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Breitband | Beitrag vom 30.06.2018

Der blaue Phönix aus der AscheDas Comeback von Twitter

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Die App von Twitter wird auf einem Smartphone (imago stock&people)
Twitter wird wieder häufiger geklickt. Was sind die Gründe dafür? (imago stock&people)

Der Kurznachrichtendienst ist tot, Es lebe der Kurznachrichtendienst - Twitter ist zurück! Wie hat es die Plattform geschafft, sich zu retten?

2016 sah es so aus, als würde das Ende von Twitter bevorstehen. Der Aktienkurs sank, die Nutzerzahlen stagnierten und Mitarbeiterinnen wurden entlassen, falls sie nicht bereits zuvor von selbst gingen. Und jetzt? Zwei Jahre später ist von einem Comeback die Rede. Twitter, wie ein Phönix aus der Asche, hat eine nicht zu erwartende Wiederauferstehung hinter sich.

Ein Bewusstseinswandel im Unternehmen

Twitters Aufstieg hat viel mit einem Bewusstseinswandel im Unternehmen zu tun. Gestartet als Soziales Netzwerk und damit ständig in Konkurrenz zu Facebook stehend, kam es Anfang 2016 zu einem Wandel. Twitter verstand sich ab diesem Zeitpunkt an, sehr viel stärker als Nachrichtenplattform. Im App Store von Apple ließ es es sich aus der Kategorie "Soziale Netzwerke" zur News-Sektion verschieben.

Der Trump-Faktor

Der Aufstieg Twitters geht auch einher mit dem Wahljahr 2016 in den USA. Donald Trump, bekannt für seine leidenschaftlich und zügellose Twitterei, bescherte der Plattform eine immense Aufmerksamkeit. Auch wegen ihm spricht man vermehrt von einer Twitterisierung von Politik und Diplomatie. Die Nutzer erwarten von Twitter, dass sie am aktuellen Zeitgeschehen "live" teilhaben können.

Über all diese Faktoren, die zum Aufstieg Twitters führten und was Twitter für die politische Kommunikation bedeutet, sprechen wir mit Simon Hurtz, Journalist bei der Süddeutschen Zeitung und Experte beim SocialMediaWatchBlog.

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