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Thema / Archiv | Beitrag vom 31.12.2008

Constanze Becker: Haltung der 30-Jährigen zum Theater zu konservativ

Schauspielerin des Jahres ist von extremen Frauenfiguren fasziniert

Die Schauspielerin der Jahres, Constanze Becker, findet die Haltung ihrer Generation zum Theater zu konservativ.

Im Deutschlandradio Kultur sagte Becker, viele der um die 30-Jährigen gingen "unglaublich konservativ" an das Theater heran - "teilweise konservativer als Ältere". Ihre Altersgenossen forderten in Publikumsgesprächen eine "unglaubliche Text- und Stücktreue", so die Schauspielerin. Bei Streichungen im Text seien "komischerweise sehr viele junge Leute sehr empfindlich". Ähnlich sei es auch bei dem Einsatz von Blut auf der Bühne.

Grundsätzlich habe sie aber wenig mit ihrer Generation zu tun, sagte Becker. Es gebe zwar junge Leute, die ins Theater gingen, der Großteil des Publikums sei aber älter.

Ihren Hang zu dramatischen Rollen erklärte Becker damit, dass sie ein "harmlos lebender" und "harmoniebedachter" Mensch sei. Gerade deswegen sei sie von extremen Figuren wie Mörderinnen oder Selbstmörderinnen so fasziniert. Ihr mache es Spaß, die Gefühle von extremen Frauenfiguren in sich zu entdecken - "etwas, was mir als Privatmensch erst mal völlig fremd ist". Jeder Mensch könne diese extremen Gefühle aber nachvollziehen, sagte Becker - "sonst würden uns die Stücke ja auch nicht berühren."

Constanze Becker ist von der Zeitschrift "Theater heute" im August zur "Schauspielerin des Jahres" 2008 gewählt worden.

Sie können das vollständige Gespräch mit Constanze Becker mindestens bis zum 31.05.2009 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

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