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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 13.03.2020

CoronavirusWenn Schulen und Kitas schließen

Tobias Krone im Gespräch mit Heidrun Wimmersberg

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Ein leeres Klassenzimmer in einer Schule im bayerischen Straubing der Papst Benedikt Schule.  (picture alliance / dpa /Armin Weigel)
Ab Montag werden alle Klassenzimmer in Bayern leer sein. (picture alliance / dpa /Armin Weigel)

In Bayern sind ab Montag alle Schulen und Kindergärten zu. Viele Eltern müssen dann die Betreuung ihrer Kinder und den Job miteinander vereinbaren. Immer mehr Bundesländer ziehen nach.

Wegen des Coronavirus wird das öffentliche Leben in Deutschland immer weiter eingeschränkt. Bayern hat am heutigen Freitag entschieden, Schulen und Kindergärten vorerst zu schließen. Ab Montag sind die Einrichtungen vorsorglich bis 19. April geschlossen - um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

"Diese fünf Wochen können nach Ansicht von Virologen entscheidend sein", sagt Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Zuvor hatte bereits das Saarland die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten für Montag angekündigt. Inzwischen ziehen immer mehr Bundesländer nach, darunter Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

In Bayern sollen ab Montag die Eltern - zumindest ein Elternteil - auf ihre Kinder aufpassen, erklärt unser Bayern-Korrespondent Tobias Krone. Das gelte bis zur 7. Klassenstufe. Eine Ausnahme gelte für Kinder, bei denen beide Elternteile im Gesundheits- oder im Sicherheitswesen arbeiten. "Für die gibt es dann eine Notbetreuung an Schulen und Kitas."

Appell der Landesregierung an die Unternehmen

Die übrigen Eltern sollten versuchen, Kinderbetreuung und Arbeit über Homeoffice, Urlaub nehmen oder Überstunden abbummeln unter einen Hut zu bekommen, so die bayerische Staatsregierung. Sie appelliert auch an Unternehmen, flexibel zu sein und Lohnfortzahlungen zu gewähren.

Angesichts des ohnehin chronischen Personalmangels im Kitabereich ist es eine Herausforderung, die Kräfte für die Notbetreuung zu organisieren. Es gebe keine Blaupause für so einen Fall, sagt Söder. Deshalb werde es in den ersten Tagen erst mal "ruckeln".

Der bayerische Ministerpräsident habe dringend darum gebeten, wegen der besonderen Gefährdungslage nicht Oma und Opa für die Kinderbetreuung einzuspannen, berichtet Krone.

Krankenhäuser: ein Besucher pro Tag und Patient

Der bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband unterstützt Söders Entscheidung klar: Gesundheit gehe vor, heißt es. Auch in in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern wird das Besuchsrecht eingeschränkt. Laut der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) darf pro Tag und pro Patient ein Besucher kommen. Auch da solle es aber Ausnahmen geben. Etwa, wenn jemand im Sterben liege oder wenn es sich um Kinder handle.

(abr)

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