Samstag, 19.10.2019
 

Kulturnachrichten

Sonntag, 14. April 2019

Chamisso-Museum in Brandenburg eröffnet

Im brandenburgischen Kunersdorf ist ein neues Museum eröffnet worden, das sich dem Leben und Wirken des Dichters und Naturforschers Adelbert von Chamisso widmet. Es ist in einer zum einstigen Cunersdorfer Schloss gehörenden Villa untergebracht und wird von einem Förderverein unterhalten. Landeskulturministerin Martina Münch würdigte, dass das "literarische Kleinod" aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden sei. Chamisso habe sich in der ländlichen Idylle des Oderbruchs als Botaniker betätigt. Er habe dort auch seine Novelle "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" geschrieben, die heute zur Weltliteratur gehöre, so Münch weiter. Chamisso wurde 1781 in Frankreich geboren. Im Zuge der Französischen Revolution kam er mit seiner Familie nach Deutschland und arbeitete unter anderem im Botanischen Garten in Berlin. Im Schloss des Ortes verbrachte er mehrere Monate.

Bibi Andersson im Alter von 83 Jahren gestorben

Die durch ihre Rollen in Ingmar-Bergman-Filmen bekannt gewordene schwedische Schauspielerin Bibi Andersson ist tot. Andersson starb am Sonntag im Alter von 83 Jahren, wie ihre Tochter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die Darstellerin hatte in Bergman-Klassikern wie "Wilde Erdbeeren", "Das siebente Siegel" (beide 1957) und "Persona" (1966) mitgespielt. Schon als 15-Jährige hatte Andersson begonnen, mit Bergman zusammenzuarbeiten - als Darstellerin in Seifenwerbung. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1963 gewann sie für ihre Rolle in "Schlafwagen-Abteil" des schwedischen Regisseurs Vilgot Sjöman den silbernen Bären der Berlinale. Sie drehte bis ins Jahr 2009 Filme. Nach einem Schlaganfall war sie dann aber teilweise gelähmt.

DW aus venezolanischem Kabelnetz genommen

Die venezolanische Rundfunkbehörde hat den spanischen Fernseh-Kanal der Deutschen Welle aus dem Kabelnetz genommen. Das teilte der Sender in Bonn auf seiner Website mit. Intendant Peter Limbourg fordert nun die Behörden in Venezuela auf, das Sendesignal der Deutschen Welle wieder einzuspeisen. Die Gründe für das Abschalten im Kabelnetz sind nicht bekannt. Auf den seit Monaten schwelenden Machtkampf zwischen Staatspräsident Maduro und dem selbst ernannten Übergangspräsidenten Guaido hatte der Sender mit einer täglichen Sondersendung in seinem spanischen Fernsehprogramm reagiert. Das Programm kann weiterhin über die Sozialen Medien und den Youtube-Kanal der Deutschen Welle empfangen werden.

Ennio Morricone erhält Auszeichnung vom Papst

Der italienische Komponist Ennio Morricone wird mit der Goldenen Pontifikatsmedaille von Papst Franziskus ausgezeichnet. Der Musiker werde geehrt "für sein außerordentliches künstlerisches Wirken, das auch religiöse Aspekte hatte", hieß es in der Begründung. Der 90jährige ist vor allem durch seine Filmmusik bekannt, etwa für "Spiel mir das Lied vom Tod", "Es war einmal in Amerika", "Cinema Paradiso" oder "The Hateful Eight". Daneben komponierte er auch etwa Kammermusiken und geistliche Werke, so eine Messe für Papst Franziskus im Jahr 2015. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderem einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk (2017). Die Medaille erhält Morricone am 15. April durch den Präsidenten des Päpstlichen Kulturrats, Kardinal Gianfranco Ravasi, im Rahmen eines Konzerts in der römischen Kirche Sant'Agnese in Agone.

Gustaf-Gründgens-Preis für Joachim Meyerhoff

Der Schauspieler, Regisseur und Autor Joachim Meyerhoff hat in Hamburg den Gustaf-Gründgens-Preis erhalten. "Joachim Meyerhoff ist als Darsteller auf der Bühne und als Autor seiner Romane ein herausragender Erzähler. Meisterhaft beherrscht er die Kunst, Geschichten neu zu erfinden, in Szene zu setzen und den Menschen nahe zu bringen", begründete die Jury ihre Wahl. Mit seinem Wirken präge der 52jährige die Theaterszene in Hamburg und im gesamten deutschsprachigen Raum, hieß es weiter. Die Auszeichnung, die an den legendären Schauspieler, Regisseur und Intendanten Gustaf Gründgens erinnern soll, wird an Persönlichkeiten vergeben, die in Hamburg im Bereich der darstellenden Künste herausragende Leistungen gezeigt haben. Frühere Preisträger waren Ballett-Intendant John Neumeier, Musical-Produzent Joop van den Ende und zuletzt Moderator Michel Abdollahi. Dotiert ist der Gustaf-Gründgens-Preis mit 15.000 Euro.

Über 4000 Jahre alte Grabkammer in Ägypten entdeckt

Ägyptische Archäologen haben in der Totenstadt Sakkara südlich von Kairo eine mehr als 4000 Jahre alte Grabkammer entdeckt. Das gut erhaltene Grab eines hochrangigen Würdenträgers aus der fünften Dynastie ist mit bunten Reliefs und Inschriften ausgestaltet, wie das ägyptische Ministerium für Altertümer mitteilte. Die Grabkammer wurde bereits im März entdeckt und nun der Öffentlichkeit präsentiert. Die Reliefs zeigen unter anderem den Grabbesitzer namens Chuwi, der an einem Tisch mit Opfergaben sitzt. Chuwi lebte vermutlich zur Zeit der fünften Dynastie, die von 2500 bis 2300 vor Christus in Ägypten herrschte. Das Archäologenteam hatte schon mehrere Gräber aus der fünften Dynastie entdeckt.

Österreichischer TV-Preis an Marie Bäumer

Die Schauspielerin Marie Bäumer hat den österreichischen Film - und Fernsehpreis "Romy" gewonnen. In einer mehrwöchigen Zuschauer-Abstimmung erhielt sie die meisten Stimmen in der Kategorie "beliebteste Schauspielerin in einem Kino/TV-Film". Bäumer hatte zuletzt im Film "3 Tage in Quiberon" die 1982 gestorbene Romy Schneider gespielt, an die die Auszeichnung erinnern soll. Den Preis der Jury gewann die Neuverfilmung des Weltkriegsdramas "Das Boot" (Sky). Erika Pluhar erhielt bei der von der Wiener Zeitung "Kurier" veranstalteten "Romy"-Gala in der Wiener Hofburg den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk.

Preise beim Dresdner Filmfest vergeben

Mit der Verleihung der "Goldenen Reiter" ist das Dresdner Filmfest zu Ende gegangen. Vergeben wurden 14 Preise im Wert von insgesamt mehr als 67.000 Euro. Im internationalen Wettbewerb gingen die Auszeichnungen an den Animationsfilm "Egg" von Martina Scarpelli und den Kurzspielfilm "Manila Is Full of Men Named Boy" von Andrew Stephen Lee. Im nationalen Wettbewerb gewannen der Animationsfilm "Iktamuli" von Anne-Christin Plate und der Kurzfilm "Are You Listening, Mother?" von Tuna Kaptan. Den mit 20.000 Euro dotierten Filmförderpreis des sächsischen Kunstministeriums erhielt "Nicht im Traum" von Astrid Menzel. Um die Trophäen wetteiferten in diesem Jahr 76 Produktionen aus 38 Ländern.

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