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Sonntag, 17.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. Februar 2021

Der Bund will Sicherheit für Kulturschätze verbessern

Kulturschätze sollen in Zukunft besser geschützt werden. Der Bund stellt dafür in einem Sonderprogramm zur "Stärkung der Sicherheit in nationalen Kultureinrichtungen" fünf Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Investitionen zum Einbruch- und Diebstahlschutz, wie das Büro der Kulturstaatsministerin Monika Grütters in Berlin mitteilte. Das Programm richtet sich demnach an national bedeutende Kultureinrichtungen, insbesondere an Museen, Archive und Ausstellungshallen. Einrichtungen sollen damit bauliche, mechanische oder elektronische Sicherheitsvorkehrungen ermöglicht werden. Grütters erklärte dazu, in den Museen lagerten Kunstschätze, deren materieller und immaterieller Wert sich kaum beziffern lasse. Raubüberfälle wie die im Berliner Bode-Museum oder im Grünen Gewölbe in Dresden verdeutlichen die zunehmend brachiale Gewalt in den letzten Jahren.

366 Filme für Top-Oscar zugelassen

Für die Oscar-Verleihung haben sich 366 Filme für eine mögliche Nominierung in der Top-Sparte "Bester Film" qualifiziert. Die Oscar-Akademie im kalifornischen Beverly Hills gab die Liste der potenziellen Kandidaten am Donnerstag (Ortszeit) bekannt. Darunter sind der Western "Neues aus der Welt" mit Tom Hanks und Helena Zengel, das Drama "Mank" und der dänische Film "Der Rausch". Die 93. Oscar-Verleihung soll am 25. April stattfinden.

Schauspieler Ronald Pickup ist gestorben

Der britische Schauspieler Ronald Pickup, unter anderem bekannt als Erzbischof von Canterbury in der Netflix-Serie "The Crown", ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag unter Berufung auf dessen Agenten. Pickup blickte auf eine lange Karriere am Theater, in Kinofilmen und in Fernsehproduktionen zurück. Sein Durchbruch gelang ihm 1964 mit einer Nebenrolle in der britischen Kultserie "Doctor Who".

Lyriker Philippe Jaccottet stirbt mit 95 Jahren

Philippe Jaccottet, einer der wichtigsten französischsprachigen Lyriker des 20. Jahrhunderts, ist tot. Jaccottet sei in der Nacht auf Donnerstag im Alter von 95 Jahren in seinem Haus im südfanzösischen Grignan gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seinen Sohn. Jaccottet hat vor allem Lyrik und lyrische Prosa geschrieben, er wurde vielfach ausgezeichnet. Mehrere Werke liegen auch in deutscher Übersetzung vor, wie der Band "Nach so vielen Jahren", die Essaysammlung "Der Spaziergang unter den Bäumen" oder "Antworten am Wegrand". Im Mittelpunkt seines Werks stehen schwermütige Naturbilder. Jaccottet wurde bereits zu Lebzeiten in die berühmte Bibliothèque de la Pléiade, eine Buchreihe des französischen Verlags Gallimard, aufgenommen. Diese Ehre ist bisher nur sehr wenigen zuteil geworden. Jaccottet gilt außerdem als wichtiger literarischer Übersetzer.

Der Cellist Wolfgang Boettcher ist tot

Wolfgang Boettcher, der Musikpädagoge und langjährige Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker, ist im Alter von 86 Jahren in Berlin gestorben. Boettcher, der als Professor an der heutigen Berliner Universität der Künste lehrte, prägte mehrere Generationen junger Cellisten. "Er hat bis zuletzt jeden Tag eine Bach-Suite gespielt", sagte seine Tochter, die Geigerin Marie Boettcher. Der 1935 in Berlin geborene Cellist gehörte einer Musikerfamilie an. Mit seinen Schwestern, der Pianistin Ursula Trede-Boettcher und der Geigerin Marianne Boettcher, trat er bis vor einigen Monaten regelmäßig auf. Als Solist arbeitete Boettcher weltweit unter anderem mit den Dirigenten Herbert von Karajan und Sergiu Celibidache zusammen. Musikalische Partner waren auch der Geiger Yehudi Menuhin und der Bariton Dietrich Fischer-Dieskau. Die Komponisten Aribert Reimann, Giselher Klebe und Hans Vogt schrieben Werke für Boettcher.

