüro für Spätaussiedler eröffnet

Fähigkeiten der Spätaussiedler sollen stärker geschätzt und genutzt werden

Ein neues Verbindungsbüro für Spätaussiedler und Heimatvertriebene hat seine Arbeit beim niedersächsischen Kulturministerium aufgenommen. Es soll Anlaufpunkt und Ombudsstelle sein, wie das Ministerium in Hannover mitteilte. Die Landesbeauftragte Editha Westmann (CDU) werde Akteure zusammenführen und zugleich Sprachrohr für die Bedürfnisse und Sorgen der Spätaussiedler und Heimatvertriebenen sein. Gemeinsam wollten Kulturministerium und Landesbeauftragte auch Chancen der Kulturpolitik nutzen, um Brücken zwischen der Herkunftsgeschichte und Identität von Vertriebenen und Aussiedlern sowie ihrer neuen Heimat zu schlagen, erläuterte Kulturminister Björn Thümler (CDU). Auch mehr als 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs habe immer noch immer jeder vierte Deutsche einen direkten Bezug zur Flucht und Vertreibung.
Die Zahl der Spätaussiedler aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion war von rund 1.800 im Jahr 2016 auf etwa 7.000 im Jahr 2017 angestiegen.

Lehrermangel in Deutschland

Besonders betroffen sind Grund-, Förder- und Berufsschulen

Zum Start des neuen Schuljahres fehlen nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes tausende Lehrkräfte. "Zählt man nur die derzeit tatsächlich nicht besetzten Stellen, kommt man auf rund 10 000 fehlende Lehrkräfte insbesondere an Grund-, Förder- und Berufsschulen", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter plädiert dafür, dass alle Lehrer von der Grundschule bis zum Gymnasium gleich viel verdienen sollen und fordert mehr Flexibilität beim Einsatz der Lehrer. Dem Lehrermangel stehen immer mehr Schüler gegenüber. Nach einer offiziellen Prognose wird die Zahl der Schüler bis 2030 bundesweit um 278 000 auf 11,2 Millionen steigen.

Finanzstreit gefährdet ESC 2019 in Israel

Fernsehsender und Regierung uneins um Finanzierung

Die Austragung des Eurovision Song Contests 2019 in Israel ist nach Angaben des für die Übertragung zuständigen Fernsehsenders Kan wegen eines Finanz-Streits gefährdet. Kan und die Regierung sind sich uneins darüber, wer für die Kosten des ESC 2019 aufkommen soll. Insgesamt gehe es um rund 24 Millionen Euro. Die Regierung fordert, dass der Sender den Betrag aus seinem Budget bezahlt oder einen Kredit aufnimmt. Dies lehnt Kan jedoch ab. Das Budget sei ausgeschöpft, sagte eine Sprecherin. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte sich zunächst nicht zu dem Thema. Ebensowenig die Europäische Rundfunkunion. Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song "Toy" den Eurovision Song Contest in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb im Mai 2019 regulär in Israel statt.

Hörspielregisseur Götz Fritsch ist tot

Er gehörte zu den bekanntesten Hörspielregisseuren im deutschsprachigen Raum

Der Hörspielregisseur Götz Fritsch ist am Wochenende im Alter von 75 Jahren gestorben. Der gebürtige Berliner studierte an der Uni Wien Theaterwissenschaften und zählte 1967 zu den Gründern des Wiener Cafétheaters, aus dem das Ensemble Theater rund um Dieter Haspel hervorging.
Später wandte er sich dem Genre Hörspiel zu und inszenierte laut ORF weit mehr als 300 Stücke in rund viereinhalb Jahrzehnten. Als Bearbeiter dramatisierte er u.a. Krimis von Wolf Haas und Heinrich Steinfest, bearbeitete Texte und Romane von Jura Soyfer und Marie von Ebner-Eschenbach. Götz Fritsch wurde für seine Arbeiten vielfach ausgezeichnet. 2010 wurde er als Mitglied in die "Deutsche Akademie der Darstellenden Künste" aufgenommen. "Mit Götz Fritsch verliert der ORF einen herausragenden Regisseur, einen unbestechlichen Hüter von Qualität, einen Freund der Künstlerinnen und Künstler", hieß es heute in einer Sendung des ORF.

Türkei will negative Kommentare zur Wirtschaft bestrafen

Staatsanwaltschaft Istanbul hat Ermittlungen eingeleitet

Die Istanbuler Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die Urheber "manipulativer Geschichten in den Medien und sozialen Medien" eingeleitet, die darauf zielten, den sozialen Frieden, die Einheit und die wirtschaftliche Sicherheit der Türkei zu gefährden. Das hat die Behörde bekannt gegeben. Auch die Ermittlungsbehörde für Finanzkriminalität kündigte an, gegen die Verbreitung von "Falschnachrichten" zur Manipulation der Währung vorzugehen. Entsprechende rechtliche Maßnahmen würden eingeleitet, teilte das türkische Innenministerium mit. Seit vergangenem Dienstag seien 346 Nutzerkonten auf sozialen Netzwerken ausgemacht worden, in denen der Verfall der Landeswährung Lira "auf provozierende Art und Weise" kommentiert wurde. Die türkische Währung Lira hat seit Jahresbeginn mehr als 40 Prozent ihres Wertes verloren.

Laschet wird Kulturbevollmächtigter für Frankreich

Er soll das Amt von 2019 bis 2022 übernehmen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet wird neuer Bevollmächtigter der Bundesregierung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit. Nach Informationen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" will das schwarz-rote Bundeskabinett die Entscheidung an diesem Mittwoch in Berlin bekannt geben. Die Ministerpräsidentenkonferenz hat sich bereits darauf geeinigt, dass Laschet das Amt von 2019 bis 2022 übernehmen soll.

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