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Montag, 22.10.2018
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 12. Oktober 2018

Deichtorhallen starten Online-Magazin HALLE4

Das neue Magazin soll u. a. ein vierter Ort für Inhalte der eigenen Ausstellungen sein

Unter dem Namen HALLE4 starten die Deichtorhallen Hamburg ein eigenes Online-Magazin. Das Magazin wird vorrangig Themen, Hintergründe und Stories rund um die Ausstellungen der Deichtorhallen vertiefen. Interviews sowie Ausblicke in die Zukunft der Fotografie sind ebenfalls Bestandteile des Magazins. Darüber hinaus soll das Magazin auch Raum für Beiträge über aktuelle Debatten und Entwicklungen in der Kunstwelt bieten. "Neben unseren drei Ausstellungsorten, eröffnen wir mit unserem Online-Magazin HALLE4 einen vierten Ort für die vielseitigen Themen und Inhalte unserer Ausstellungen", sagt Dirk Luckow, Intendant der Deichtorhallen. Das Online-Magazin HALLE4 ist Bestandteil der neuen Website der Deichtorhallen. Das Online-Magazin finden Sie unter www.deichtorhallen.de/halle4.

Tödlicher Unfall am Film-Set von Tom Hanks

Möglicher Grund: Sturz vom Balkon in Folge eines medizinischen Anfalls

Bei den Dreharbeiten für einen Film mit Oscar-Preisträger Tom Hanks ist ein Mitarbeiter tödlich verunglückt, wie US-Medien am Freitag berichteten. Der Mann, der zuvor als Soundmixer an Filmen wie "The Avengers" und "Jack Reacher" mitgewirkt hatte, war am Set im US-Staat Pennsylvania nach Angaben der Polizei von einem Balkon eines Apartmenthauses mehrere Stockwerke in die Tiefe gestürzt. Nach dem Unfall am Donnerstagabend (Ortszeit) sei er im Krankenhaus gestorben. Das für den Film "You Are My Friend" zuständige Studio Sony Pictures sprach von einer "niederschmetternden Tragödie". Der Vorfall werde untersucht, zitierte die Zeitung "Tribune Review" aus der Mitteilung des Studios. Der 61-jährige Soundexperte soll während einer Pause auf dem Balkon gestanden und dort möglicherweise einen medizinischen Anfall erlitten haben, der zu dem Sturz führte, hieß es.

Göttinger Literaturherbst mit ersten Lesungen gestartet

Einer der Höhepunkte wird die Lesung von Orhan Pamuk sein

Mit drei gleichzeitig stattfindenden Lesungen ist der Göttinger Literaturherbst am Freitagabend gestartet. Die Lesung des Mathematikers und Autoren Georg von Wallwitz war ausverkauft, wie die Organisatoren des Festivals mitteilten. Erwartet wurden zu der Auftaktveranstaltung in der Paulinerkirche 240 Gäste. Bis zum 21.
Oktober stehen in Göttingen und im Umland rund 70 Lesungen auf dem Programm. Das 1992 gegründete Festival will nach Veranstalterangaben eine Momentaufnahme der Gegenwartsliteratur geben. Einer der Höhepunkte wird die Lesung von Orhan Pamuk sein. Der türkische Literaturnobelpreisträger ist am Sonntag zu Gast in der Universitätsstadt, wo er gemeinsam mit dem Verleger Gerhard Steidl eine Fotoausstellung eröffnen und über die Aufnahmen aus seiner Heimatstadt Istanbul sprechen wird. Der Hamburger Schriftsteller Heinz Strunk liest wegen der großen Nachfrage an zwei Terminen während des Literaturherbstes.

Herder verlegt historisch-kritischen Koran-Kommentar

Das wissenschaftliche Mammut-Projekt ist auf insgesamt 17 Bände angelegt

Der Herder-Verlag hat auf der Frankfurter Buchmesse den ersten Band eines historisch-kritischen Koran-Kommentars vorgestellt. Das wissenschaftliche Mammut-Projekt ist auf insgesamt 17 Bände angelegt und wird vom Münsteraner Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide herausgegeben. Er ist seit 2010 Professor für islamische Religionspädagogik an der Universität Münster und dort inzwischen auch Leiter des Zentrums für Islamische Theologie. Erstmals verbinde das Projekt die Methoden der historisch-kritischen Bibel-Analyse mit der literarischen Analyse der Arabistik und Islamwissenschaft und der islamischen Kommentartradition, sagte der zuständige Lektor des Verlags, German Neuendorfer, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der Koran werde als Glaubensbuch verstanden, aber in seinen historischen Kontext eingeordnet. Die Reihe richte sich in erster Linie an Fachleute, solle aber auch ein breites Publikum zur Auseinandersetzung mit dem Islam ermutigen. Übersetzungen - auch ins Arabische - sind bislang nicht geplant.

