Seit 20:03 Uhr Konzert
Donnerstag, 22.10.2020
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Thema / Archiv | Beitrag vom 31.07.2013

Datagate

Auf dem Weg zur Überwachungsgesellschaft?

Wie weit geht die Überwachung im Internet? (picture alliance / dpa / Jens Büttner)
Wie weit geht die Überwachung im Internet? (picture alliance / dpa / Jens Büttner)

Das Ausmaß der geheimdienstlichen Überwachungsprogramme, die durch die Snowden-Leaks aufgedeckt wurden, übertrifft selbst die kühnsten Fantasien der Verschwörungstheoretiker.

Die Reaktionen und Diskussionen, die sich anschlossen, spiegeln eine grundlegende Verunsicherung wieder. "Jeder ist verdächtig", "Sie beobachten dich", "Briefgeheimnis und Privatsphäre sind abgeschafft" - solche Behauptungen, bis vor kurzem Paranoikern, Verschwörungstheoretikern und rabiaten Datenschützer zugeschrieben, bekommen beklemmenden Realitätsgehalt.

Bundesweite Demo gegen Spähprogramme (Bild: picture alliance / dpa / Peter Steffen)


Noch immer sind die Debattenbeiträge auch von Gefühlskonfusion geprägt. Etwas wichtiges in unserer Wahrnehmung hat sich verschoben - aber was eigentlich? Dass das Netz nicht nur eines der freien Kommunikation ist, sondern ebenso eines der Erfassung und Überwachung, hat man zwar immer gewusst. Aber dass wirklich der Geheimdienst am Ende der Leitung sitzt und die gesamten Datenströme speichert und analysiert, hat sich so niemand vorstellen können.

Im Radiofeuilleton sprechen wir über Privatheit, Ich-Kontrolle, die Netzgemeinde, Hacker-Kultur und Grundrechte nach den Snowden-Leaks.

Die Gespräche im Überblick:

Thema - Montag, 29. Juli, 11:07 Uhr
Besser gar keine Daten produzieren - Ist ein Ausstieg aus der digitalen Welt die Lösung?
Gespräch mit Rena Tangens, Datenschutz-Aktivistin

Thema - Dienstag, 30. Juli, 9:07 Uhr
Der Mensch in Zeiten seiner digitalen Reproduzierbarkeit
Gespräch mit Dirk Helbing, ETH Zürich (MP3-Audio)

Thema - Mittwoch, 31. Juli, 11:07 Uhr
"Das Internet ist kaputt" - Die Netzgemeinde vor den Scherben des digitalen Traums von der grenzenlosen, herrschaftsfreien Kommunikation
Gespräch mit Johnny Haeusler, Spreeblick-Blogger

Thema - Donnerstag, 1. August, 9:07 Uhr
"Der Krieg ist verloren" - Was nun, da die Erkenntnis über den Überwachungsstaat in der Gesellschaft angekommen ist?
Gespräch mit Frank Rieger, Sprecher Chaos Computer Club

Thema - Freitag, 2. August, 9:07 Uhr
NSA-Spähaffäre "erinnert an kolonialistische Zeiten"
Ex-Verfassungsrichter Wolfgang Hoffmann-Riem warnt vor amerikanischer Hegemonie in der Kommunikationswelt



Mehr auf dradio.de:

Der große, unbekannte Bruder? - Alle werden überwacht, aber keiner hat’s gewusst?
(Breitband vom 27. Juli 2013)

"Eine gigantische Tintenfischblase der Desinformation" - NSA-Abhöraffäre: Künstler fordern von deutscher Regierung Klartext
(Thema 26. Juli 2013)

"Hört auf, uns zu überwachen!" - Bundesweite Anti-Abhör-Proteste
(Aktuell vom 27. Juli 2013)

Thema

Karl der GroßeKunstsinniger Barbar
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Er war einer der Gründungsväter Europas: Karl der Große hat die karolingische Renaissance eingeleitet. Eigentlich sei es ihm aber nur um die Legitimierung seiner Macht gegangen, meint Kunsthistoriker Michael Imhof. Mehr

DDR-GeschichteSieg über den Ort des Grauens
Der ehemalige politische Gefangene Gilbert Furian in einer Gefängniszelle der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus vom Verein Menschenrechtszentrum in Cottbus (Brandenburg). (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Weil er in der DDR Interviews mit Punks publizierte, kam Gilbert Furian in den Cottbuser Knast. In der heutigen Gedenkstätte wird er nun in der Oper "Fidelio" mitsingen - um einen "großen Rucksack Bitterkeit" erleichtert.Mehr

Agenturfotos"Das ist sicher ein Aufbruch"
Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin des US-amerikanischen Internetkonzerns Facebook  (picture alliance / dpa / Foto: Jean-Christophe Bott)

Die Karrierefrau, die am Schreibtisch sitzt, oder das schamlose Zeigen von Terroropfern in Afrika - Sheryl Sandberg von Facebook und Pam Grossman von der Bildagentur Getty Image wollen solchen Klischeefotos etwas entgegensetzen. Sie haben die Datenbank "Lean In Collection" gegründet. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur