Seit 04:05 Uhr Tonart

Sonntag, 18.08.2019
 
Seit 04:05 Uhr Tonart

Das Blaue Sofa / Archiv | Beitrag vom 28.09.2017

Das blaue Sofa in BerlinZwei Goncourt-Preisträgerinnen und ein Erinnerungsbuch

Gäste: Marie NDiaye, Gaël Faye und Leïla Slimani

Logo "Das blaue Sofa"  (Deutschlandradio / Bildschön / Matthias Wuttig)
Logo "Das blaue Sofa" (Deutschlandradio / Bildschön / Matthias Wuttig)

Von den rund 160 Autorinnen und Autoren, die zur Frankfurter Buchmesse eingeladen sind, nehmen zahlreiche auch auf dem blauen Sofa Platz. Den Auftakt in Berlin machen zwei preisgekrönte Autorinnen und ein Schriftsteller, der auf seine Jahre in Burundi blickt.

Die Literatur in französischer Sprache ist Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse 2017. Man kann Frankreich in seiner literarischen Vielgestalt, in seiner kulturellen, thematischen und stilistischen Diversität dank der unzähligen Übersetzungen dieses Jahres erneut vermessen - und dabei eine Literaturlandschaft entdecken, die uns unterhält und provoziert, die im Roman Fragen nach dem "Wir", nach dem Zusammenhalt der Gesellschaft stellt, nach prekären Verhältnissen, nach Gewalt und nach dem Kern eines Individuums.

Von den rund 160 Autorinnen und Autoren, die nach Frankfurt eingeladen sind, erwarten wir etliche zu Gast auf dem blauen Sofa, dem gemeinsamen Autorenforum von Bertelsmann, dem ZDF und Deutschlandfunk Kultur. Nach den zahlreichen Literaturnobelpreisträgern, die dort in der Vergangenheit schon Platz genommen haben, machen zwei Goncourt-Preisträgerinnen den Auftakt:

Leïla Slimani, die 2016 für ihren zweiten Roman "Dann schlaf auch du" ("Chanson Douce") ausgezeichnet wurde. Die ehemalige Journalistin mit französisch-marokkanischem Hintergrund hat das Unfassbare in den sicheren Hort einer Kleinfamilie verlegt.

Marie NDiaye hat mehr als 20 Romane geschrieben und ist mit Theaterstücken und Hörspielen obendrein eine der produktivsten Schriftstellerinnen des Hexagons. 2009 erhielt "Drei starke Frauen" ("Trois femmes puissantes") den Goncourt-Preis. Ihr neues Buch heißt "Die Chefin. Roman einer Köchin".

Gaël Faye blickt zurück auf glückliche Tage damals in Burundi, wo der Autor geboren ist und gelebt hat, als ganz allmählich das Selbstverständliche verstörende Züge annimmt. Vor dem Bürgerkrieg Hutu gegen Tutsi. "Kleines Land" ("Petit pays") heißt dieses Erinnerungsbuch.

Außerdem mit auf dem blauen Sofa: Paul de Sinety (Organisator von "Francfort en français") und Jürgen Boos (Direktor Buchmesse Frankfurt).

Am Mikrofon: Barbara Wahlster und Dirk Fuhrig aus der "Lesart"-Redaktion.

Dolmetscherinnen: Lilian-Astrid Geese und Kerstin Krolak

Lesart

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur