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Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 22.04.2009

Darwin, Videos und virtuelle Schnitzeljagd

Surftipps im April

Von Jörg Schieb

Ein Netzwerkhub mit vier eingesteckten LAN-Kabeln (Stock.XCHNG / Vangelis Thomaidis)
Ein Netzwerkhub mit vier eingesteckten LAN-Kabeln (Stock.XCHNG / Vangelis Thomaidis)

Auch im Internet wird das Darwin-Jahr gefeiert. Und die Seite "darwinrocks.de" will vor allem Jugendliche für die Evolutionstheorien begeistern. Beim Portal Videoload lassen sich ganz legal kostenlos Filme herunterladen. Und Placespotting ist ein Online-Rätsel mit Satellitenbildern.

www.darwinrocks.de

Das Jahr 2009 ist Darwin-Jahr – und das wird auch im Web begangen. Zum Beispiel unter www.darwinrocks.de. Wer hier zum ersten Mal landet, dürfte erstaunt sein. Statt staubtrockener, wissenschaftlicher Hintergründe gibt es eine schicke, moderne Webseite – und ein Video als Begrüßung.

Ausgedacht, entwickelt und ins Netz gestellt hat die Webseite die Universität Tübingen. Ziel des Projekts: Jugendlichen Charles Darwin und seine Lehren schmackhaft zu machen. Das gelingt hervorragend, denn die Webseite macht neugierig aufs Thema.

Ein echter Leckerbissen ist das Computerspiel zum Herunterladen – und da wird es wirklich richtig spannend. Denn bei diesem Computerspiel werden Musik und Evolution unter einen Hut gebracht.

Der Spieler startet mit einigen Tonschnipseln, einer Population an Musikstücken. So etwas wie die musikalische Ursuppe. Der Spieler hört sich die kleinen Stücke an und bewertet sie.

Man nimmt quasi die Rolle der Umwelt ein, entscheidet, wer weiter kommt und wer nicht. So entstehen auf Knopfdruck neue Generationen. Die Musik verändert sich: Man kann die Verwandtschaft hören, aber auch das, was jeweils neu ist.

Durch Verpaarung entstehen neue Musikschnipsel, die dann wiederum an die beiden "Eltern" erinnern. Das ist sehr interessant anzuhören, macht Spaß – und regt definitiv zum Nachdenken an, was Evolution eigentlich bedeutet.
Darwinrocks.de: Definitiv einen Besuch wert.

http://free.videoload.de

Lust auf einen schönen Filmklassiker – aber keine DVD mehr zu Hause, die nicht mindestens schon drei Mal angeschaut wurde? Macht nichts, denn mittlerweile gibt es einige Anbieter im Netz, die Filme in kompletter Länge zeigen, teilweise sogar kostenlos.

T-Online zum Beispiel betreibt ein eigenes Videoportal. Videoload heißt das, eine Art Online-Videothek, wo man aus mehreren Hundert Titeln auswählen kann.

Normalerweise kostenpflichtig. Doch unter free.videoload.de kann man sich rund 100 Filme kostenlos anschauen, darüber hinaus einige Serien, Musikclips und Sportfilme. Aktuelle Blockbuster, also angesagte Filme, sind nicht darunter. Die meisten Gratisfilme sind eher unbekannt und schon etwas betagt. Das ein oder andere Juwel ist aber trotzdem darunter, etwa das Sozialdrama "Mansfield Park" aus dem Jahr 1999.

Positiv: Die Filme selbst werden nicht durch Werbung unterbrochen wie bei anderen Anbietern. Dafür lässt sich der Film aber auch nicht im Vollbild anschauen, die Werbung am Seitenrand bleibt so immer sichtbar.

Man kann die Filme derzeit nur mit Internet Explorer oder Firefox mit installierter Erweiterung anschauen, dafür aber gratis und auch in vergleichsweise guter Bildqualität.

Experten sind sich einig: Früher oder später werden zumindest ältere Filme nur noch online und kostenlos zu sehen sein. Free.videoload.de markiert so gesehen den Anfang des Trends. Interessant.

www.placespotting.com

Die meisten kennen Google Earth und Google Maps als praktische Online-Werkzeuge um Reisen zu planen oder die Welt zu erkunden. Sind sie auch. Man kann aber noch viel mehr damit anstellen, das zeigen viele sogenannten Mashups, also Anwendungen im Internet, die auf das kostenlos von Google zur Verfügung gestellte Kartenmaterial zugreifen und etwas anderes damit anstellen.

www.placespotting.com ist ein schönes Beispiel dafür. Placespotting ist ein Online-Rätsel. Ein Online-Rätsel mit Satellitenbildern. Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Die Webseite zeigt ein Satellitenfoto, etwa von einem großen Gebäude, von einer Insel, von einem Landstrich oder Fluss, gibt ein paar Hinweise – und dann muss man auf der Onlinekarte von Google genau diesen Fleck finden.

Die Gefängnisinsel Alcatraz vor San Francisco. Die kennt man, findet man auch schnell. Der Rio Grande … wo fließt der noch mal? Der Eiffelturm von oben. Das Outback in Australien. Ein schottisches Schloss. Das Bundeskanzleramt in Berlin.

Diese Form von Schnitzeljagd macht richtig Spaß. Denn man muss auf der Karte den passenden Ausschnitt suchen, schaltet immer zwischen Karten- und Satellitenansicht hin und her – und kann nie sicher sein, dass man mit seiner Vermutung überhaupt richtig liegt.

Natürlich kann hier auch jeder selbst Orte in die Datenbank stellen, die andere finden sollen. Ein hübscher Zeitvertreib – und die Welt lernt man so auch noch gleich kennen.

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