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Buchtipp

Sendung vom 22.04.2007
Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 (AP Archiv)

Für die Verteidigung eines kostbares Gutes

Die Freiheit wird in Deutschland nicht sonderlich hoch geschätzt. Nach einer kurzen Phase der Euphorie trat angesichts der Kosten der Wiedervereinigung schnell Ernüchterung ein. Ulrike Ackermann hat nun eine Anthologie zum Thema vorgelegt. Autoren unterschiedlicher Nationalität beleuchten darin, welche Freiheiten den Grundkonsens in einer offenen Gesellschaft ausmachen.

Sendung vom 15.04.2007
Otto Grotewohl (rechts) und Walter Ulbricht  (AP Archiv)

Bewegendes Zeugnis eines Zeitzeugen

Die Gründungsväter der DDR kannte er persönlich. Wolfgang Leonhard kam 1945 mit der so genannten Gruppe Ulbricht im Auftrag Stalins nach Berlin. Mit "Meine Geschichte der DDR" hat der 86-Jährige nun einen spannenden Rückblick auf die Entstehung und den Zerfall des SED-Regimes vorgelegt.

Sendung vom 09.04.2007
Der Eiffelturm in Paris (Stock.XCHNG / chris gordon)

La Grande Nation in der Krise

In Frankreich stehen Präsidentschaftswahlen an. Doch ob der Nachfolger von Jacques Chirac die Probleme wird lösen können, ist fraglich. Das Land befindet seit einigen Jahren in der Dauerkrise. Alexander von Sobeck legt in seinem Buch "Ist Frankreich noch zu retten?" eine nüchterne Bestandsaufnahme vor.

Sendung vom 08.04.2007
Joachim Fest: "Bürgerlichkeit als Lebensform. Späte Essays" (Rowohlt Verlag)

"Bürgerlich ist der Wille zum Herausragenden"

Der im vergangenen Jahr verstorbene Publizist Joachim Fest liefert in diesem Buch eine wohlwollende Definition von "Bürgerlichkeit". Der zufolge musste für Fest der Nationalsozialismus das Antibürgerliche schlechthin sein. Das erklärt auch seine nicht nachlassende Beschäftigung mit den Protagonisten des Dritten Reiches.

Sendung vom 06.04.2007
Die Berliner Mauer in Kreuzberg, 1962 (AP)

Duell zweier Systeme

Der Historiker John Gaddis hat bereits mehrere Bücher über den Kalten Krieg verfasst. In seinem neuen Band schlägt er nun einen größeren historischen Bogen: Er bezieht die Entwicklung der Sowjetunion ab 1917 in seine Analyse der welthistorischen Systemkonkurrenz mit ein.

Sendung vom 01.04.2007
Der Reichstag 1945 (AP Archiv)

Ein Leben zwischen Hoffen und Bangen

Während des Zweiten Weltkriegs lebten auch zahlreiche Ausländer in den deutschen Städten, die von den Alliierten bombardiert wurden. In "Berichte aus der Abwurfzone" berichten sie von einem Leben zwischen Hoffen und Bangen und dem Bemühen der Deutschen, ihr Alltagsleben trotz des Bombenhagels fortzusetzen.

Sendung vom 25.03.2007
Europafahne (AP)

Gegen die Europessimisten

Selbstbewusster und aktiver solle die Europäische Union auftreten, das hat der Bundespräsident der EU zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge empfohlen. Der britische Politologe Mark Leonard geht noch weiter. Europa könnte die dominierende Macht des 21. Jahrhunderts werden, sein „way of life“ weltweit geschätzt und nachgeahmt werden.

Sendung vom 18.03.2007
Bundespräsident Horst Köhler während seiner "Berliner Rede" in der Kepler-Schule in Berlin (AP)

Präsident ohne Visionen

Bundespräsident Horst Köhler ist zwar bei der Bevölkerung sehr beliebt, doch sein Einfluss auf die Tagespolitik bleibt schwach, meint Biograph Gerd Langguth. Köhler habe seine Ankündigung, etwas bewegen zu wollen, noch nicht einlösen können. Langguths Urteil: Der Bundespräsident wirkt wie ein Technokrat ohne eigene Visionen.

Sendung vom 11.03.2007
Tariq Ali: "Piraten der Karibik" (Diederichs Verlag)

Aufruhr im Hinterhof der USA

Tariq Ali widmet sich in seinem Buch „Piraten der Karibik“ den politischen und sozialen Entwicklungen in Süd- und Mittelamerika. Der Linksruck auf dem Kontinent ist für ihn ein Grund zur Hoffnung darauf, dass sich mehr Länder gegen die durch die USA diktierte Weltordnung auflehnen.

Sendung vom 04.03.2007
Götz Aly, Michael Sontheimer:  "Fromms" (S. Fischer Verlag)

Traurige Geschichte eines jüdischen Unternehmers

Julius Fromm, ein Sohn armer jüdischer Wirtschaftsemigranten, arbeitet sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts hoch und bringt das erste Marken-Kondom der Welt auf den Markt. Doch die Nazis enteignen ihn, Fromm geht ins Exil, er stirbt in London. Götz Aly und Michael Sontheimer haben über den jüdischen Fabrikanten ein faktenreiches und gut zu lesendes Geschichtsbuch geschrieben.

Sendung vom 25.02.2007
Moschee und katholische Kirche (AP)

Multikulturalismus, Globalisierung und Identität

Spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 hat die Rede vom "Kampf der Kulturen" in den politischen Diskussionen die Runde gemacht. Dass diesen Debatten eine rabiate Vereinfachung des Begriffs Identität zugrunde liegt, zeigt der Wirtschaftswissenschafter und Nobelpreisträger Amartya Sen in seinem Buch "Die Identitätsfalle".

Sendung vom 18.02.2007
Ein Zivildienstleistender reicht einer alter Frau eine Mahlzeit. (AP)

Die Vorhölle kann nicht die Lösung sein

Ein Sohn schreibt ein Buch über das, was ihm mit dem hoch betagten Vater widerfährt. „Wohin mit Vater?“ Nach vielen verzweifelten Anläufen findet sich eine Lösung, die in Deutschland illegal ist, weswegen der Sohn seinen Bericht als Anonymus veröffentlicht.

Sendung vom 11.02.2007
Ein Standesbeamter im Dienst (AP)

Inkompetenz in deutschen Amtsstuben

Bei vielen Menschen dürfte Thomas Wieczorek mit seinen Thesen offene Türen einrennen. Denn seiner Analyse zufolge ist die deutsche Bürokratie aufgebläht, teuer und ineffizient. Doch was als Kritik am Behördenapparat daherkommt, entwickelt sich bei Wieczorek zur althergebrachten Kapitalismuskritik.

Sendung vom 04.02.2007
Patricia Clough: Aachen - Berlin - Königsberg (Dva)

Spurensuche

Mit 1392 Kilometern war die Reichsstraße 1 einst die längste Straße des Landes. Sie führte von der holländischen Grenze im Westen bis zur Grenze zur Sowjetunion im Osten. Die Journalistin Patricia Clough hat sich auf die Reise begeben und auf ihrer Fahrt auf dieser historischen Strecke viel über die Geschichte und Gegenwart Deutschlands erfahren.

Sendung vom 28.01.2007
Ingo Hülsmann als "Faust" im Deutschen Theater in Berlin. (AP Archiv)

Lehren aus Goethes Meisterwerk

Der Soziologe Oskar Negt nimmt sich Goethes Faust vor und sinniert entlang der Geschichte des Helden über Gott und die Welt – und das im wörtlichen Sinne. Er mäandert durch die historischen Zeiten, biegt ab, schiebt Exkurse ein und kehrt immer wieder zu der Frage zurück: Wie entsteht die moderne Subjektivität, was zeichnet den modernen Menschen als Typus aus?

Sendung vom 21.01.2007
Betender Christ (AP)

Comeback des Christentums

Für Johann Hinrich Claussen führt die Erosion des Sozialstaates und die Veränderungen durch die Globalisierung zu einer starken Verunsicherung der Menschen. Zugleich sieht er in der Suche nach Orientierung auch eine neue Chance für das Christentum.

Sendung vom 14.01.2007
Friedemann Richert: Denken und Führen (Coverausschnitt) (Wissenschaftliche Buchgesellschaft)

Kernsätze für den Unternehmensalltag

Friedemann Richert ist als Gemeindepfarrer und als Managementberater tätig. Die Erfahrungen aus beiden Bereichen hat er zusammengeführt und empfiehlt in seinem Buch "Denken und Führen" Besonnenheit, Tapferkeit, Verzeihung sowie die Herzensbildung als Instrumente glaubhafter Führung.