Neue Regeln für Chinas Schauspieler

Der chinesische Schauspielverband hat einen Leitfaden mit 15 Verhaltensregeln veröffentlicht - das schreibt der Bayrische Rundfunk auf seiner Onlinesseite mit Verweis auf die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Regeln treten am 1. März in Kraft. Ziel sei es, die Qualität der Darbietungen zu steigern, die Mitarbeiter in ein positives Licht zu rücken und die Entwicklung der Industrie voranzubringen. Fehlverhalten werde mit einem Berufsverbot von mindestens einem bis fünf Jahren bestraft. Zu den Vergehen würde alles zählen, was der chinesischen Sicherheit, der Ehre und der territorialen Integrität schadet.

Facebook sperrt Seiten des Militärs in Myanmar

Facebook hat mitgeteilt, dass alle verbleibenden Seiten des Militärs in Myanmar auf seiner Plattform und auf Instagram mit sofortiger Wirkung gesperrt werden. "Wir glauben, dass es zu große Risiken birgt, wenn wir die Streitkräfte von Myanmar auf Facebook und Instagram zulassen", hieß es in einer Erklärung. Seiten von Medien, die von der Armee kontrolliert werden, würden ebenso blockiert wie Anzeigen, die mit dem Militär in Zusammenhang stünden. Bereits am Wochenende hatte der Internetgigant eine wichtige Seite des Militärs blockiert. Auch andere wichtige Medienunternehmen in Myanmar haben angekündigt, sich von der Junta nicht einschüchtern zu lassen. Sie reagierten damit auf zwei Anweisungen des Militärs, in denen die Medien aufgefordert wurden, Begriffe wie "Putsch-Regierung" oder "Militärregime" zu unterlassen.

Kent Nagano wird Ehrendirigent in Montreal

Das Orchestre symphonique de Montréal (OSM) ernennt Kent Nagano zum "Conductor Emeritus". Mit seiner Ernennung zum Ehrendirigenten ist er der dritte Musiker, nach Wilfrid Pelletier und Zubin Mehta, der diese Auszeichnung des kanadischen Orchesters erhält. Er sei stolz und bewegt über die Entscheidung "dieses großartigen Orchesters", schrieb Nagano. Die besondere Ehre stärke seine Verbundenheit mit Montreal und der Provinz Québec noch weiter. Nach 16 Jahren als Music Director des Orchesters hinterlasse Nagano ein besonderes Erbe an Konzerten und CD-Einspielungen, heißt es in einer Mitteilung des Orchesters. Dank Naganos Engagement sei nicht nur der neue Konzertsaal eingeweiht worden, sondern auch das Festival Classical Spree gegründet und die große Pierre-Béique Orgel erworben worden. Mit der Ernennung zum Ehrendirigenten zeigt das Orchester deutlich, dass die besondere Verbindung mit Nagano weit über seine Amtszeit als Musikdirektor hinaus erhalten bleiben soll. 

Schleswig-Holstein Festival mit Outdoor-Konzerten

Trotz Corona-Pandemie plant das Schleswig-Holstein Musik Festival sein Programm für den Sommer. Vorgesehen sind mehr als 150 Konzerte, teilte die Katholische Nachrichtenagentur mit. 79 Spielstätten sollen im Norden von Niedersachsen, in Schleswig-Holstein, Hamburg und im Süden Dänemarks bespielt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Komponisten Franz Schubert. Dessen Werke werden unter anderem vom BBC Philharmonic Orchestra, der NDR Elbphilharmonie, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen aufgeführt. Auch Open-Air Konzerte sind geplant. Das Schleswig-Holstein Musik Festival ist eines der größten klassischen Musikfestivals Europas und findet seit 1986 statt.

Till Brönner sieht Sinnkrise für viele Künstler

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht des Musikers Till Brönner eine Sinnkrise bei Künstlerinnen und Künstlern ausgelöst. Viele Künstler wüssten nicht mehr, wofür sie noch üben sollten, sagte der Jazz-Trompeter in Berlin bei einer Diskussionsrunde "Kulturarbeit - Neustart nach der Pandemie" der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Wegen fehlender Finanzen würden nach einem Ende der Pandemie vor allem junge Künstler Probleme haben, so Brönner. Der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda, verwies darauf, dass der Umsatzeinbruch in der Kulturszene nur von der Luftfahrtindustrie übertroffen werde. Es fehle ein solidarisches Sicherungssystem, so Brosda. Die Frage der gesellschaftlichen Relevanz von Kultur müsse in den Blickpunkt gerückt werden. Dafür müssten auch Schwellen abgebaut werden.

