Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Mittwoch, 17.10.2018
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Kulturnachrichten

Donnerstag, 25. September 2014

Der britische Dirigent und Cembalist Christopher Hogwood ist tot

Der 73-Jährige starb gestern in Cambridge, wie es auf seiner eigenen Webseite heißt.

Er galt als maßgebliche Autorität für Alte Musik. Auch als Schriftsteller machte sich Hogwood in diesem Themenkreis einen Namen. Der britische Cembalist und international bekannte Dirigent wurde 1941 in Nottingham geboren. Nach seinem Musikstudium am Pembroke College in Cambridge wurde er Cembalist des Early Music Consort in London, eines Ensembles, das sich mit großem Erfolg auch der Musik der Renaissance widmet. 1973 gründete er die Academy of Ancient Music, die sich vornehmlich um die historische Aufführungspraxis verdient gemacht hat. 1992 übernahm er eine Professur für Alte Musik an der berühmten Royal Academy of Music. Von seinen Büchern sorgte vor allem eine Biografie von Georg Friedrich Händel auch außerhalb der Fachwelt für Aufsehen.

Friedrich Schorlemmer erhält Humboldt-Medaille

Der evangelische Theologe und DDR-Bürgerrechtler erhält die Goldene Medaille der Humboldt-Gesellschaft für sein Lebenswerk.

Er habe sich Zeit Lebens „integer und mutig der Unterdrückung entgegengestellt, heißt es zur Begründung. Schorlemmer engagierte sich bereits in den 70er Jahren für die Friedens-, Menschenrechts- und Umweltbewegung in der DDR. Als einer der Wortführer der friedlichen Revolution setzte er sich mit öffentlichen Erklärungen und Aktionen für Abrüstung, Entspannung und Frieden ein. Für sein Engagement erhielt er unter anderem den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und im Jahr 2009 das Bundesverdienstkreuz. Träger der Goldenen Medaille der Humboldt-Gesellschaft sind neben anderen die früheren Bundespräsidenten Roman Herzog und Karl Carstens, der Publizist Dolf Sternberger und der Schriftsteller Ernst Jünger. Schorlemmer wird am 5. Oktober anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls in Weimar geehrt.

Internet-Guru Ossi Urchs gestorben

Die deutsche Internet-Szene trauert um ihren Guru Ossi Urchs.

Der Medienunternehmer starb heute im Alter von 60 Jahren in einem Hospiz in Offenbach. Das teilte seine Frau Sigi Höhle mit. «Er war einer der ersten, der gesagt hat, dass das Internet unsere gesamte Art zu leben, zu arbeiten und zu lernen verändern wird», sagte sie. Markenzeichen von Ossi Urchs war seine Jatta, seine aus Indien übernommene Langhaarfrisur.

Multimediale Vielfalt: dpa zeichnet vier Nachwuchsjournalisten aus

Mit journalistischen Beiträgen aus ganz unterschiedlichen Genres haben vier Jungjournalisten den Wettbewerb dpa news talent für sich entschieden.

Die Nachrichtenagentur dpa vergibt in diesem Jahr erstmals zwei erste Preise - für das Twitter-Geschichtsprojekt «@9Nov38» und das Multimedia-Video «Im Tal der Puppen». Der zweite Preis wird für die Textreportage «Innocents Dilemma» verliehen. Das teilte die dpa mit.Für das Projekt «@9Nov38» hat sich ein Team um die Geschichtsstudenten Charlotte Jahnz (Bonn, 25) und Christian Gieseke (Jena, 25) intensiv mit den Nazi-Pogromen gegen Juden am 9. November 1938 auseinandergesetzt und bei Twitter die Ereignisse von damals nachgezeichnet. Der freie Fotograf Fritz Schumann (Berlin, 26) überzeugte die Jury mit mit seinem multimedialen «Im Tal der Puppen».Die freie Journalistin Lena Niethammer (Berlin, 24) begab sich für ihre Reportage «Innocents Dilemma» knapp 20 Jahre nach dem Völkermord nach Ruanda.

Wolfgang Herrndorfs letzter Roman erscheint unvollendet

Dreizehn Monate nach dem Tod von «Tschick»-Bestsellerautor Wolfgang Herrndorf erscheint sein letztes Buch als «unvollendeter Roman».

Ab morgen ist er unter dem Titel «Bilder deiner großen Liebe» erhältlich. Herrndorf erzählt die Geschichte des 14-jährigen Mädchens Isa, das schon in «Tschick» (2010) eine wichtige Rolle spielte. Isa ist aus einer psychiatrischen Anstalt abgehauen und hat auf ihrer Flucht zahlreiche skurrile Begegnungen, ehe sie die beiden Helden aus «Tschick» wiedertrifft.
Herrndorf hat den Roman unvollendet hinterlassen, als er seinem Leben nach langem Krebsleiden am 26. August 2013 mit 48 Jahren ein Ende setzte.

"Pompeji"-Ausstellung zeigt erstmals vollständigen Stadtpalast

Wie lebten die reichen Römer in Pompeji?

