Das Blaue Sofa 

Gespräche von der BuchmesseUnsere Sofa-Nachlese à la carte

Das 1862 entstandene Gemälde "The Travelling Companions" von Augustus Leopold Egg zeigt zwei reisende Frauen, die eine schlafend und die andere lesend. (Unsplash/  Birmingham Museums Trust)

Viele Stunden haben wir auf dem Blauen Sofa bei der Frankfurter Buchmesse über neue Bücher gesprochen – mit Romanciers, Lyrikerinnen, Musikern, Politologinnen, Historikern und Reporterinnen. Hier können Sie die Interviews nachhören.

Volker Weidermann: "Brennendes Licht"Die bewegende Fluchtgeschichte der Anna Seghers

Volker Weidemann lehnt sich entspannt über ein rotes Geländer. (laif/Opale/Leemage/ Basso Cannarsa)

In Mexiko-Stadt treffen sich Anfang der 40er-Jahre viele Exilanten aus aller Welt. Auch der Schriftstellerin Anna Seghers gelingt die Flucht dorthin. Es werden entscheidende Jahre für sie, von denen Volker Weidermanns Buch "Brennendes Licht" erzählt.

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Linus Giese: "Ich bin Linus"Schweigen ist keine Option

Im ZDF war Linus Giese zu Gast auf dem Blauen Sofa.   (ZDF (Screenshot))

Als Autor und Netzaktivist kämpft Linus Giese für die Rechte von Trans-Personen. Wie er selbst dazu kam, sich zu outen und endlich aussprechen zu können: "Ich bin Linus" – davon berichtet er in seinem Buch.

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Nell Zink: "Das Hohe Lied"Schonungsloses Porträt der US-Gesellschaft

Bücherherbst 2020 von Deutschlandfunk Kultur: Nell Zink liest aus ihrem Buch "Das hohe Lied", Aufzeichnung der Sendung in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin (Deutschlandradio / Christian Kruppa)

Punkmusik, Hipsterszene, 9/11 und Donald Trump: Nell Zinks Roman "Das Hohe Lied" führt durch mehr als 30 Jahre US-amerikanischer Gesellschaftsgeschichte. Die in Deutschland lebende Autorin nimmt sie distanziert und ironisch ins Visier.

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Eva von Redecker: "Revolution für das Leben"Gegen die Logik der Zerstörung

Die Philosophin Eva von Redecker liest und diskutiert auf der 6. phil.cologne Festival.  (dpa/ Horst Galuschka)

Teilen statt ausbeuten, pflegen statt beherrschen: Die Philosophin Eva von Redecker sieht in den neuen Protestbewegungen vor allem Bewegungen für das Leben. Letzten Endes geht es dabei um den Kapitalismus, dessen Logik das Ökosystem zerstöre.

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Florian Huber: "Rache der Verlierer"Die Ursprünge des Rechtsterrorismus

Eine Gruppe Männer in einem Wagen mit Totenkopf Symbol fahren als Freikorps auf den Straßen in Berlin in den 1920er Jahren.   (imago-images)

Junge Männer, die "Verlierer" sind: Aus diesem Reservoir schöpft der Rechtsterrorismus heute wie vor hundert Jahren. Denn bereits vor Hitler nahmen politische Morde von rechts ihren Anfang, wie Florian Hubers Buch "Rache der Verlierer" zeigt.

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Frank Uekötter: "Im Strudel"Ein anderer Blick auf Umwelt und Politik

Einblick in die Bodenformationen durch den Abbau an der Goldmine Super Pit in Australien.  (laif/ LEA/ Emile Luider )

Frank Uekötter will mit seiner Umweltgeschichte „Im Strudel“ vermeintliche Gewissheiten aufbrechen. „Wenn wir aus der Vergangenheit etwas lernen müssen, dann vor allen Dingen, wie unterschiedlich Zugänge zu Umweltproblemen sind“, sagt der Historiker.

