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Mittwoch, 24.07.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 13. April 2019

Chamisso-Museum in Brandenburg eröffnet

Im brandenburgischen Kunersdorf ist ein neues Museum eröffnet worden, das sich dem Leben und Wirken des Dichters und Naturforschers Adelbert von Chamisso widmet. Es ist in einer zum einstigen Cunersdorfer Schloss gehörenden Villa untergebracht und wird von einem Förderverein unterhalten. Landeskulturministerin Martina Münch würdigte, dass das "literarische Kleinod" aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden sei. Chamisso habe sich in der ländlichen Idylle des Oderbruchs als Botaniker betätigt. Er habe dort auch seine Novelle "Peter Schlemihls wundersame Geschichte" geschrieben, die heute zur Weltliteratur gehöre, so Münch weiter. Chamisso wurde 1781 in Frankreich geboren. Im Zuge der Französischen Revolution kam er mit seiner Familie nach Deutschland und arbeitete unter anderem im Botanischen Garten in Berlin. Im Cunersdorfer Schloss verbrachte er mehrere Monate.

Beste Krimi-Autoren erhalten Friedrich-Glauser-Preise

Mit der Verleihung der Friedrich-Glauser-Preise geht das Treffen deutschsprachiger Krimi-Autoren in Aachen zu Ende. Nach Angaben der Autorenvereinigung Syndikat wurden aus rund 700 eingereichten Titeln 20 Werke aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in vier Kategorien nominiert. Die Friedrich-Glauser-Preise sind mit insgesamt 10 000 Euro dotiert und nach dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser (1896-1938) benannt, der für die "Wachtmeister Studer"-Romane bekannt ist. Das Festival "Criminale" wird seit 1986 jährlich an wechselnden Orten veranstaltet. Es ist Autorenkongress und Austauschplattform. Organisiert wird das Festival von der Autorengruppe Syndikat, in der etwa 750 Krimi-Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv sind.

Bochumer Schauspiel wird 100

Zum 100. Geburtstag lädt das Bochumer Schauspielhaus am Sonntag zum Tag der offenen Tür. Ein buntes Programm wartet auf die Besucher. Dabei werden den Besuchern Theater, Musik, Lesungen oder Veranstaltungen zum Mitmachen angeboten. Geplant sind auch eine Kostümausstellung, kreative Workshops, ein Quiz oder ein Speeddating mit Mitgliedern des Ensembles. Für Kinder gibt es eine eigene Aufführung und Vorlese-Geschichten. An der Spielstätte feierten berühmte Regisseure wie Peter Zadek oder Claus Peymann große Erfolge. Stars wie Herbert Grönemeyer, Hannelore Hoger oder Armin Rohde standen auf der renommierten Bochumer Bühne.

Zeichnung von Mandela wird in New York versteigert

Eine Zeichnung des 2013 gestorbenen südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela wird in New York versteigert. Mandela habe das Bild "The Cell Door, Robben Island" 2002 mit Wachsmalkreiden angefertigt, teilte das Auktionshaus Bonhams mit. Es zeigt die Tür des Gefängnisses auf Robben Island vor Kapstadt, wo Mandela jahrelang als politischer Gefangener einsaß, bevor er der erste schwarze Präsident des Landes wurde. Mandelas Tochter Pumla Makaziwe Mandela habe das Bild geerbt und es nun zur Versteigerung freigegeben, hieß es vom Auktionshaus. Bis zu 90 000 Dollar (etwa 80 000 Euro) könnte es am 2. Mai bringen.

MDR-Intendantin will mehr starke Frauen im TV

MDR-Intendantin Karola Wille wünscht sich mehr starke Frauen im Fernsehen. Darum habe man sich im MDR dafür entschieden, 500 Jahre Reformation mit dem Film "Katharina Luther" zu feiern, darum liege der Fokus in "Charite" auf Ida und ihrem Leben und darum habe man die Bauhausgeschichte aus Sicht von Lotte erzählt. "Diese Figuren sind Vorbilder: selbstbestimmt, intelligent, durchsetzungsstark, gewitzt. Und sie sind sichtbar", sagte Wille. Zum Auftakt der Konferenz "Frauen in Medien und Politik", die am Samstag endet, beklagte sie, dass im Bundestag so wenig Frauen säßen wie zuletzt vor 20 Jahren. Auch 100 Jahre nach Erkämpfung des Frauenwahlrechts in Deutschland sei die Gleichstellung von Frau und Mann "noch lange nicht am Ende eines offensichtlich langen Weges" angekommen: "Wenn es in diesem Tempo weitergeht, haben wir erst in 200 Jahren Parität", so Wille.

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