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Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 28.04.2013

Dein Nachbar, dein Feind

Leben in einer jüdischen Siedlung

Von Freddy Gareis

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Grenze zwischen Israel und Westjordanland (Deutschlandradio - Janine Wergin)
Grenze zwischen Israel und Westjordanland (Deutschlandradio - Janine Wergin)

Ariel ist eine jüdische Siedlung, die 20 Kilometer hinter der grünen Linie im Westjordanland liegt. So wie alle circa 100 Siedlungen ist auch Ariel ewiger Zankapfel im israelisch-palästinensischen Friedensprozess.

Eigentlich dürfte es die jüdische Stadt gar nicht auf palästinensischem Gebiet geben - aber seit 1978 wächst Ariel kontinuierlich, unter anderem weil der charismatische Bürgermeister mit Verve um neue Einwanderer und um neue Häuser wirbt.

Wer in Ariel lebt, der wird bewacht, abgeschirmt und umzäunt. Ariel ist eine zivile Festung, bei Bedarf werden die Rolltore geschlossen. Der Nachbar ist der Feind. Dennoch zieht es viele Einwanderer in die Siedlung, denn die Wohnungen und Häuser sind bezahlbar - im Gegensatz zu Tel Aviv oder Jerusalem.

Längst nicht alle sind ideologisch überzeugte Siedler, manche verstehen sich sogar als unpolitisch und versuchen, ihrem Leben in der Festung eine gewisse Normalität abzutrotzen. Für den Bürgermeister hingegen ist Ariel mehr als eine Siedlung. Ariel ist sein Lebenswerk: 20.000 Einwohner hat die jüdische Stadt in Palästina heute. 30.000 werden es in zehn Jahren sein, da ist er sich sicher.
Fredy Gareis hat für die Reportage das Lebensgefühl in Ariel eingefangen.

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Freddy Gareis (privat)Freddy Gareis (privat)Freddy Gareis:" Die israelischen Siedlungen im Westjordanland sind ja sehr häufig in den Schlagzeilen der deutschen Medien. Aber durch Gespräche mit Freunden zuhause ist mir klar geworden, dass eigentlich über das Leben in solchen Siedlungen die wenigsten etwas wissen. Wie entsteht so eine Siedlung überhaupt? Wie sieht es da aus? Und vor allem: Was denken die Menschen, die dort wohnen?"

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