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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 30.03.2016

Bühnenbildner Achim FreyerIst Malen für Sie Befreiung?

Achim Freyer im Gespräch mit Britta Bürger

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Der Regisseur Achim Freyer gibt in der Akademie der Künste eine Pressekonferenz zu einer Ausstellung. (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)
Der Regisseur Achim Freyer bei einer Pressekonferenz (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

Seine Bewunderer feiern Achim Freyer als "Raumklangbildzauberer des Welttheaters". Zu seinem 82. Geburtstag spricht der Maler, Bühnenbildner und Regisseur über seine Motivation und Arbeitsweise.

Das Motto des Künstlers lautet: "Ich habe immer versucht, so frei zu bleiben, dass ich nie zu einem Markenzeichen werden musste." – Das hat er geschafft. Am 30. März wird Achim Freyer 82 Jahre alt und lässt sich immer noch nicht in eine Schublade zwängen. Jede seiner überbordenden Bühnenarbeiten überrascht aufs Neue.

Achim Freyer, der bei Bertolt Brecht gelernt und mit vielen Größen des Theaters gearbeitet hat, lebt für die Kunst – und mit der Kunst. In seinem Berliner "Kunsthaus" hat er über 2000 Werke gesammelt; von Picasso, Neo Rauch, A.R. Penck oder Beuys, bis hin zu Werken von Laien, die er in Behindertenwerkstätten und auf Flohmärkten ersteht.

Das Erleben der Theaterrampe

"Ich bin dafür bekannt, dass ich sehr viel ändere und überraschend schöne Lösungen zerstöre und nochmal eine ganz andere mache", sagte Freyer im Deutschlandradio Kultur über seine Arbeitsweise. Das irritiere die Sänger zunächst, aber am Ende mache sie das glücklich. "Mich berühren Musik und Dichtung so stark, dass in mir Bilder wachsen oder Vorgänge."

Er hasse es, wenn man mit Gewalt versuche, die Wirklichkeit zu imitieren, sagte Freyer. "Ich weiß ja, dass es eine Bühne ist, dass es eine andere Zeit ist, die da passiert." Auf der Bühne vergingen vier Tage in einer Stunde. Das Erleben der Theaterrampe sei für ihn aufregend. "Theater ist doch ein Beispielgeber für unsere Welt", sagte der Bühnenbildner.   

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