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Holger Noltze: "World Wide Wunderkammer"Wie das Internet die analoge Kunst und Kultur verändert

Der Moderator Holger Noltze im Porträt beim Westdeutschen Rundfunk (2009).  (dpa/ Horst Galuschka)

Theater, Opern, Konzerthäuser: Die Zauberorte der analogen Kultur könnten sich digitalen Wunderkammern öffnen. Um die Möglichkeiten des Internets zu nutzen, braucht es kluge Erlösmodelle, Fantasie und Experimentierbereitschaft, findet Holger Noltze.

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Campino: "Hope Street"Singen im Stadion ist wie Singen in der Kirche

Campino auf einer Filmpremiere in Wien  2019.   (dpa/ Toppress/ Karl Schöndorfer)

In einem autobiografischen Buch berichtet Campino, wie er "einmal englischer Meister wurde". Damit ist sein Lieblingsverein FC Liverpool gemeint. Erzählt wird auch, wie und warum der Sänger der Band "Die Toten Hosen" britischer Staatsbürger wurde.

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Wolfgang Ullrich: "Feindbild werden"Den Ost-West-Konflikt in der Kunst verstehen

Philosoph und Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich beim 4. phil.COLOGNE am 22.05.2016 in Köln. (dpa / Horst Galuschka)

Das Verhältnis zwischen Künstler und Kritiker untersucht der Kunstwissenschaftler und Journalist Wolfgang Ullrich in "Feindbild werden". Als der Maler Neo Rauch ihm in polemischer Absicht ein Bild widmete, gab es darüber eine Feuilleton-Debatte.

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Michael Kleeberg: "Glücksritter"Halb Don Quijote, halb Parzival

Ein Porträt von Michael Kleeberg. (2014) (dpa-Zentralbild/ Arno Burgi)

Eine "Recherche" über seinen Vater nennt Michael Kleeberg sein neues Buch. Es geht um einen Mann, der nach einer Kindheit unter den Nationalsozialisten allen engen Bindungen entkommen und das Glück wie ein Ritter jagen wollte – in einem Abenteuerleben.

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Zora del Buono: "Die Marschallin"Eine Frau, die die Welt gestalten will

Porträt von Zora del Buono, Autorin und Schriftstellerin. (laif/ SZ Photo/ Anna Weise)

Zora del Buono erzählt in "Die Marschallin" von einer großbürgerlichen, kommunistischen Arztgattin in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Italien. Es ist die Geschichte einer Frau, die ihren Wunsch nach Macht nur in ihrer Familie verwirklichen kann.

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Bernhard Schlink: "Abschiedsfarben"Von Fehltritten und Einschnitten

Portrait von Bernhard Schlink vor einem blauem Hintergrund (laif / Francesca Mantovani)

Neun Geschichten legt Bernhard Schlink mit "Abschiedsfarben" vor. Es geht um Rückblicke, Befreiung und dramatische Wendepunkte. "Wenn das Leben seinen ruhigen Fluss nimmt – darüber muss man nicht schreiben", sagt der Bestseller-Autor.

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Norbert Lammert (Hg.): "Christlich-Demokratische Union"Viele Perspektiven auf 75 Jahre CDU

Norbert Lammert (CDU), Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung (picture alliance / dpa / Christoph Soeder)

Zahlreiche Aspekte zur Partei- und deutschen Geschichte präsentiert das Buch "Christlich-Demokratische Union", das Norbert Lammert herausgegeben hat. Es behandelt auch aktuelle Fragen, wie Folgen der Corona-Pandemie für die Akzeptanz der Demokratie.

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Mareike Ohlberg: "Die lautlose Eroberung"Ein immer repressiveres Regime

Die Autorin Mareike Ohlberg sitzt vor einem blauen Hintergrund und lächelt in die Kamera (Hardie Grant)

Die Sinologin Mareike Ohlberg warnt vor China: Die herrschende KP wolle die Weltordnung zu ihren Gunsten mitbestimmen und für autokratische Regierungen sicherer machen. Das wirke sich auf das Recht eines jeden Menschen aus, frei sprechen zu können.

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Sandra Gugić: "Zorn und Stille"Das Integrationsparadox als Roman

Sandra Gugic beim Debütantensalon auf dem READ! BERLIN Literatur Festival in der Neuen Odessa Bar. Berlin. (2015) (Geisler-Fotopress)

Eine serbische Migrantenfamilie in Wien: Während die Eltern sich abrackern, um das Überleben der Familie zu sichern, stellt Tochter Billy vieles infrage, wofür Vater und Mutter stehen.

