Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Montag, 25.03.2019
 
Seit 18:30 Uhr Weltzeit

Konzert / Archiv | Beitrag vom 21.02.2019

Chor@Berlin live aus dem Radialsystem VThe Sound of Silence

Moderation: Ruth Jarre

Der Chor hat sich in einer alten Werkshalle positioniert (Chorwerk Ruhr / Pedro Malinowski)
Seit 1999 sind sie vor allem im Ruhrgebiet zu hören: Chorwerk Ruhr (Chorwerk Ruhr / Pedro Malinowski)

Vier Tage Chor total. Das ist das Vokalfest Chor@Berlin. Beim Eröffnungskonzert sind wir live dabei, wenn das "Chorwerk Ruhr" die Stille zum Klingen bringt. Empfindsame Madrigale aus dem frühen Barock treffen dabei auf zeitgenössische Improvisationen.

Einmal im Jahr veranstaltet der Deutsche Chorverband ein Vokalfestivel: "Chor@Berlin". An vier Tagen werden Konzerte, Workshops und Mitsingaktionen angeboten. Sänger, Chorleiterinnen und andere Akteure der Vokalszene treffen sich im Haus an der Spree, Publikum ist hoch willkommen.

Chor-Meeting an der Spree

Seit neun Jahren findet im Februar das Festival statt, dieses Mal vom 21. bis 24. Februar, erneut am Spreeufer liegende Radialsystem. Der erste Abend wird von Madrigalen des geheimnisvollen Gesualdo - er wurde des Mordes an seiner Frau angeklagt - und des Musikerneuerers Monteverdi dominiert.

Der Chor schaut von einer Brüstung in einem alten Werk runter in die Kamera. (Chorwerk Ruhr / Pedro Malinowski)Der Chor im alten Werk: das Chorwerk Ruhr (Chorwerk Ruhr / Pedro Malinowski)

Die Musik der frühbarocken Meister wird mit zeitgenössischen Kompositionen und improvisierten Klängen des Jazz-Pianisten und Komponisten Marc Schmolling kombiniert. Dabei kreisen seine Werke um Texte, die den Begriff Stille umreißen, unter anderem das Titel gebende Stück aus seinem Album "Ticho". In der tschechischen Sprache bedeutet dies "Stille".

Agile Chortraditon

1999 wurde das "Chorwerk Ruhr" gegründet. Sein künstlerischer Leiter ist seit 2011 der mehrfach ausgezeichnete Dirigent Florian Helgath. Sein Anliegen wird in dem Konzert besonders deutlich: er will alte und neue Chormusiken sinnstiftend miteinander verbinden. Dabei kann er immer wieder auf das breite Konzertrepertoire der Sänger zurückgreifen. Denn das "Chorwerk Ruhr" stellt in seinen Konzerten  Musik aus allen Epochen vor und arbeitet mit unterschiedlichen Dirigenten und Orchestern zusammen. 

Porträt des Dirigenten, der in einer alten Werkshalle sitzt. (Florian Helgath / Pedro Malinowski)Mag den Epoche-Mix: der Dirigent Florian Helgath (Florian Helgath / Pedro Malinowski)
Live aus dem Radialsystem V in Berlin

Claudio Monteverdi
"Ecco mormolar l’onde"
"Cruda Amarilli"
Sestina "Lagrime d'amante al sepolcro dell'amata"

Carlo Gesualdo
"Io tacerò"
"Felicissimo sonno"

Luca Marenzio
"O tu che fra le selve occulta vivi"

Marc Schmolling
Kompositionen und Improvisationen

ChorwerkRuhr
Marc Schmolling Ensemble
Leitung: Florian Helga

Mehr zum Thema

RIAS Kammerchor - Brittens Lust an puren Stimmen
(Deutschlandfunk Kultur, Chormusik, 24.01.2019)

CD-Veröffentlichung "Josquin – Cappella Amsterdam" - Schönste Klagen
(Deutschlandfunk Kultur, Chormusik, 07.02.2019)

Der Mdzlevari Chor aus Tiflis - Wir sind alle Brüder
(Deutschlandfunk Kultur, Chormusik, 31.01.2019)

Konzert

Late Night der Berliner PhilharmonikerPierrot mondestrunken
Die Geigerin in einem weißen Pirrot-Kostüm, ihr Instrument in der Hand. (Patricia Kopatchinskaja / Monika Rittershaus)

"Pierrot lunaire" war Schönbergs großer Meilenstein zur neuen Musikauffassung. Für das Melodram, gesetzt für Sprecherin und kleines Ensemble, wählte er 21 Gedichte aus dem gleichnamigen Zyklus von Albert Girauds aus. Patricia Kopatchinskaja ist Pierrot.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur