Seit 15:05 Uhr Interpretationen

Sonntag, 20.10.2019
 
Seit 15:05 Uhr Interpretationen

Lesart | Beitrag vom 05.06.2019

Das Buch meines LebensFjodor Dostojewski: "Aufzeichnungen aus einem Kellerloch"

Von Marlene Stark

Beitrag hören Podcast abonnieren
Marlene Stark schaut ernst in die Kamera. Im Hintergrund sind aufgeschlagene Buchseiten in der Nahaufnahme. (Julien Menand)
"Lebensentscheidend" sei Dostojewskis Roman "Aufzeichnungen aus einem Kellerloch" für sie gewesen, meint Marlene Stark. (Julien Menand)

Für die Autorin Marlene Stark ("M") hat Dostojewskis Roman "Aufzeichnungen aus einem Kellerloch" eine besondere persönliche Note. Das Buch war ein Geschenk an sie und sorgte für ihren Umzug aus Karlsruhe "in das düstere Berlin".

Ich habe mit Anna Gien zusammen den Roman "M" geschrieben und stelle heute meinen Roman meines Lebens vor, den wahrscheinlich viele von euch kennen und hoffentlich auch gelesen haben. Es handelt sich um die "Aufzeichnungen aus einem Kellerloch" von Dostojewski.

Ich habe den Roman damals von einer Affäre geschenkt bekommen, einem dicken älteren polnischen Künstler und Maler namens Grzegorz. In meiner Ausgabe habe ich noch seine Telefonnummer drin stehen, vielleicht ist es noch dieselbe?

Der Roman ist für mich so wichtig und auf jeden Fall lebensentscheidend, weil er mich mit 21 dazu bewegt hat, aus dem sonnigen Karlsruhe in das düstere Berlin zu ziehen. Ich glaube, dass es auf jeden Fall ein Roman ist, den jeder gelesen haben sollte.

Fjodor Dostojewski: "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch". Roman
Aus dem Russischen von Swetlana Geier
S. Fischer Verlag, 160 Seiten, 11 Euro (Taschenbuch)

Lesart

KlimadebatteWas taugt Empörung als politische Triebkraft?
Eine junge Frau mit einem offenen Mund steht inmitten des Demonstrationszuges der fridays for future, einen Flyer auf ihrer Stirn klebend. Die Wörter könnte, hätte, wollte stehen durchgestrichen darauf und das Wort machen mit einem Ausrufezeichen dahinter. (imago images/ ZUMA Press/ Sachelle Babbar)

"Verzicht wird die Welt nicht retten", sagt der Politikwissenschaftler Nils Heisterhagen und warnt vor zu viel ökologischem Furor. Die Autorin Mareike Nieberding hingegen sieht in den Klimaprotesten der Jugend eine große Chance für die Demokratie.Mehr

weitere Beiträge

Buchkritik

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur