Freistil, vom 18.07.2021, 20:05 Uhr

Das Geschäft mit der inneren UnruheDer Achtsamkeitsboom

Das Leben des postglobalen, postfaktischen Ichs befindet sich in der Disbalance - das jedenfalls suggerieren Apps, Seminare und Coachings. Dagegen hilft Meditation, Entspannung, Achtsamkeit. Oder?

Junge Frau versucht in ihrer Wohnung zu meditieren. (Imago/Westend61)
Was ist dran am Achtsamkeitsboom? (Imago/Westend61)

Meditationsmethoden, Achtsamkeitstrainings und Entspannungsverfahren haben eine eigene Bewusstseinsindustrie hervorgebracht. Selbstoptimierung, Resilienz im Berufsleben, bessere Work-Life-Balance heißen die Erfolgsformeln der postmodernen Gesellschaft. Der Zukunftsforscher Matthias Horx spricht davon, dass Achtsamkeit in den nächsten Jahrzehnten in allen Lebensbereichen der Gesellschaft und der Wirtschaft prägend sein wird.

Was passiert, wenn Achtsamkeit in Narzissmus umschlägt? Das könnte tödlich enden, wie es der Krimiautor Karsten Dusse ironisch in seinem Bestseller „Achtsam morden“ beschreibt.

Geht es wirklich darum, gut zu sich zu sein, oder nur darum, der immer größeren Belastungen Herr zu werden, den Stress zu bewältigen, ohne seine Ursachen zu beseitigen? Das jedenfalls kritisieren Soziologen an der neuen Bewegung.

Der Achtsamkeitsboom
Das Geschäft mit der inneren Unruhe
Von Susanne Luerweg und Sabine Oelze

Regie: Uta Reitz
Es sprachen: Sigrid Burkholder, Martin Bross und Moritz Heidelbach
Ton und Technik: Christoph Rieseberg und Hannah Steeger
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2021

Der Achtsamkeitsboom. Das Geschäft mit der inneren Unruhe (PDF)

Der Achtsamkeitsboom. Das Geschäft mit der inneren Unruhe (Textversion)

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