Einblicke in die luxuriös eingerichteten Häuser der pompejanischen Oberschicht gibt eine Ausstellung im Bucerius Kunstforum in Hamburg. Unter dem Titel "Pompeji. Götter, Mythen, Menschen" sind ab übermorgen bis zum 11. Januar mehr als 80 Leihgaben aus dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel zu sehen, darunter Wandbilder, Bronzen, Gartenskulpturen und Marmorbildnisse. "Im Mittelpunkt der Schau steht die Casa del Citarista, einer der größten Stadtpaläste Pompejis, der erstmals vollständig in einer Ausstellung gezeigt wird", sagte Kurator Andreas Hoffmann heute in Hamburg.

Forscher gründen neue Arbeitsgemeinschaft "Philosophie in Rom"

Die Wissenschaftler wollen untersuchen, wie griechisches Denken im antiken Rom weiterentwickelt wurde.

Philosophen, Historiker, Literatur- und Kulturwissenschaftler fragen unter anderem nach den Konsequenzen, die dieser Kulturtransfer für die Entwicklung der antiken Philosophie und deren nachantike Wirkungsgeschichte gezeitigt hat, erklärte einer der beiden Vorsitzenden, der Arbeitsgemeinschaft in Eichstätt. An dem Gründungstreffen nahmen 15 Wissenschaftler teil. Die Arbeitsgemeinschaft gehört zum Verein «Gesellschaft für antike Philosophie». Begleitend soll eine Buchreihe mit dem Titel «Philosophia Romana» erscheinen.

große Kunstschau in Essen zum Japan-Fieber

Eine der größten Ausstellungen seit Jahrzehnten zum Japan-Fieber der französischen Künstler seit Mitte des 19.

Das Museum Folkwang hat für die Sonderschau «Monet, Gauguin, Van Gogh - Inspiration Japan» rund 400 Kunstwerke versammelt, darunter 65 Gemälde der wichtigsten Maler des französischen Impressionismus und Postimpressionismus.Die Bilder treten in Dialog mit fast 200 Holzschnitten japanischer Meister wie Hokusai, Utamaro und Hiroshige sowie Meisterwerken der angewandten Kunst.Die Japan-Begeisterung erfasste Paris in der Mitte des 19.
Jahrhunderts, nachdem das fernöstliche Inselreich sich 1854 nach jahrhundertelanger Abschottung dem Westen geöffnet hatte. Massenweise gelangten Alltags- und Kunstgegenstände aus Japan nach Europa.

Kostenlose E-Books ein neues Projekt

In einem Modellprojekt wollen deutsch- und englischsprachige Autoren die Chancen des Internets für anspruchsvolle Literatur erkunden.

Die Initiative «Fiktion» stellte in Berlin die beiden ersten E-Books vor, die gleichzeitig auf Deutsch und Englisch erscheinen und kostenlos sind. Bis Ende 2015 sind bis zu sechs weitere Titel geplant. So Sprecherin Henriette Gallus. Zum Auftakt erscheint das surreale Buch «Starstruck» des britischen Autors Rajeev Balasubramanyam und der Debütroman «ALFF» des deutschen Schriftstellers Jakob Nolte, ein Highschool-Mystery-Thriller.
Die Bücher können den Angaben zufolge sowohl auf den gängigen Plattformen wie auch auf Webseite www.fiktion.cc in den Formaten ePub, Mobi und txt heruntergeladen werden. Daneben gibt es sie auch als Stream in einem Fiktion-Reader, der eigens für das Projekt entwickelt wurde. Unterstützt wird das Projekt von der Kulturstiftung des Bundes mit 240 000 Euro. Veranstaltungspartner ist das Berliner Haus der Kulturen der Welt. Dem literarischen Beirat gehören unter anderem die Schriftsteller Elfriede Jelinek, Tom McCarthy, Katharina Hacker und Verena Roßbacher an.

Rund 3000 Jahre alte Holzbalken entdeckt

In Sachsen-Anhalt sind die Reste einer Burg aus der Bronzezeit entdeckt worden.

Ein polnisch-deutsches Grabungsteam entdeckte die Holzbalken. Nach Angaben der Archäologen handelt es sich um etwa 3.000 Jahre alte Holzbalken, die zu einer Anlage in Kemberg im Landkreis Wittenberg gehörten. "Der sumpfige Untergrund hat das Holz in einzigartiger Weise über die Jahrtausende konserviert", sagte Forschungsleiter Nebelsick von der Universität Warschau. Binnen drei Wochen wurden rund 2000 Funde aus der späten Bronze- und frühen Eisenzeit vor 3200 bis 2500 Jahren sowie der Lutherzeit des 16. Jahrhunderts zu Tage gefördert. An dem polnisch-deutschen Kooperationsprojekt waren insgesamt 15 Wissenschaftler und Studenten aus Polen und der Universität Halle beteiligt. Die Grabungsfunde werden heute vorgestellt.

Kristallkathedrale von Los Angeles wird katholisch umgebaut

Die Crystal Cathedral wird für Liturgiebedürfnisse umgestaltet.

