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Interview / Archiv | Beitrag vom 23.08.2010

"Das hätten wir schon früher haben können"

Vorsitzender des Bundeswehrverbands unterstützt Reformpläne

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Oberst Ulrich Kirsch, Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Oberst Ulrich Kirsch, Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, Oberst Ulrich Kirsch, sieht in den Plänen von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zu einer Verkleinerung der Bundeswehr und der Aussetzung der Wehrpflicht eine "Reparatur, die glücken kann".

"Aber das hätten wir ja schon etwas früher haben können", kritisierte Kirsch. Stattdessen sei erst der im Koalitionsvertrag festgeschriebene Wehrdienst über sechs Monate, der sogenannte "W6", umgesetzt worden. "Nachdem nun alle festgestellt haben, dass es nichts bringt, gehen wir diesen Schritt".

Der jetzt angestrebte Umbau in einen Freiwilligenwehrdienst kann nach Einschätzung Kirschs nur dann gelingen, "wenn denn letztendlich die Attraktivität hoch" sei.

Zu den von Finanzminister Schäuble geforderten Einsparungen in Höhe von 8,3 Milliarden Euro bis 2014 sagte Kirsch, das sei "aus dem System nicht herauszuholen". Die Bundeswehr sei ohnehin permanent unterfinanziert. "Das ist wie mit einem trockenen Schwamm, wenn Sie da draufdrücken, kommt halt nichts mehr raus." Insofern werde der Finanzminister mit einer geringeren Einsparung leben müssen, zeigte sich Kirsch überzeugt.

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