Kölner Stadtarchiveinsturz: Urteile im Strafprozess

Einmal Bewährung und drei Freisprüche

Neun Jahre nach dem tödlichen Einsturz des Kölner Stadtarchivs sind drei Angeklagte im Strafprozess freigesprochen worden. Das Landgericht verhängte zudem am Freitag eine Bewährungsstrafe von acht Monaten wegen fahrlässiger Tötung gegen einen Bauüberwacher der Kölner Verkehrsbetriebe. Bei dem Einsturz waren am 3. März 2009 zwei Anwohner ums Leben gekommen.
Unzählige historische Dokumente wurden verschüttet, der Schaden liegt nach Schätzung der Stadt Köln bei 1,2 Milliarden Euro. Der seit Januar laufende Prozess stand unter Zeitdruck, weil im März 2019 die Verjährungsfrist endet.

Platz in Prag nach Milos Forman benannt

Der Oscar-Preisträger war im April im Alter von 86 Jahren gestorben

Nach dem Filmregisseur Milos Forman ist in Prag ein Platz benannt worden. Der zweifache Oscar-Preisträger war im April im Alter von 86 Jahren in seiner Wahlheimat USA gestorben. Sie hoffe, dass der Ort im Prager Stadtzentrum von vielen Touristen besucht werde, sagte Oberbürgermeisterin Adriana Krnacova. Der neue Milos-Forman-Platz befindet sich unweit des Moldauufers am Ende der Luxus-Einkaufsmeile Pariser Straße (Parizska). Die Sache hat jedoch einen Haken: Besitzer der sogenannten "Piazzetta" ist formell eine Investmentfirma, die an deren Stelle gern ein Bürogebäude errichten würde. "Ich bin gegen die Bebauung dieses Platzes", betonte die scheidende Oberbürgermeisterin, die bei der Kommunalwahl vor einer Woche nicht erneut angetreten war.

Stephan Rürup gewinnt Deutschen Cartoonpreis 2018

Auszeichnung für treffende Beschreibung deutscher Mentalität

Der Deutsche Cartoonpreis geht an Stephan Rürup. Der 53-jährige Künstler erhalte den ersten Preis für eine Zeichnung über Kinderarmut, sagte Martin Sonntag, Leiter der Caricatura Kassel, bei der Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse. Der Sieger-Cartoon zeigt zwei Männer mit Einkaufstaschen die an bettelnden Kindern vorbeigehen und sich über Kinderarmut beklagen. Aber sie gehe vorbei, sagt einer der Männer, "irgendwann sind die Bälger erwachsen". Rürup habe mit seinem Cartoon die deutsche Mentalität, vieles auf die kommenden Generationen abzuschieben, hervorragend ins Bild gesetzt und liefere eine "knallharte und pointierte Analyse", so Sonntag. Stephan Rürup arbeitet als Cartoonist, Karikaturist, Autor und Illustrator. Seine Zeichnungen erscheinen unter anderem im Satiremagazin "Titanic" und der Tageszeitung "Die Welt". Der Deutsche Cartoon-Preis wird u.a. von der Frankfurter Buchmesse vergeben und ist mit 3000 Euro dotiert.

Restauratoren beklagen zu geringe Wertschätzung

Berufsverband will Bewusstsein für wichtige Arbeit schärfen

Mehr Wertschätzung für die Arbeit der Restauratoren in Deutschland wünscht sich der Berufsverband der Restauratoren. Die Kollegen seien unverzichtbar für den Erhalt des Kulturguts, wirkten aber meist im Verborgenen, sagte Anne Harmssen vom Präsidium des Verbandes. Die Bezahlung der meist selbstständigen Kollegen müsse verbessert werden, denn diese entspreche weder der Leistung noch der jahrelangen Ausbildung und Verantwortung. Das Berufsbild habe sich geändert, die Tarifpolitik nicht, so Harmssen. Sie forderte auch mit Blick auf die Nachwuchsgewinnung ein Umdenken. "Es braucht eine größere Aufmerksamkeit und ein stärkeres Bewusstsein für das, was Restauratoren tun." Nur manchmal, bei prominenten Projekten, falle auch auf sie das Licht der Öffentlichkeit. Einen Blick hinter die Kulissen bietet der erste Europäischen Tag der Restaurierung am Sonntag. Experten geben dann in mehr als 260 Museen und Werkstätten Einblick in ihre Arbeit. Bei Gesprächen, Vorführungen und Vorträgen werden sie erläutern, wie sie wertvolle Kunstwerke erhalten oder nach Beschädigung wiederherstellen.

Grütters plädiert für Kultur als Staatsziel im Grundgesetz

Bisher aber keine ausreichende Zustimmung der Bundesländer

Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt die Forderung Kultur als Staatsziel ins Grundgesetz aufzunehmen, sagte sie in einem Interview mit der Zeitung "Das Parlament": "Im Koalitionsvertrag haben wir uns wegen des Einwandes einiger Länder nicht darauf verständigen können. Aber ich sage: Es wäre eine Selbstverpflichtung des Staates, die die fundamentale Bedeutung der Kultur für das Gemeinwesen betont". Einer Abschaffung des Kooperationsverbotes in der Kulturpolitik erteilte die Staatsministerin allerdings eine Absage. Aus Anlass des bevorstehenden 20. Jahrestages der Einsetzung des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien zog Grütters eine positive Bilanz zum Verhältnis von Bund und Ländern in der Kulturpolitik. Das Amt des Bundesbeauftragten werde von den Ländern längst nicht mehr abgelehnt und eher "in einer Mischung aus ein bisschen Eifersucht und Wohlwollen betrachtet".

Streit um Kunstwerk von Jeff Koons in Paris beigelegt

Stadt will Tulpen-Skulptur auf Gelände des Petit Palais aufstellen

Der monatelange Streit um den Standort in Paris für ein Kunstwerk von Jeff Koons ist vorerst beigelegt worden. Die 33 Tonnen schwere Skulptur "Bouquet of Tulips" (Tulpenstrauß) werde auf dem Gelände des Petit Palais aufgestellt, teilte die Stadt mit. Der US-Künstler habe darauf bestanden, dass sein Werk im Pariser Zentrum nahe der Anschlagsorte vom November 2015 gezeigt wird. Jetzt werde das Werk in der Nähe der Champs Elysées stehen, sagte der stellvertretende Kulturbeauftragte der Stadt, Christophe Girard, dem Sender France Inter. Mit der Skulptur einer ausgestreckten Hand mit bunten Tulpen will Koons an die Menschen erinnern, die vor rund 3 Jahren u.a. am Fußballstadion Stade de France und im Musikclub Bataclan bei einer islamistischen Anschlagsserie getötet oder verletzt worden waren. Damals starben 130 Menschen und hunderte wurden verletzt. Viele Pariser sehen allerdings keinen Zusammenhang zwischen den Anschlägen und dem bunten Blumenstrauß.

Literaturpreis der Neuen Akademie für Maryse Condé

Alternative zu nicht vergebenem Literaturnobelpreis

Der Literaturpreis der Neuen Akademie geht an die Schriftstellerin Maryse Condé aus Guadeloupe. Die Jury lobte in Stockholm Condés Werk als wichtigen Teil der Weltliteratur. Die 82-jährige habe in ihren Büchern respektvoll und präzise, aber auch mit Humor über die Verheerungen des Kolonialismus als auch die chaotische Zeit des Postkolonialismus geschrieben. Der Preis war als Ersatz für den in diesem Jahr abgesagten Literaturnobelpreis ins Leben gerufen worden. Er wird am 9. Dezember - einen Tag vor der Verleihung der Nobelpreise - in Stockholm vergeben. Die Neue Akademie wurde Anfang 2018 von kulturinteressierten Menschen als Reaktion auf den Skandal um die Schwedische Akademie gegründet. Diese vergibt üblicherweise den Literaturnobelpreis. Aufgrund von internen Streitigkeiten und dem Ausscheiden mehrerer Mitglieder wurde die Verleihung des Preises in diesem Jahr abgesagt.