Die Kathedrale gilt als größtes Glasgebäude der Welt. Details wurden jetzt von der Diözese Orange vorgestellt, berichtet die "Los Angeles Times". Unter anderem wird der Raummittelpunkt von der früheren Kanzel zum Altar hin verlegt. Das Innere des Baus werde von Grund auf so neugestaltet, dass künftig der Altarbereich mit Lesepult und Bischofssitz ins Zentrum rückten, gab das Bistum bekannt. Im Außenbereich ist vorgesehen, das Gotteshaus durch einen weitläufigen Platz und eine Myrten-Allee von den angrenzenden Gebäuden stärker abzusetzen. Andere Elemente wie die Hazel-Wright-Orgel, mit 270 Registern und 16.000 Pfeifen eine der größten Kirchenorgeln der Welt, bleiben erhalten. Der auf 29 Millionen Dollar veranschlagte Umbau soll 2017 abgeschlossen sein.
Die Diözese Orange hatte die 1981 fertiggestellte «Kristallkathedrale» im Februar 2012 für 57,5 Millionen Dollar (43,3 Millionen Euro zum damaligen Kurs) von der überschuldeten evangelikalen Gemeinde Schullers gekauft und im Juni als ihre Bischofskirche geweiht.

Filmfest Hamburg startet mit britischer Komödie

Am Abend beginnt das 22. Hamburger Filmfest mit dem Spielfilm "Pride" von Matthew Warchus.

In sechs Kinos der Hansestadt präsentieren die Veranstalter auf elf Leinwänden die Beiträge, darunter 24 Debüts. Die wichtigste Auszeichnung erhält diesmal Regisseur Fatih Akin: Der 41 Jahre alte Hamburger Filmemacher bekommt vor der Deutschlandpremiere seines Werkes "The Cut" am Sonnabend den Douglas-Sirk-Preis. Im vergangenen Jahr kamen rund 40 000 Besucher zu den Vorstellungen. Das 12. Michel Kinder- und Jugendfilmfest startet morgen. Mehr als 140 Produktionen aus 49 Ländern zeigt das Festival bis zum 4. Oktober.

Cat Stevens sagt Konzert wegen Schwarzmarktpreisen ab

Der britische Sänger sagte ein Konzert in New York ab.

Als Grund nannte er die hohen Ticketpreise auf dem
Schwarzmarkt. "Ich setze mich seit langem für papierlose Tickets für meine Shows auf der ganzen Welt ein und vermeide Schwarzmarkthändler", schrieb der Musiker auf seiner Facebook-Seite. Aus rechtlichen Gründen müssten aber alle Karten für Konzerte in New York aus Papier sein. Stevens, der 1977 zum Islam konvertierte und sich seither Yusuf Islam nennt, tritt im Dezember in mehreren US-Städten auf. Dort stellt er sein erstes Album nach fünf Jahren vor, das Ende Oktober auf den Markt kommen soll. Im November geht der Musiker in Deutschland auf Tour mit Auftritten in Berlin, Hamburg und Düsseldorf. Den Auftakt macht er am 13. November in der Wiener Stadthalle.

Einzigartiges Renaissance-Musikfestival

Das Wittenberger Renaissance Musikfestival

"Wir sind Deutschlands einziges Musikfestival, das sich auf die Zeit der Renaissance spezialisiert hat", sagte der Organisator und künstlerische Leiter Thomas Höhne. "Aber das Interesse der Menschen an der Musik dieser Zeit, des 16. Jahrhunderts, ist groß." Die meisten Veranstaltungen ähnlicher Art gebe es zu mittelalterlicher und barocker Musik. Wittenberg als Veranstaltungsort sei gut gewählt, denn in der Zeit der Renaissance war die Stadt durch das Wirken Martin Luthers das Zentrum der Reformation und des gesellschaftlichen Umbruchs. In diesem Jahr lautet das Motto "Spanische Musik am Hofe Kaiser Karl V." Insgesamt gibt es 28 Veranstaltungen. Neben den Konzerten sind Workshops für Instrumentalspiel und Tanz geplant. Das Festival beginnt am 26. Oktober und läuft bis zum 2. November.

Casting in der Oper Uraufführung von "George"

Bei den Kunstfestspielen Herrenhausen in Hannover wird am Abend das Musiktheaterstück "George" uraufgeführt.

Die Musik stammt von der australischen Komponistin Elena Kats-Chernin, für Inszenierung und Text ist der Filmemacher Axel Ranisch zuständig. Alles dreht sich um einen Kompositionsauftrag des britischen Königs Georg I. an Georg Friedrich Händel - und aus dem Vorsingen wird schließlich eine Art Casting. Auf der Bühne wird unter anderem Countertenor Jochen Kowalski stehen. Das englische Thema erinnert an das Jubiläumsjahr der Personalunion: Vor 300 Jahren begann die 123-jährige Epoche, als Hannovers Herrscher gleichzeitig auf dem englischen Thron saßen.

Kulturnachrichten hören

September 2014
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur