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Einstand | Beitrag vom 22.03.2021

Debüt-CD der Mezzosopranistin Marie SeidlerSchwanken zwischen Liebe und Schmerz

Im Gespräch mit Marie Seidler

Porträt der Künstlerin in Lederjacke  (Foto: Thomas Simmel )
Studierte an der Royal Academy of Music in London: die Mezzosopranistin Marie Seidler. (Foto: Thomas Simmel )

"Tief von fern" hat Marie Seidler ihr Debüt mit Liedern von Brahms, Webern, Dvořák, Wolf und De Falla genannt. Begleitet von Götz Payer am Klavier, singt sie über Liebe, Eifersucht und andere emotionalen Ausnahmezustände.

"Tief von fern" komponierte Anton Webern im April 1901. In diesem kurzen Lied deutet sich schon an, was später Weberns spezifische Klangsprache, die Reduktion auf das Wesentliche, ausmachen wird. "Tief von fern" wählte die junge Mezzosopranistin Marie Seidler nun auch als Titel für ihr CD-Debüt, dass sie gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Götz Payer aufgenommen hat.

Ein langjähriger Traum erfüllt sich

Das Duo hatte schon länger den Wunsch, ein Liedprogramm aufzunehmen, das menschliche Zerrissenheit und emotionale Gegensätze in allen Facetten einfängt: volksliedhafte Heimwehklänge, Klagelieder, das unerträgliche Schwanken zwischen Liebe und Schmerz, Rausch und Unbeschwertheit. 

Mit Johannes Brahms, Anton Webern, Antonin Dvořák, Hugo Wolf und Manuel De Falla hat das Duo fünf Komponisten ausgewählt, deren Lieder zwischen 1870 und 1915, von der Hoch- und Spätromantik, über die Jahrhundertwende bis zu den Anfängen der Moderne, entstanden sind.

"Das Lied ist meine Leidenschaft"

Die Mezzosopranistin Marie Seidler studierte an der Royal Academy of Music in London und legte anschließend ihr Konzertexamen an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/ M. bei Hedwig Fassbender ab. Sie ist unter anderem Preisträgerin des internationalen Wettbewerbes für Liedkunst der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart und Trägerin des Trude Eipperle Rieger-Preises.

Seidler hat als festes Ensemblemitglied mehrere Spielzeiten im Stadttheater Gießen gesungen, wo sie die Dorabella in "Così fan tutte" und den Cherubino in "Le nozze di Figaro" sang. Gastengagements führten sie auch an das Staatstheater Mainz, das Theater Aachen und in die Oper Frankfurt.

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