Werkbundsiedlungen für Kulturerbe-Siegel nominiert

Experimentelle Architektur legte vor rund 100 Jahren Grundstein für neues Bauen

Deutschland wird die Werkbundsiedlungen in Europa für das "Europäische Kulturerbe-Siegel" vorschlagen. Für die nächste Bewerbungsrunde werde ein Antrag von fünf Stätten in Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik bei der EU-Kommission eingereicht, teilte die Kultusministerkonferenz (KMK) mit. Werkbundsiedlungen sind experimentelle Wohnsiedlungen, die ab 1920 gebaut wurden und nach Angaben der KMK wegweisend für den Wohnungsbau waren. Zu den bekanntesten Anlagen zählt die Weissenhofsiedlung in Stuttgart von Ludwig Mies van der Rohe. Diese Siedlungen seien viel zu wenig bekannt, sagte KMK-Präsident Helmut Holter. Die Nominierung solle das ändern und die europäische Reformbewegung, "an der nahezu alle berühmt gewordenen Architekten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beteiligt waren", in die Öffentlichkeit rücken. Seit 2011 würdigt die Europäische Kommission Stätten, die die europäische Einigung sowie die Ideale und die Geschichte der EU in besonderer Weise symbolisieren. Die Auszeichnung soll vor allem bei jungen Bürgern das Bewusstsein für eine europäische Identität stärken und einen Bezug zum Kulturerbe vereinfachen.

Verschollene Klimt-Zeichnungen in Leipzig entdeckt

Kolorierte Werke des Wiener Malers besonders selten

In Leipzig sind vier verschollene Werke des Wiener Malers Gustav Klimt (1862-1918) wiederentdeckt worden. Nach Angaben des Direktors des Museums für Bildende Künste in Leipzig, Alfred Weidinger, wurden sie im Depot des Museums entdeckt. Dabei handele es sich um vier kolorierte Zeichnungen, die der Bildhauer Max Klinger (1857-1920) einst persönlich ausgewählt und privat gekauft habe. Die Werke seien "eine absolute Rarität, weil gerade kolorierte Zeichnungen von Klimt absolut selten sind", sagte der Museumsdirektor. Drei der wiederentdeckten Arbeiten sollen im Museum der Bildenden Künste in Leipzig gezeigt werden. Die Präsentation erfolgt zeitgleich mit einer großen Klimt-Schau im Kunstmuseum Moritzburg Halle. Anlässlich des 100. Todestages des Wiener Jugendstilmeisters öffnet dort die einzige Klimt-Schau außerhalb Österreichs.

Lindsey Buckingham verklagt Fleetwood Mac

Ex-Gitarrist der Band will Entschädigung wegen Tournee-Ausbootung

Die amerikanisch-britische Rockband Fleetwood Mac ist von ihrem früheren Gitarristen und Songwriter Lindsey Buckingham (69) verklagt worden. Buckingham reichte eine Klage wegen Vertragsbruchs vor einem Gericht in Los Angeles ein, wie die Musikzeitschrift "Rolling Stone" berichtete. Im vorigen April war bekannt geworden, dass sich die Gruppe um Bandgründer und Schlagzeuger Mick Fleetwood und Sängerin Stevie Nicks von Buckingham getrennt hatte. Grund dafür sei ein Streit über den Zeitpunkt ihrer geplanten Tournee gewesen, hieß es. Buckingham will nun eine finanzielle Entschädigung von mehr als zehn Millionen Dollar, weil die Band im vorigen Januar entschieden hatte, ohne ihn auf Tournee zu gehen, sagte der Musiker der Zeitschrift. Er sei "tief überrascht und betrübt" gewesen, dass damit das "wunderbare" 43-jährige Vermächtnis der Band beendet worden sei.

In Isreal Geldstrafe wegen Lorde-Absage verhängt

Nach Boykottaufruf müssen zwei Neuseeländerinnen 10300 Euro bezahlen

Ein israelisches Gericht wirft zwei Neuseeländerinnen vor, dabei geholfen zu haben, die Popsängerin Lorde zur Absage eines Auftritts in Israel zu überreden. Das Urteil ist vermutlich das erste, bei dem ein Gesetz von 2011 zur Anwendung kommt, das Zivilklagen gegen Personen zulässt, die zu einem Boykott gegen das Land aufrufen. Die zwei Neuseeländerinnen hatten in einem offenen Brief Lorde aufgerufen, sich "dem künstlerischen Boykott von Israel" anzuschließen. Lorde erwähnte den Brief und sagte Tage später ihr Konzert ab. Drei israelische Ticketbesitzer reichten die Klage ein. Sie argumentierten, die Absage habe emotionales Leid ausgelöst.

