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Literatur / Archiv | Beitrag vom 14.06.2005

"Das wilde Herz der Provence"

Die Haute Provence bei Jean Giono und Pierre Magnan

Von Sabine Korsukéwitz

Ein Besucher blättert in einem Buch an einer Bücherwand auf der Buchmesse in Leipzig (AP)
Ein Besucher blättert in einem Buch an einer Bücherwand auf der Buchmesse in Leipzig (AP)

Heute muss man weit laufen, mit dem Auto erreicht man es nicht: das wilde Herz der Provence zwischen Sault, Sisteron und Manosque. Fernab des Meeres und des mondänen Lebens suchte der Schriftsteller Jean Giono die Reste Arkadiens, bevor der Krieg ihn für immer veränderte.

Damals gab es einen Bauernjungen, ebenfalls aus Manosque, dem Giono klassische Musik nahe brachte und den er zum Schreiben ermunterte: Pierre Magnan. Der spezialisierte sich später auf die Dunkelheit der menschlichen Seele, schreibt literarische Kriminalromane, sucht darin den Winter, wenn die Touristen verschwunden sind und das Archaische zurückkehrt. Die Moderne in seine Texte eindringen zu lassen, weigert er sich. In seinen Büchern, so wie in denen Gionos, ist die Provence noch so, wie sie einmal war und wie sie niemals mehr sein wird.

Manuskript: Das wilde Herz der Provence

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