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Aktuell / Archiv | Beitrag vom 27.09.2016

#DebateNight im InternetHäme für Donald Trumps Schnief-Konzert

Von Wolfgang Stuflesser

Donald Trump beim ersten TV-Duell gegen Clinton. (dpa / picture alliance / EPA / Joe Raedle)
Probleme mit der Nase? Donald Trump beim ersten TV-Duell gegen Clinton. (dpa / picture alliance / EPA / Joe Raedle)

Das erste TV-Duell im Kampf um die US-Präsidentschaft war noch nicht beendet, da hatte ein User bereits das Twitter-Konto "Trump Sniff" eröffnet, das sich über Trumps häufiges "Schniefen" lustig macht. Auch viele US-Promis twitterten mit.

Es kam, wie es kommen musste: Das TV-Duell zwischen Donald Trump und Hillary Clinton war noch nicht zu Ende, da hatte Trumps offenbar Schnupfen-bedingtes häufiges Schnüffeln schon ein eigenes Twitter-Konto.

Fast schon muskalisch mutet diese Compilation an:

Katy Perry schaltete sich eine guten halbe Stunde nach Beginn des Duells ein und schrieb über Hillary Clinton: "Sie lacht erleichtert, weil sie’s im Griff hat."

Verschiedene Promis kritisierten Trump, weil er Clinton häufig nicht ausreden ließ - Schauspieler Josh Gad schrieb, Trump sei offenbar buchstäblich unfähig, eine Frau reden zu lassen. Und Seth MacFarlane, der Komiker hinter der Serie "Family Guy”, glaubte, er sei in einem Alptraum: Nie im Leben habe er so zusammenhangloses Plappern auf der Bühne eines Präsidentenduells gesehen wie bei Trump an diesem Abend.

Schlechte Noten bekam auch Moderator Lester Holt, der nach Einschätzung der Clinton-Unterstützer unter den Stars zu wenig eingriff: Jemand sollte mal nach ihm schauen, schrieb Chelsea Handler, selbst prominente Moderatorin im US-Fernsehen.

Und Beau Willimon, Schöpfer der Polit-Serie "House of Cards”, verglich den Moderator gar mit einer Topfpflanze.

Dokumentarfilmer Michael Moore hätte sich eine aggressivere Hillary Clinton gewünscht: Sie solle endlich Vollgas geben, schrieb er, als das Duell zu gut zwei Dritteln um war.

Und fügte kurz darauf hinzu: Sie habe sich wohl zu gut vorbereitet, zeige zu viel Klasse.  

Höchst ernüchtert klang sein Tweet nach Ende des Duells: "Es ist vorbei, Trump, der Egoist, der Rassist, der Narziss, der Lügner, hat 'Gewonnen'" - Das "Gewonnen" setzte Moore in Anführungsstrichen. Und schrieb weiter: "Wir alle haben verloren. Seine Umfragewerte werden steigen. Sie hat die Wahrheit gesagt. Was soll’s.”

Trump selbst gab sich nach dem Duell äußerst zufrieden - und fühlte sich durch die Umfragen bestätigt:

Ebenso machte es Clinton, die aber offenbar gerne CNN schaut:

Schon vor Beginn des Duells hatten einige Hollywood-Promis Fotos getwittert, wie sie sich auf auf den abend vorbereiten - Komiker Patton Oswald mit mehreren bereitgestellten Weinflaschen:

Schauspielerin Emily VanCamp mit einem Kuchen, auf dem "Niemals Trump” in Zuckerguss geschrieben war.

Alec Baldwins jüngerer Bruder Stephen ist bekennender Trump-Unterstützer und twitterte ein Foto seines Kandidaten mit den Worten: "Mr. President, Gott ist mit Ihnen!”

(mcz)

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