Hörspielmagazin, vom 30.10.2018

Das Frankfurter Label "Gruenrekorder" Die Welt als Klang

Sophie Weste sammelt in der AWD-Arena in Hannover Töne für das «SoundScape» Projekt (Foto vom 27.07.2011). Wie klingt eigentlich Niedersachsen? Rund zwei Wochen waren 18 Studenten im ganzen Bundesland unterwegs und haben mehr als 520 verschiedene Geräusche aufgenommen. (dpa / Caroline Seidel )
Field Recordings: Das können Stadt-Sounds sein, aber auch organische Geräusche aus der Natur, von Tieren und Pflanzen. (dpa / Caroline Seidel )

Wir hören zu bei "Gruenrekorder", einem Label für Field Recordings, Soundscapes und Sound Art. Als Field Recordings bezeichnet man ganz schlicht Aufnahmen von Natur- und Umgebungsgeräuschen. 

"Gruenrekorder" demonstriert, dass Feldaufnahmen nicht nur interessante Sounds dokumentieren, sondern auch philosophische und ökologische Fragestellungen thematisieren können.

In einer Auflage zwischen 300 und 1000 Stück veröffentlicht das in Frankfurt beheimatete Label, das Lasse-Marc Riek seit 2003 zusammen mit Roland Etzin betreibt, Sounds aus unterschiedlichen akustischen Kontexten.

Field Recordings öffnen für die beiden Labelmacher Portale in fremde Dimensionen. Sie verstehen Feldaufnahmen als akustische Reiseführer, die es ermöglichen, unbekannte Territorien zu erkunden, ohne selbst da gewesen zu sein.

Unhörbares hörbar machen – das ist das Motto der auf "Gruenrekorder" dokumentierten Klangforschung, die immer wieder die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft überschreitet.