Berliner Gemäldegalerie bietet virtuellen Rundgang

Die Staatlichen Museen zu Berlin veröffentlichen einen weiteren virtuellen Rundgang durch eine ihrer musealen Sammlungen: Nach dem Bode-Museum lässt sich ab sofort auch die Gemäldegalerie komplett digital erkunden. Der hochauflösende 360°-Rundgang erstreckt sich mit zahlreichen Hintergrundinformationen über 58 Räume, 112 Panoramen und rund 1.200 Kunstwerke. Die virtuelle Tour orientiere sich bewusst am Museumsrundgang vor Ort und ermögliche einen realistischen Raumeindruck der Gemäldegalerie, teilten die Staatlichen Museen in einer Pressemitteilung mit. Die Gemäldegalerie ist eine der bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.

 

Indien will soziale Medien stärker kontrollieren

Nach einem Streit mit Twitter verschärft Indien die Kontrolle von Inhalten auf Social-Media-Plattformen, teilte die Nachrichtenagentur Reuters mit. Laut Technologieministerium sollen neue Vorschriften Social-Media-Unternehmen wie Facebook dazu verpflichten, Inhalte spätestens 36 Stunden nach einer Anordnung der Regierung oder eines Gerichts zu löschen. Konzerne sollen zudem drei neue Posten schaffen, um die neuen Auflagen umzusetzen. Die neuen Regelungen sollen innerhalb von drei Monaten in Kraft treten und auch für digitale Streaming-Plattformen wie Netflix und Amazon Prime gelten, teilte die Nachrichtenagentur Associated Press mit. Die Bauernproteste in Indien halten seit Monaten an. Twitter hatte vor einigen Tagen Anweisungen der indischen Regierung nicht umgesetzt im Rahmen der seit Monaten anhaltenden Bauernproteste rund 1000 Nutzer zu sperren, die nach ihrer Darstellung Falschinformationen über die Proteste der Landwirten verbreiteten. Die Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi treibt seit 2018 Pläne zur stärkeren Regulierung von Inhalten auf Social-Media-Plattformen voran.

Archiv des Verlags J.B. Metzler geht nach Marbach

Der J.B. Metzler Verlag überlässt dem Deutschen Literaturarchiv Marbach ein für wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen wichtiges Altarchiv aus den Jahren 1945-2009. Zur Schenkung gehöre auch eine verlagshistorische Sammlung und eine umfangreiche Produktionsbibliothek, die die frühe Verlagsgeschichte von der Gründung 1682 bis 1945 dokumentiert, hieß es in einer Pressemitteilung des Literaturarchivs Marbach. Trotz der Zerstörung eines Großteils der Firmenunterlagen im Zweiten Weltkrieg zeige das erhaltene Material die programmatische Ausrichtung des Verlags seit den 1950er Jahren. Der Buchbestand bildet vor allem Publikationen aus dem 19. Jahrhundert ab und beinhaltet neben seltenen auch besonders frühe Bände - unter anderem Hefte über Griechische und Römische Dichter sowie das von Julius Zeitler herausgegebene Goethe-Handbuch (1916– 18), das den Beginn der erfolgreichen Autorenhandbücher des Verlags markiert.

Konzertbesuch mit Corona-Impfpass in Tel Aviv

In Israel hat zum ersten Mal ein Konzert stattgefunden, zu dem Besucher mit Corona-Impfpass zugelassen wurden. Die israelische Regierung hatte den sogenannten "Green Pass" für Kulturveranstaltungen am Wochenende eingeführt. Voraussetzung, um das Zertifikat zu bekommen, ist, zwei Impfdosen erhalten oder eine Covid-19-Erkrankung überstanden zu haben. Das gestrige Open Air-Konzert gab die israelische Sängerin Nurit Galron im Yarkon Park in Tel Aviv. Der "Green Pass" ist für sechs Monate gültig und ist auch nötig, um Fitness-Studios, Schwimmbäder und Hotels zu nutzen. Bislang hat fast die Hälfte der israelischen Bevölkerung die erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten.

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