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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.02.2015

Das unmöglich mögliche HausKindertheater auch für Erwachsene

Von Elisabeth Nehring

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Johannes (Johannes Hendrik Langer) und Caroline (Caroline Erdmann) erzählen vom "Ummöglich möglichen Haus" (Parkaue Theater / Christian Brachwitz; Montage: Deutschlandradio)
Johannes (Johannes Hendrik Langer) und Caroline (Caroline Erdmann) erzählen vom "Ummöglich möglichen Haus" (Parkaue Theater / Christian Brachwitz; Montage: Deutschlandradio)

"The impossible possible House" hat die britische Performancegruppe Forced Entertainment bereits in London gezeigt. Aus dem Wechselspiel zwischen Magie und Fantastik sowie Alltags- und Situationskomik entsteht eine schöne Spannung, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen erreicht.

"The impossible possible House" hat die britische Performancegruppe Forced Entertainment bereits in London gezeigt. Die deutsche Fassung des Stückes für Kinder ab acht Jahren hatte am Nachmittag im Theater Parkaue in Berlin Premiere – vor weitaus mehr erwachsenem Theaterpublikum als vor Kindern.

In der Bibliothek eines alten Hauses – jenes Hauses, das unmöglich möglich sein kann – wird ein Buch mit mathematischen Formeln gefunden, ein gekritzeltes kleines Mädchen erwacht zum Leben und verschwindet wieder und vom Keller bis zum Dachboden gibt es allerlei seltsame Begegnungen: Eine Soldatenkompanie probt an einem Tanz, den niemand sehen darf; sprechenden Katzen und Mäuse, wenig angsteinflößende Gespenster und eine kleine Spinne begegnen dem Zuhörer auf dieser Reise in eine fantastische Welt.

Klingende Wasserschalen und raschelnde Papierseiten

Erzählt wird sie von Johannes (Johannes Hendrik Langer) – mitten auf der Bühne und mit Verve, immer wieder unterbrochen von Caroline (Caroline Erdmann), die am Seitentisch eigentlich für die Soundbegleitung zuständig ist, aber immer wieder durch Fragen und Vorschlägen interveniert. Mit klingenden Wassergläsern und raschelnden Papierseiten gibt sie der seltsamen Geschichte akustisches Charisma, während Johannes mit Pappwänden Projektionen der rätselhaften Gestalten und Orte einfängt und zusätzlich für visuelle Stimulierung sorgt.

In der zweiten Person Singular erzählt, spielt sich diese Geschichte ganz in eigenen Kopf ab, aber immer wieder wird die Aufmerksamkeit abgelenkt durch die wiederkehrenden Unterbrechungen des Erzählflusses, die die Interkation der beiden Darsteller in den Vordergrund rückt – ihre Beziehung, ihre kleines neckisches, genervtes, aber auch liebevolles Hin und Her.

Aus dem Wechselspiel zwischen Magie und Fantastik sowie Alltags- und Situationskomik entsteht eine schöne Spannung, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen erreicht und aus diesem Theater der einfachen Mittel eine phantasieanregende und lustige Performance macht, deren Geschichte allerdings – ohne Hintersinn, ohne Botschaft – nur erzählt wird um des Erzählens willens.

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