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Kulturnachrichten

Samstag, 23. Februar 2019

César für "Nach dem Urteil" und Jacques Audiard

Robert Redford mit Ehren-César ausgezeichnet

Einen Abräumer gab es bei den französischen Césars diesmal nicht. Gekürt wurden Filme über Gewalt in Familie und Gesellschaft. Sieger ist dabei das Drama "Nach dem Urteil" von Xavier Legrand mit der Trophäe für den besten Film geworden. Das Werk handelt von einem gewalttätigen Vater und Ehemann und dem Zerfall einer Familie. Der Regie-Preis ging an Jacques Audiard für den Western "The Sisters Brothers", der die Geschichte zweier Auftragskiller erzählt, die Mitte des 19. Jahrhunderts einen Goldsucher aufspüren und töten sollen. Den César als bester fremdsprachiger Film gewann "Shoplifters" von Kore-Eda Hirokazu. Das Drama handelt von einer kleinkriminellen Familie, die ein obdachloses Mädchen aufnimmt. Robert Redford wurde mit dem Ehren-César ausgezeichnet.

Musical-Regisseur Stanley Donen gestorben

Filmemacher drehte unter anderem "Singing in the Rain"

Einer der großen Regisseure des Hollywood-Musicals ist tot: Stanley Donen starb im Alter von 94 Jahren in New York. Das teilten seine Söhne mit. Zu seinen größten Erfolgen gehört "Singing in the Rain" mit Gene Kelley. In den 40er und 50er Jahren arbeitete Donen oft mit Kelley, aber auch mit Fred Astaire und Frank Sinatra. Vor 20 Jahren erhielt er einen Ehren-Oscar der Amerikanischen Filmakademie aus den Händen von Martin Scorsese.

Opernintendant setzt auf Dialog im Barenboim-Konflikt

Matthias Schulz bringt auch externe Unterstützung ins Spiel

Nach massiver Kritik an Dirigent Daniel Barenboim soll es in der Berliner Staatsoper Unter den Linden weitere Gespräche und Versammlungen geben. Dafür setzt Intendant Matthias Schulz auch auf externe Unterstützung, wie er sagte. Der inzwischen in München spielende Musiker Willi Hilgers hatte schwere Vorwürfe gegen Barenboim erhoben und unter anderem von häufigen Schikanen gesprochen. Auch andere Musiker hatten namentlich oder anonym teils heftige Kritik geäußert. Barenboim wies die Vorwürfe zu seinem persönlichen Verhalten zurück, zeigte sich sich gleichzeitig aber gesprächsbereit. Die Staatskapelle Berlin hatte Barenboim vor 28 Jahren zum Generalmusikdirektor gewählt und im Jahr 2000 zum Chefdirigent auf Lebenszeit ernannt. Aktuell laufen Gespräche über eine Verlängerung seines Vertrages als Generalmusikdirektor, der 2022 endet.

Bauhaus Dessau: Jubiläums-Auftakt auf Baustelle

Unter dem Motto "Reif fürs Museum?"

Mit einer Baustellenparty im künftigen Bauhaus Museum ist Dessau in das Jubiläumsjahr 100 Jahre nach der Gründung der Schule für Architektur, Kunst und Design gestartet. Hunderte Dessauer und Gäste kamen unter dem Motto "Reif fürs Museum?" in den Bau mit riesiger Glasfassade. Tanz im Glaskostüm und dadaistische Lautgedichte spiegelten die Experimentierfreude des Bauhauses, es gab eine Reihe von Mitmachaktionen. Die Dessauer Bauhaus-Chefin Claudia Perren kündigte bis zur Eröffnung des Bauhaus Museums mehrere Festivals an. Zu Ostern würden eine Reihe sanierter Bauhaus-Bauten in Dessau wiedereröffnet. Besucher könnten einen Parcours quer durch die Stadt absolvieren. Bundesweit sind Hunderte Veranstaltungen zum Gründungsjubiläum des Bauhauses geplant. An Bauhaus-Museen wird auch in Weimar und Berlin gebaut.

Donald Trump mit "Goldener Himbeere" ausgezeichnet

Einen Tag vor der Oscar-Verleihung wurden die schlechtesten Filme gewählt

Über diese Auszeichnung freut sich gewöhnlich niemand: Gleich vier "Goldene Himbeeren" hat der Detektiv-Klamauk "Holmes & Watson" einen Tag vor der Oscar-Verleihung erhalten, darunter als schlechtester Film, für die Regie von Etan Cohen und den Nebendarsteller John C. Reilly. Auch US-Präsident Donald Trump war unter den Ausgezeichneten: Er holte den Spottpreis als schlechtester Hauptdarsteller für seine unfreiwilligen Auftritte in den beiden Dokumentarfilmen "Fahrenheit 11/9" und "Death of a Nation". Die "Goldene Himbeeren" wurden 1980 von dem Cineasten John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Mehr als 1000 Kinofans aus den USA und zwei Dutzend weiteren Ländern nahmen an der Abstimmung teil, wie die Verleiher der Spottpreise auf ihrer Webseite verkündeten

50 venezolanische Journalisten sitzen an Grenze fest

Pressevertreter können nicht aus Kolumbien nach Venezuela zurück

Nach dem "Venezuela Live Aid"-Konzert in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta sitzen laut Presse-Gewerkschaft SNTP 50 venezolanische Journalisten in Kolumbien fest. Wegen einer Grenzschließung kämen sie nicht mehr zurück, teilte die Gewerkschaft auf Twitter mit. Sie veröffentlichte eine Liste mit den Namen der betroffenen Pressevertreter. Die venezolanische Gewerkschaft forderte das Recht auf freien Durchgang sowie freie Informationssuche und -verbreitung. Hunderttausende Menschen hatten in Cúcuta das Konzert besucht, mit dem der britische Milliardär Richard Branson und die Opposition des Landes Spenden für die humanitäre Hilfe für Venezuela einsammeln wollten. Staatschef Nicolás Maduro hatte parallel auf der venezolanischen Seite der Grenze ein Gegenkonzert veranstaltet.

