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Breitband | Beitrag vom 19.05.2018

Computerspiel "Frostpunk"Überleben im Eis

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(Graham Padmore auf Unsplash)
Die Kälte. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 1886. Und Sie spielen Frostpunk. (Graham Padmore auf Unsplash)

Die bedrückende Atmosphäre des 2014 erschienenen Anti-Kriegs-Spiels "This War of Mine" brachten den Spielerinnen die Schrecken des Krieges näher. Von Kritikern und Fans wurde es in gleichem Maße gelobt. Können die Entwickler mit ihrem neuen Spiel "Frostpunk" daran anschließen?

Die Welt Ende des 19. Jahrhunderts ist von einer großen Eiszeit überrascht worden. Die Gesellschaft ist zusammengebrochen, Hungersnöte waren an der Tagesordnung. Eine größere Gruppe Überlebender macht sich auf den Weg, um einen Ort für einen Neuanfang zu suchen. Als Spielerin oder Spieler führt man diese Gruppe an. Rund um einen riesigen Heizkessel, der für Wärme sorgt, muss man versuchen, eine Siedlung aufzubauen.

"Frostpunk" ist jedoch kein reines Aufbaustrategiespiel. Die Entwicklerinnen greifen auf ihre Erfahrungen aus ihrem ersten Machwerk zurück. Moralische Entscheidungen darüber zu treffen, was wichtiger ist - das Überleben der Gemeinschaft oder das Retten von einzelnen Individuen - gehört dazu. Man ist ständig mit einem Mangel an Rohstoffen konfrontiert und steht permanent vor dem Spagat: Rettet man den Einzelnen und schwächt damit die Gemeinschaft oder geht letztere vor?

Ob einen das Spiel, aber auch solche moralischen Entscheidungen, ebenso berühren wie es bei "This War of Mine" der Fall war, darüber berichtet Christian Schiffer.

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