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Chor der Woche | Beitrag vom 21.07.2020

Capella PeregrinaUnterwegs in der Ruhe von Kirchenräumen

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Gruppenbild des Chores.mit neun Sängerinnen und Sängern und der Chorleiterin. (Thomas Völker)
Ohne feste Heimat sang der Chor in verschiedenen Kirchen Hamburgs. Weil Peregrina so viel wie "Die Wandernde" bedeutet, nannte sich der Chor "Capella Peregrina". (Thomas Völker)

Die Capella Peregrina sind neun Sängerinnen und Sänger, die sich vor 13 Jahren gefunden haben, um gemeinsam Musik zu machen. Sie sind zu Gast in den verschiedenen Kirchen Hamburgs, treten aber auch in ganz Norddeutschland auf.

Am Anfang stand ein Bruch: Chorleiterin Ute Weitkämper verließ den Chor einer Hamburger Kirchengemeinde. Doch einige Sänger folgten ihr, weil sie weiterhin unter ihrer Leitung singen wollten. So entstand dieses kleine Ensemble. Seit seiner Gründung tritt der Chor in unterschiedlichen Hamburger Kirchen auf und hatte anfangs auch keinen festen Probenort. Daher entstand der Name Capella Peregrina: Er bedeutet so viel wie "die Reisende". 

Die meisten der neun Gründungsmitglieder singen bis heute in diesem Ensemble. Das bedeute aber nicht, betont Ute Weitkämper, dass sie alle gleiche Interessen hätten. "Es sind ganz unterschiedliche Charaktere: von gemütlich bis total agil", sagt sie. Oft hätten sie auch unterschiedliche Meinungen, aber das mache die ganze Sache ja auch interessant. Stefan Kreutz fügt hinzu, es eine sie aber alle die Liebe zur Musik. 

Zum Repertoire gehören ein- bis achtstimmige Chorwerke von der Gregorianik bis in die Gegenwart, wobei der Focus auf der geistlichen Chorliteratur liege, sagt Kreutz, weil das Ensemble fast immer in Kirchen singe. "Kirchen sind sehr, sehr tolle Räume", sagt Weitkämper. Sie strahlen Ruhe aus und haben eine tolle Akustik. Sie empfinde es als viel einfacher, in einer Kirche Musik zu machen, als in einem anderen Raum. 

(nis)

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