Einäscherung von Karl Lagerfeld in der Nähe von Paris

Gestorbener Modeschöpfer in "sehr privatem Rahmen" eingeäschert

Der gestorbene Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist in der Nähe von Paris eingeäschert worden. Das bestätigte eine Quelle aus seinem Modehaus in Paris. Es habe sich um "einen sehr privaten Rahmen" gehandelt. Der aus Hamburg stammende Lagerfeld war am Dienstag gestorben - er galt als der letzte Pariser Modezar. Jahrzehntelang war er Kreativdirektor des Modehauses Chanel. Eine öffentliche Zeremonie oder Würdigung sollte es nicht geben. Wie die Zeitschrift "Closer" auf ihrer Internetseite berichtete, erwiesen mehrere Prominente Lagerfeld die letzte Ehre, unter ihnen Prinzessin Caroline von Monaco und ihre Tochter Charlotte Casiraghi. Auch der Unternehmer Bernard Arnault und Lagerfelds Nachfolgerin bei Chanel, Virginie Viard, seien in Nanterre westlich von Paris gesichtet worden. Lagerfelds Katze Choupette sei in einer Tasche getragen worden.

Eurovision: Das Duo S!sters fährt nach Tel Aviv

Das ESC-Finale findet am 18. Mai in Tel Aviv statt

Das Duo S!sters hat den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Die beiden Sängerinnen Carlotta (19) aus Hannover und Laurita (26) aus Wiesbaden setzten sich am Freitagabend in Berlin in der TV-Sendung "Unser Lied für Israel" mit dem Song "Sister" gegen sechs Konkurrenten durch. Sie treten damit für Deutschland im ESC-Finale am 18. Mai in Tel Aviv an.
Im vergangenen Jahr holte Michael Schulte beim ESC in Portugal den vierten Platz für Deutschland, Siegerin wurde die israelische Sängerin Netta.

Sopranistin Hilde Zadek stirbt im Alter von 101 Jahren

Zwischen 1947 und 1971 sang Hilde Zadek 39 Rollen in 37 verschiedenen Opern

Die Kammersängerin Hilde Zadek ist im Alter von 101 Jahren gestorben. Wie die Wiener Staatsoper am Freitag mitteilte, starb Zadek am Donnerstag in Karlsruhe. Zadek gehörte zu den größten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. "Mit ihr hat uns nun eine weitere Staatsopernikone des 20. Jahrhunderts verlassen, eine bedeutende Künstlerin, die das Nachkriegsensemble der Staatsoper repräsentierte wie wenige, eine legendäre Pädagogin, die Generationen prägte", sagte Staatsoperndirektor Dominique Meyer. Zwischen 1947 und 1971 sang Hilde Zadek 39 Rollen in 37 verschiedenen Opern. Zu ihren glanzvollsten Partien zählten neben der Aida die Tosca und die Ariadne in Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos". 1971 verabschiedete sie sich von der Bühne. Seitdem war sie in Österreich und international als Gesangslehrerin tätig und leitete unter anderem bis 1978 die Gesangsabteilung am Konservatorium der Stadt Wien.

Jussie Smollett aus "Empire"-Folgen gestrichen

Der Schauspieler soll brutalen Überfall inszeniert haben

US-Schauspieler Jussie Smollett, der laut Polizei einen gegen ihn gerichteten rassistischen und homophoben Angriff erfand, soll in der Dramaserie "Empire" vorerst nicht mehr zu sehen sein. In den verbleibenden zwei Folgen der aktuell fünften Staffel werde Smolletts Figur Jamal nicht auftauchen, teilten die Produzenten am Freitag mit. Man vertraue nun auf das rechtliche Verfahren, hieß es im Unterhaltungsportal "Variety". Der 36-Jährige war am Donnerstag wegen mutmaßlicher Falschaussagen gegenüber der Polizei festgenommen worden. Laut Ermittlern bezahlte der Schauspieler zwei Männer, um die rassistische und homophobe Attacke gegen ihn zu simulieren. Der Polizei zufolge wollte der schwule und afroamerikanische Schauspieler damit seine Karriere vorantreiben. Smollett kam gegen eine Kaution von 100 000 Dollar (etwa 88 000 Euro) vorerst frei.

R. Kelly des sexuellen Missbrauchs beschuldigt

Mindestens drei der Betroffenen seien zwischen 13 und 17 Jahre alt gewesen

Der Sänger R. Kelly muss sich wegen Vorwürfen des schweren sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen vor einem Gericht verantworten. Dem Musiker werde zur Last gelegt, sich an vier Opfern vergangen zu haben, teilte Kim Foxx, Staatsanwältin von Cook County im US-Staat Illinois, am Freitag mit. Mindestens drei der Betroffenen seien zwischen 13 und 17 Jahre alt gewesen. Die mutmaßlichen Übergriffe reichten bis ins Jahr 1998 zurück und seien über mehr als ein Jahrzehnt hinweg erfolgt. R. Kelly soll am Samstag vor Gericht erscheinen. Seit Jahrzehnten gibt es Vorwürfe gegen den Sänger, wonach er minderjährige Mädchen und Frauen missbraucht und einige als Sklaven gehalten haben soll. Über seinen Anwalt ließ er dies zurückweisen.

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