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Lesart / Archiv | Beitrag vom 18.09.2018

Claus Leggewie liest ein BildRäumung des Hambacher Forstes

Im Gespräch mit Claus Leggewie

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Rauch steigt aus einem Baumhaus der Umweltaktivisten auf bei der Räumung des Hambacher Forstes.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
Baumhaus eines Aktivisten bei der Räumung im Hambacher Forst (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Wie bebildern wir Macht und Ohnmacht, wie werden politische Zugehörigkeit und einsame Positionen illustriert? Heute lesen wir mit dem Kulturwissenschaftler Claus Leggewie eine vielsagende dpa-Fotografie von der Räumung des Hambacher Forstes.

Seit Wochen ist der Hambacher Forst von Braunkohlegegnern besetzt. Der Essener Energiekonzern RWE plant, Mitte Oktober mit den Rodungen zu beginnen, um den Boden für den Braunkohle-Abbau zu nutzen. Um dies zu verhindern, bauen Aktivisten Baumhäuser und verbarrikadieren Wege und Straßen. Laut Angaben von Umweltschützern befinden sich derzeit über 60 Baumhäuser im Wald, die von mehreren Hundertschaften der Polizei nach und nach geräumt werden.

Kulturwissenschaftler Claus Leggewie interpretiert die Situation anhand dieses Bildes, das die Räumung des Hambacher Forstes zeigt.  

In dieser Rubrik wollen wir in der "Lesart" auch Bilder lesen und interpretieren. Fotografien haben die Kraft, zu Ikonen unserer Zeit zu werden, sie rufen Erinnerungen aus unserem Bildgedächtnis ab und prägen unsere Wahrnehmung der Gegenwart.

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