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Kulturnachrichten

Samstag, 31. Juli 2021

Corona-Verordnung erleichtert Einreise für Künstler

Die neue, von Sonntag an geltende Corona-Einreiseverordnung soll nach Darstellung des Deutschen Kulturrates Verbesserungen für Künstlerinnen und Künstler mit sich bringen. Laut Verordnung werde die Einreise aus Hochrisikogebieten erleichtert. Dafür sei eine Ausnahme von der Quarantäne festgelegt worden. Sie gelte für nicht vollständig geimpfte Personen, die zur künstlerischen Berufsausübung auf der Grundlage vertraglicher Verpflichtungen an künstlerischen oder kulturellen Produktions- oder Präsentationsprozessen teilnehmen, heißt es. Die Regelung sei längst überfällig gewesen, sagte der Geschäftsführer des Kulturrates, Zimmermann. Der internationale Austausch sei essenziell für das kulturelle Leben. Die Veränderung der Einreiseverordnung sei eine wichtige Maßnahme, um den internationalen Kulturaustausch wieder zu beleben.

Die TV-Kommissarin Ingrid Fröhlich ist tot

Die Schauspielerin Ingrid Fröhlich ist tot. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich dabei auf eine Mitteilung der Familie. Fröhlich wurde 81 Jahre alt und hatte ihre Karriere beim Volkstheater in Wien begonnen. In den 1970er Jahren war sie mehreren Fernsehproduktionen zu sehen, darunter die beliebte ZDF-Reihe "Drei sind einer zuviel". Ein Stück Fernsehgeschichte schrieb Fröhlich, als sie am 2. Januar 1978 in der ZDF-Krimi-Serie "SOKO 5113" als Renate Burger auftrat. Sie war damit die erste TV-Kommissarin im westdeutschen Fernsehen.

Zouk-Pionier Desvarieux mit 65 Jahren gestorben

Jacob Desvarieux, einer der Pioniere der karibischen Zouk-Musik, ist tot. Nach Angaben örtlicher Medien starb der Mitbegründer der Band Kassav' am Freitag in einem Krankenhaus des französischen Übersee-Département Guadeloupe. Er wurde 65 Jahre alt. Der Sänger und Gitarrist, der traditionelle Musikstile aus der Karibik kombinierte, war besonders in Frankreich und Afrika ein Star. Der französische Präsident Emmanuel Macron würdigte Desvarieux als "Giganten der Zouk-Musik" und als "unvergleichlichen Gitarristen". Der senegalesische Musikstar Youssou N'Dour twitterte: "Die Westindischen Inseln, Afrika und die Musik haben gerade einen ihrer größten Botschafter verloren." Desvarieux entwickelte gemeinsam mit den Kassav'-Gründern Pierre-Edouard Decimus und Freddy Marshall den Zouk, mit dem die Band in den 80er Jahren zu Weltruhm gelangte.

Welterbekomitee tagt 2022 in Russland

Die nächste Sitzung des Unesco-Welterbekomitees findet im Sommer 2022 in Russland statt. In Kasan solle dann unter anderem über die Welterbe-Nominierung der Alten Synagoge und Mikwe in Erfurt entschieden werden, teilte die deutsche Unesco-Kommission zum Abschluss der 44. Tagung des Welterbekomitees mit, die im chinesischen Fuzhou zu Ende ging. Das Welterbekomitee hat dieses Jahr 34 Stätten auf vier Kontinenten zum Erbe der Menschheit erklärt. Darunter waren auch fünf Bewerbungen aus Deutschland oder mit deutscher Beteiligung: die Kurstädte Bad Ems, Baden-Baden und Bad Kissingen, der Niedergermanische Limes, die Mathildenhöhe Darmstadt, jüdische Stätten in Speyer, Worms und Mainz sowie der Donaulimes. Weltweit stieg durch die neuen Einschreibungen die Zahl der Unesco-Welterbestätten auf 1154.

