Feature, vom 31.10.2018

Das Diktat der HormoneDas Menopausending

Auf einem blauen Tuch liegen auf weißen Tüchern eine Botox-Ampulle und eine Spritze parat. (AFP)
Anti-Aging mit Botox (AFP)

Die Menopause ist Gegenstand der neoliberalen Selbstoptimierung geworden. Durch den medizinischen Diskurs geistert sie als Risiko, das die Frau managen soll. Die Menopause ist auch Objekt von Anti-Aging und Lifestyling mit Botox, Kunstbrüsten, Mösendesign. Und sie beschäftigt die Gesundheitsindustrie mit Hormonpräparaten und Gebärmutterentfernungen. Von der Menopause zu sprechen, öffnet ein weites Feld und rückt die kapitalismus- und sprachkritischen Wurzeln des feministischen Projekts wieder in den Blick.

Das Menopausending
Und: Ist das alles?
Von Barbara Eisenmann
Regie: die Autorin
Mit: Marina Behnke, Inga Busch, Bernhard Schütz, Eva Brunner, Simone Kabst und Sesede Terziyan
Ton: Frieder Butzmann
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
Länge: 53'57
Eine Wiederholung vom 23.08.2014

Barbara Eisenmann, geboren 1960, studierte Hispanistik und Germanistik, lebt als Radioautorin und Regisseurin in Berlin. Für Deutschlandradio u.a.: ‚Das Syndikat der migrantischen Straßenhändler’ (Dlf/SWR 2017) und ‚Simpel. Transparent. Standardisiert’ (SWR/Dlf 2017).