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Interview / Archiv | Beitrag vom 08.05.2015

Comedy sans FrontièresMiteinander lachen ist eine Befreiung

Moderation: Nicole Dittmer und Julius Stucke

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Fürchtet sich nicht vor verunglückten Witzen: der Comedian Michael Mittermeier. (dpa / picture alliance / Herbert Neubauer)
Macht auch am 8. Mai Hitler-Witze: der Comedian Michael Mittermeier. (dpa / picture alliance / Herbert Neubauer)

Darf man am 70. Jahrestag des Kriegsendes über Adolf Hitler lachen? Klar, meint der Comedian Michael Mittermaier. In der Show "Comedy sans Frontières" tritt er in Berlin mit sechs anderen Komikern auf und meint: Lachen befreit.

Der 70. Jahrestag des Kriegsendes als Comedy-Show: Im Berliner Admiralspalast treten zum historischen Datum am 8. Mai Stars aus sechs Ländern unter dem Motto "Comedy sans Frontières" auf, unter ihnen der Deutsche Michael Mittermaier und der britische Top-Komiker Eddie Izzard. Aber kann man wirklich über Adolf Hitler lachen und Witze über die Nazizeit reißen - noch dazu an einem so bedeutenden Tag?

Keine Angst vor verunglückten Witzen

Der Comedian Michael Mittermaier sieht darin kein Problem. "Wenn man miteinander über so was lachen kann, dann ist es ja auch wie eine Befreiung", sagte er am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Dass die Witze nach hinten losgehen können, störe ihn nicht. "Ich hab da keine Angst, weil es gibt immer jemanden, der etwas nicht lustig findet", sagte er weiter. "Wenn ich da immer Angst hätte, dann dürfte ich gar nicht mehr auf eine Bühne gehen."

Auch in Comedy-Shows sei Toleranz sehr wichtig. "So viel Respekt muss ja auch sein von jedem, dass er auch einen anderen Humor toleriert, der vielleicht weiter geht als das eigene Empfinden", so Mittermeier.

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