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Kompressor | Beitrag vom 04.12.2020

Computerspiele und rechter TerrorWie wehrhaft sind die Gamer-Communities?

Moderation: Massimo Maio

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Die Synagoge in Halle/Saale bei Dunkelheit. Davor sind zwei Lichtstreifen zu erkennen. (Picture Alliance / dpa / Hendrik Schmidt)
Das Urteil gegen den rechten Attentäter von Halle/Saale wird noch im Dezember 2020 erwartet. (Picture Alliance / dpa / Hendrik Schmidt)

Seit den rechten Anschläge der vergangenen Jahre wird wieder intensiv über Computerspiele debattiert. Einige Attentäter waren Gamer und inszenierten ihren Terror wie ein Game. Eine Diskussion über den Umgang der Communities mit rechter Hetze.

Am 22. Dezember wird das Urteil gegen den Attentäter von Halle/Saale erwartet. Seine Tat hatte im Herbst 2019 auch in Deutschland den Blick auf die rechten und rechtsextremen Gaming-Communities gelenkt. Das sogenannte Manifest des Attentäters liest sich wie eine Spielanleitung für ein Onlinegame. Das live gestreamte Video glich einer "Let's Play"-Präsentation.

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Die Politik zeigte 2019 auf die "Gamerszene" und die Gamer-Szene reagierte mit der in den langjährigen Killerspiel-Debatten eingeübten Abwehrhaltung: "Mit Computerspielen hat das nichts zu tun."

Was hat sich getan?

Auch im Kompressor wurde darüber debattiert, was der rechte Terror wie in Halle, El Paso, Christchurch und München mit Games zu tun hat? Gibt es eine Gamifizierung des Terrors? Und was können Spieler, Entwickler und Unternehmen tun?

Nach einem Jahr, kurz vor dem erwarteten Urteil, wollen wir diese Fragen nochmals stellen und schauen, was sich getan hat. Gab es Reaktionen aus der Spielercommunity, reagierten die Produzenten und die Plattformen richtig? Sind die Behörden heute besser aufgestellt?

Darüber diskutieren:
- Felix Falk : Geschäftsführer des Brancheverbandes GAME
- Mick Prinz: Leiter des Projekts "Good Gaming – Well played democracy"- Rae Grimm: Redaktionsleiterin von GamePro.de, eines der wichtigsten deutschen Gamesportale

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