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Karin Wieland et al.: "Aufprall"Freiräume für ein alternatives Leben

Wandmalereien und kämpferische Slogans an einem besetzten Haus in Berlin 1981 (picture-alliance / dpa)

Ein wildes Leben ohne Kompromisse: "Aufprall" schildert das Leben in der Berliner Hausbesetzerszene der 1980er, bis zu deren Scheitern infolge des Mauerfalls. Ein Roman, der eine wahre Geschichte erzählt: "Die Fakten stimmen", sagt Co-Autorin Karin Wieland.

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Zsuzsa Bánk: "Sterben im Sommer"Die universelle Wucht des Schmerzes

Zsusza Bánk sitzt am Tisch, einen Arm aufgestützt und schaut fröhlich in die Kamera (laif / Gaby Gerster)

2018 fuhr die Schriftstellerin Zsuzsa Bánk mit ihrem Vater an den Balaton, um ihm noch einen "Ungarn-Sommer" zu ermöglichen. Sein Tod und das erste Jahr ihres Abschieds ist Thema von "Sterben im Sommer", einer Mischung aus Trauertagebuch und Journal.

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Wolfram Eilenberger: "Feuer der Freiheit"Philosophie verkörpern, nicht nur verkünden

Wolfram Eilenberger (picture alliance / Geisler-Fotopress / Christoph Hardt)

Die vier brillanten Denkerinnen, die Wolfram Eilenberger in dem Buch "Feuer der Freiheit" porträtiert, sind Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand. Alle mussten in den 30er-Jahren unter dem Druck der Kollektive ihren Weg finden.

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Nico Bleutge: "Drei Fliegen. Über Gedichte"Filigrane Flügel und wendige Bewegungen

Nico Bleutge vor Bäumen und schaut freundlich in die Kamera (laif /  Annette Schreyer)

In seinem ungewöhnlichen Essay "Drei Fliegen" erzählt Nico Bleutge sehr persönlich, wie er zum Schreiben von Gedichten kam und immer noch kommt. Man staunt, wie viele Fliegen der Dichter angeschaut und auch bei anderen Schriftstellern erlesen hat.

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Richard David Precht: "Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens"Warnung vor dem transhumanistischen Zeitalter

Richard David Precht schaut freundlich in die Kamera (laif /  Thomas Kost)

Manche Technikgläubige schwärmen vom Eintritt in eine Epoche, in der Menschen mit Maschinen verschmelzen. Der Philosoph Richard David Precht ist nicht gegen künstliche Intelligenz, hält aber diese Vision für "eine Richtung, die niemand unterschreibt".

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Max Czollek: "Gegenwartsbewältigung"Radikale Vielfalt gegen völkisches Denken

Max Czollek steht vor einem geöffneten Fenster und schaut in die Kamera (laif / Amin Akhtar)

Die Geister der Vergangenheit seien zurückgekehrt, meint der Publizist Max Czollek. In dem Buch "Gegenwartsbewältigung" legt er dar, dass die Konzepte der neuen und alten Rechten nicht zur gesellschaftlichen Realität in Deutschland passten.

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Anna Mayr: "Die Elenden"Arbeitslose – verachtet und gebraucht

Die Autorin Anna Mayr steht vor einer Wand und schaut ernst in die Kamera (Anna Tiessen)

In ihrem Buch "Die Elenden" beschreibt Anna Mayr eine Gesellschaft, in der der Wert des Einzelnen vor allem über seine Arbeit definiert wird. Und in der Arbeitslose trotzdem eine wichtige Funktion erfüllen.

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Mely Kiyak über "Frausein"Wie funktioniert die Frauwerdung?

Mely Kiyak steht in einem Feld und schaut freundlich in die Kamera (Jacqueline Illemann)

Literatur, Sex und Widerstand: In "Frausein" will Mely Kiyak erkunden, was es bedeutet, in dieser Gesellschaft eine Frau zu sein. Dem westlichen Kontext und Diskurs stellt sie "das sinnliche Erzählen über Sexualität, Lust und Begehren" entgegen.

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