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Einstand | Beitrag vom 21.06.2019

Das erste Orchesteralbum von Anastasia KobekinaCellomusik aus der russischen Heimat

Moderation: Carola Malter

Die Musikerin sitzt ganz in Rot auf einem weißen Boden, ihren Bogen quer über die Knie gelegt. (Anastasia Kobekina / Dmitry Kamanin)
Erfolgreiche Musikerin: Die Cellistin Anastasia Kobekina startet gerade auf allen Kontinenten durch. (Anastasia Kobekina / Dmitry Kamanin)

Virtuosität ist nicht alles. Die russische Cellistin Anastasia Kobekina interessiert die musikalische Tiefe. Mit dem Preis des Schweizer Festivals "Sommets Musicaux de Gstaat" erhielt sie die Möglichkeit, eine CD aufzunehmen.

Anastasia Kobekina wurde 1994 in Jekaterinburg geboren. In ihrer Familie gibt es viele Musiker und so war es keine Frage, dass auch sie ein Instrument erlernen würde.

Mit vier spielt Anastasia Cello und mit zwölf tritt sie die weite Reise an, um in Moskau am legendären Moskauer Konservatorium Unterricht zu erhalten. Ihre Reise gen Westen führt sie bald weiter zu Jens-Peter Maintz an die Universität der Künste Berlin und an die Kronberg Academy.

Große Produktion gewonnen

Anastasia Kobekina gewinnt Preise bei internationalen Wettbewerben und sie spielt mit namhaften Orchestern. Doch es ist vor allem die Kammermusik, die die junge Cellistin interessiert. Nach einer Einladung ins Berner Oberland zum Festival "Sommets Musicaux de Gstaad" erhält sie den "Prix Terry Scherz" und damit die Möglichkeit einer eignen CD-Aufnahme. 

Die Cellistin schaut durch weiße Regalbauten. (Anastasia Kobekina / Evgeny Evtyukhov)Die musikalische Familie bot eine perfekte Umgebung für die Cellistin Anastasia Kobekina. (Anastasia Kobekina / Evgeny Evtyukhov)

Neben Dmitri Schostakowitsch und einem Stück ihres Vaters Vladimir Kobekin spielt sie auf dieser CD mit dem Berner Symphonieorchester unter der Leitung von Kevin John Edusei auch ein Stück von Mieczyslaw Weinberg. Ein mutiges Programm für eine junge Künstlerin.

Emotionaler Tiefgang gesucht

Weinberg ist einer der wichtigsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Seine "Fantasie op. 52" entstand Anfang der 1950er-Jahre, in einer schwierigen Lebensphase des Komponisten. Dieses Werk ist für Cellisten keine virtuose Herausforderung, wohl aber eine, die eine große emotionale Tiefe und ein Verständnis bis in die letzte Note erfordert. Die Cellistin Anastasia Kobekina spielt das Stück ihres Landsmanns überzeugend und packend.   

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