Sendung vom 07.01.2007
Mauerfall in Berlin 1989 (AP Archiv)

Bilanz der Wiedervereinigung

Ohne eine soziale Abfederung wäre die deutsche Einheit politisch nicht durchsetzbar gewesen. Die flankierenden sozialpolitischen Maßnahmen wurden vor allem mit Mitteln der Sozialversicherungssysteme anstatt durch Steuern finanziert. Dies, so Gerhard A. Ritter in seinem Buch "Der Preis der deutschen Einheit", hat den Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig geschwächt.

Sendung vom 01.01.2007
Ulrich Tilgner:Zwischen Krieg und Terror (C. Bertelsmann, München)

Die Aussichtslosigkeit des Nahostkonflikts

Keine Frage, der Nahe Osten hat publizistische Konjunktur. Nun also auch Ulrich Tilgner: Eher kurzatmig mit einer durchaus zulässigen Verkürzung, die allerdings bisweilen bis hin zur Vereinfachung geht, versucht der Reporter Erlebtes und Erfahrenes zusammenzutragen und daraus seine Schlüsse zu ziehen.

Sendung vom 31.12.2006
Holocaust-Mahnmal in Berlin (AP)

Wie Holocaust-Opfer die Deutschen sehen

Gottfried Wagner und Abraham Peck setzen sich mit einem schwierigen Thema auseinander: Wie sehen Holocaust-Opfer und deren Nachkommen die Deutschen und umgekehrt? In dem Buch haben beide Autoren als Thema ihre jeweilige Familiengeschichte gewählt.

Sendung vom 26.12.2006
Philip Mansel: "Der Prinz Europas" (Coverausschnitt) (Privat)

Gesprächspartner gekrönter Häupter

Goethe hat ihn den fröhlichsten Mann des Jahrhunderts genannt. Prince Charles-Joseph de Ligne war ein Freund und Gesprächspartner von gekrönten Häuptern. Nach dem Fall Napoleons spottete er auf dem Wiener Kongress: "Der Kongress tanzt, aber er bewegt sich nicht." Mitten im Trubel der Ereignisse raffte es ihn dahin.

Sendung vom 25.12.2006
Konrad Adam: "Die alten Griechen" (Coverausschnitt) (Rohwolt Verlag)

Von Homer bis Alexander

Gibt es in der Geschichte Europas den einen oder auch den anderen Moment, in dem alles entschieden war, den Urknall? Natürlich gab es den und er dauerte 500 Jahre: von 800 bis 300 vor Christus. Diese 500 Jahre umfassen jene Phase, in der Griechenland in seiner klassischen Blüte stand. Mit Homer, dem Dichter, begann es und mit Alexander, dem Makedonier, kam es zu seinem eruptiven Ende.

Sendung vom 24.12.2006
Rentner (AP)

Notizen zum Nachdenken

Mit gut 150 Seiten vorzüglicher Prosa in ihrem Buch "Älter werden" hat sich Silvia Bovenschen bestimmt viele neue Freunde gemacht. Die Notizen lohnen das Nachdenken. Private Anekdoten stehen neben allgemein-gesellschaftlichen Beobachtungen, Aphorismen neben Dialogszenen, tagebuchartige Reflexionen neben Fernsehberichten.

Sendung vom 17.12.2006
Sonst berichtet die Demoskopin immer über andere. (AP)

Der schöpferische Akt der Fragestellung

Die Grand Old Lady der deutschen Demoskopie schaut nunmehr in die Vergangenheit, in die eigene. Ihr Buch lebt von dem Markenzeichen Noelle-Neumann. 320 Seiten sind nicht nur Chronik eines bewegten und bewegenden Lebens, sondern auch Reflexion über die Deutschen, ihre Werte im Wandel, und ab und zu erlauben die Kapitel auch einen Blick in tiefere Seelenschichten.

Sendung vom 10.12.2006
Der Kreml auf dem Roten Platz in Moskau (dradio.de)

Chauvinismus und Nationalismus in Russland

Im Januar 2003 wurde im Moskauer Sacharow-Zentrum die Kunstausstellung "Achtung, Religion!" verwüstet. Doch nicht die Täter wurden vor Gericht gestellt, sondern die Ausstellungsmacher und Künstler. Sie wurden wegen "Beleidigung der religiösen Gefühle des russischen Volkes" angeklagt und mit Lagerhaft bedroht. Michail Ryklin schildert in seinem Buch "Mit dem Recht des Stärkeren" den Gerichtsprozess und seine Folgen.

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