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Menschen und Landschaften / Archiv | Beitrag vom 18.02.2007

Das Leben ist ein Strand

Karnevalsblues an der Copacabana

Von Matthias Drawe

Die Christus-Statue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro (AP Archiv)
Die Christus-Statue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro (AP Archiv)

Sie nennen ihn "Russo", den Russen, weil er blond ist. Russo ist dünn. Die langen blonden Haare sind strähnig, die Augen hellblau. Seine "Arbeitsuniform" besteht aus Gummilatschen, Bermudashorts und Unterhemd. Russo vermietet Liegestühle und Sonnenschirme an der Copacabana in Rio de Janeiro und verkauft Getränke an seinem Strandzelt.

Während des Karnevals verdient er normalerweise mehr als an gewöhnlichen Tagen. Da schläft er sogar in seinem Zelt. Doch seit fast einer Woche ist schlechtes Wetter. Kein Mensch weit und breit. Eigentlich gehört das Strandzelt Russos Frau Clea. Durch eine Erbschaft hatte sie genug Geld, um die Lizenz zu kaufen. Clea ist Fotografin und verdient sich auf Hochzeiten, Kommunionen und allen Arten von Familienfeiern etwas dazu. Russo war schon Omnibusschaffner, Laufbursche und eine Zeit lang auch Bäcker. Filmemacher möchte er werden und mit Clea irgendwann eine Weltreise machen…

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Ausschnit: Das Leben ist ein Strand

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Manuskript: Das Leben ist ein Strand

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