Gerard Butler verklagt Hollywood-Produzenten

Der britische Schauspieler Gerard Butler hat die Produzenten des Films "Olympus has Fallen - Die Welt in Gefahr" wegen Vertragsbruchs und Betrugs verklagt. Medienberichten zufolge reichte er die Klage in Los Angeles ein. Butler pocht demnach auf eine Zahlung von mehr als 10 Millionen Dollar, die ihm als Beteiligung an den Kinokasseneinnahmen zustehen würde. Der Film hatte weltweit über 170 Millionen Dollar eingespielt. Zuvor hatte Scarlett Johansson im Streit um den Film "Black Widow" den US-Unterhaltungskonzern Disney wegen Vertragsbruchs verklagt. Ihre Klage richtet sich gegen die gleichzeitige Veröffentlichung des Marvel-Films im Kino und bei der Streamingplattform Disney+.

Indigener Künstler gestaltet Briefmarke für US-Post

Ein indigener Künstler Alaskas hat eine Briefmarke für die US-Post gestaltet. Sie zeigt einen Raben, der eine zentrale Figur in der Kultur der Tlingit ist. Bei einer Zeremonie in Juneau wurde die Briefmarke am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Künstler Rico Worl sagte, er hoffe, dass sie helfe, dass mehr Menschen etwas über die Kultur seines Volkes lernten. Die Briefmarke habe ihm einen Popularitätsschub gebracht. Seine Twitter-Gefolgschaft sei von fünf auf mehr als 8000 angewachsen, nachdem er den Tweet der US-Post über die Briefmarke geteilt habe, so Worl.

Gericht kassiert Genehmigung für Stonehenge-Tunnel

Ein Gericht in London hat die Genehmigung für den Bau eines Autotunnels in der Nähe der britischen prähistorischen Kultstätte Stonehenge kassiert. Verkehrsminister Grant Shapps habe keine Alternativen berücksichtigt, um eine Lösung im Einklang mit der Welterbekonvention zu finden, hieß es zur Begründung. Beamte hatten vor unumkehrbaren Schäden an dem Monument gewarnt. Shapps hatte das 2 Milliarden Euro teure Projekt trotzdem unterstützt. Der 3,2 Kilometer lange Tunnel soll zwar nicht direkt unter den Steinen verlaufen, sein Eingang soll aber auf dem Gelände liegen. Die Unesco hatte deshalb damit gedroht, der Stätte ihren Status als Welterbe zu entziehen. Verschiedene Organisationen, die sich gegen das Projekt engagiert hatten, nannten die Gerichtsentscheidung einen gewaltigen Erfolg.

G20-Staaten für weltweiten Schutz des Kultursektors

Mit einer umfangreichen Erklärung zum Schutz des Kultursektors ist das Treffen der G20-Kulturminister in Rom zu Ende gegangen. Die Kultur sei ein großer Wachstumsfaktor, erklärte der italienische Kulturminister Franceschini auf der abschließenden Pressekonferenz. Die Erklärung habe daher auch keinen symbolischen Charakter. Unter anderem fordern die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, die Kultur als festen Bestandteil etwa in der Arbeitsmarkt- oder Gesundheitspolitik anzuerkennen. Außerdem verurteilen sie einen missbräuchlicher Umgang mit der Kunst indigener Völker und treten für einen nachhaltigen Kulturtourismus ein. Es war das erste Treffen der G20-Kulturminister überhaupt.

Berlin öffnet Clubs im Rahmen von Pilotprojekt

Mehrere Berliner Clubs werden für ein Pilotprojekt wieder ihre Innenräume öffnen dürfen. Das Projekt soll unter wissenschaftlicher Begleitung der Charité aufzeigen, ob und wie Tanzveranstaltungen in Diskotheken "auch unter pandemischen Bedingungen in Zukunft sicher möglich sein können", teilte die Berliner Kulturverwaltung am Freitag mit. Vom 6. bis zum 8. August wird das Projekt in sechs verschiedenen Clubs stattfinden. Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher werden zugelassen. Sie sollen vorab mit PCR-Tests anstelle von Schnelltests auf das Corona-Virus untersucht werden. Dabei soll nicht unterschieden werden, ob Menschen geimpft sind oder nicht. Alle müssten die vorgeschlagene Teststrategie durchlaufen, hieß es. Die Berliner Clubs hatten vor anderthalb Jahren pandemiebedingt schließen müssen. Mittlerweile darf auf Außenflächen wieder getanzt werden.

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