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Aus den Archiven / Archiv | Beitrag vom 26.12.2012

Das grüne Gras der Heimat, Teil 2

Über die heile Welt der Countrysongs. Von Barry Graves. RIAS 1974

Vorgestellt von Margarete Wohlan

Ein Banjospieler (Stock.XCHNG / Andy O'Hara)
Ein Banjospieler (Stock.XCHNG / Andy O'Hara)

Es ist ein breit angelegtes Epos über den Wilden Westen und seine Musik, das Barry Graves in seiner Sendung entwirft.

Ein Epos mit unzähligen Beispielen aus Filmen und Songs, die die amerikanische Geschichte mythologisieren; wo aus miesen Gaunern und hinterhältigen Mördern Ritter der Gesetzlichkeit mit exotischem Ehrenkodex gemacht werden; wo Frauen und Männer in unerfüllter Liebe zueinander schmachten und ein richtiger Mann nur auf sein treues Pferd zählen kann; in denen Freiheit hart erkauft werden und Tapferkeit sich jeden Tag neu bewähren muss.

Wobei nicht immer klar wird, wie der Autor den Untertitel seiner Sendung gemeint hat: Die heile Welt der Countrysongs – ist das eine Frage? Eine Überzeugung? Eine ironische Bemerkung? Barry Graves spielt jedenfalls virtuos mit Assoziationen, Klischees und Legenden, sodass jeder seine Antwort finden kann – oder es einfach dabei belässt, sich von der Countrymusik in eine andere Welt entführen zu lassen.

Während in der ersten Folge eher die Cowboys und ihre Lebenswelt im Mittelpunkt stehen, dreht sich die zweite Folge mehr um Sehnsucht – Fernweh, Heimweh, Liebesweh.

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