Kanye West mit bizarrem Auftritt im Oval Office

Musiker mit langatmigen Monologen bei Besuch im Weißen Haus

Kanye West hat im Weißen Haus in Washington einen denkwürdigen Auftritt hingelegt. Vor einem privaten Mittagessen mit US-Präsident Trump setzte der Rapper im Oval Office zu langatmigen Monologen an, in denen er gleich eine Reihe von Themen streifte: Sozialpolitik, psychische Probleme, Gefängnisreform und seine Unterstützung für Trump. Viele Leute seien der Meinung, dass man als Schwarzer Demokrat sein müsse, sagte West. Seine Freunde hätten ihn gedrängt, nicht seine rote Mütze mit Trumps Wahlkampfslogan "Make America Great Again" zu tragen. Doch "diese Mütze, sie gibt mir irgendwie Kraft", erklärte der Rapper. Desweiteren hielt er Trump zugute, einen Krieg gegen Nordkorea verhindert zu haben. Dann riet er seinem Gastgeber, die Präsidentenmaschine gegen ein wasserstoffbetriebenes Flugzeug auszutauschen.

Weinstein: Teil von Anklage fallengelassen

Anklagepunkt im Fall Lucia Evans wird nicht mehr berücksichtigt

Die Staatsanwaltschaft in New York hat einen Teil des Strafverfahrens gegen Harvey Weinstein wegen sexueller Vergehen fallengelassen. Ein Richter stimmte am Donnerstag zu, einen Anklagepunkt im Fall im Zusammenhang mit Lucia Evans nicht mehr zu berücksichtigen. Evans hatte dem Magazin "The New Yorker" gesagt, dass Weinstein sie in seinem Büro 2004 zum Oralsex gezwungen habe. Die Staatsanwaltschaft teilte in einem Brief mit, dass sie vor Wochen erfahren habe, dass eine Frau, die am Abend des Treffens von Evans mit Weinstein in einem Restaurant bei Evans gewesen sei, einem Polizisten widersprüchlich geschildert habe, was passiert sei.

Banksys Schredder-Bild als neues Kunstwerk verkauft

Neuer Titel ist "Love is in the Bin"

Die Bieterin, die für eine Banksy-Malerei, die sich bei einer Auktion selbst zerstörte, den Zuschlag erhalten hat, will den Kauf trotzdem tätigen. Das teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Eine europäische Sammlerin habe eingewilligt, rund eine Millionen Pfund für das Kunstwerk "Girl With Balloon" zu zahlen. Kurz nach dem Auktionshammerschlag war die untere Hälfte des Bildes durch einen Aktenvernichter geglitten, der im Bilderrahmen versteckt war. Sotheby's teilte mit, die Malerei trage den neuen Titel "Love is in the Bin". Sie sei "das erste Kunstwerk in der Geschichte, das live während einer Auktion geschaffen wurde", sagte Alex Branczik von der Abteilung für zeitgenössische Kunst für Europa bei Sotheby's. Experten schätzen den Wert des Werkes nun auf fast doppelt so viel wie vor der Reißwolf-Aktion.

Wim Wenders in Passau geehrt

Wenders verstehe sich gleichermaßen brillant auf Spielfilme und Dokumentationen

Der Regisseur und Fotograf Wim Wenders hat am Donnerstag den "Menschen in Europa"-Kunst-Award der Verlagsgruppe Passau verliehen bekommen. Das Medienhaus ehrte den Filmemacher als einen der wichtigsten Vertreter des deutschen Films der Gegenwart für sein künstlerisches Schaffen. Wenders zähle zu den ganz wenigen Regisseuren, die sich gleichermaßen brillant auf Spielfilme und Dokumentationen verstehen, sagte Schauspielerin Iris Berben in ihrer Laudatio. Bis zum 30. November ist im Medienzentrum des Verlages in Passau die Ausstellung "Water Works" mit Fotografien von Wim Wenders zu sehen.

Neues Ländergremium soll Kulturpolitik stärken

Die KMK soll soll sich um Kulturpolitik von überregionaler Bedeutung kümmern

Die Bundesländer wollen ihre Kulturpolitik stärken. Dafür wollen die Kulturminister und -senatoren künftig eigenständige Beratungen unter dem Dach der Kultusministerkonferenz (KMK) durchführen, wie die KMK am Donnerstag in Berlin beschloss. Die Kulturministerkonferenz soll sich um Kulturpolitik von überregionaler Bedeutung kümmern und gemeinsame Anliegen gegenüber der Bundesregierung vertreten. Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda, der Vorsitzender der Kulturministerkonferenz werden soll, sagte: "Es ist ein richtiger und wichtiger Schritt, dass die Länder die gemeinsame Debatte über die Förderung der Kultur in Deutschland engagiert und vernehmlich führen - untereinander und mit dem Bund und den Kommunen."

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