Freistil, vom 02.03.2014, 20:05 Uhr

Buchhandel Ein Requiem auf das Antiquariat

Von Florian Felix Weyh

Sie haben nichts Neues zu verkaufen. Aber das hindert sie nicht, alljährlich auf der Buchmesse zu sein: die Antiquare. Muffig klingt das Wort, muffig riecht die Ware. Und wenn es sich nicht um wirklich wertige Werke handelt, muss man wohl schnöde von Altpapier sprechen.

Bücher liegen auf einer Waage. Sie werden nach Gewicht verkauft. (dpa picture alliance/ Jens Wolf)
Wie sieht die Zukunft der Antiquariate im digitalen Zeitalter aus? (dpa picture alliance/ Jens Wolf)

Die Masse der Gebrauchtbücher wird immer größer, der Preiskampf im Internet ist ruinös, Lagerkosten und Ladenmieten steigen. Und wer außer ein paar Liebhabern braucht alte Bücher, wenn deren Inhalte digital vorliegen?

Ist der Antiquariatsbuchhandel ein aussterbendes Geschäft einer aussterbenden Spezies? Wird es den notorisch eigentümlich schrägen Altbuchhändler bald nur noch als literarische Figur geben - in Büchern, die auch nur noch antiquarisch sind? Und: Wäre das eigentlich schlimm?

Produktion: SWR 2011

Gelehrter als der Kaufmann, kaufmännischer als der Gelehrte - Ein Requiem auf das Antiquariat (PDF) (377 kB)

Gelehrter als der Kaufmann, kaufmännischer als der Gelehrte - Ein Requiem auf das Antiquariat (Textversion) (54 kB)