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Interview / Archiv | Beitrag vom 14.08.2014

BuchhandelAuch deutsche Autoren fürchten Amazons Macht

Bundesverband prangert Manipulation und erzwungene Rabatte an

Tobias Kiwitt im Gespräch mit Katrin Heise und Christian Rabhansl

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Päckchen und Pakete laufen in der Halle der neuen Zustellbasis des Postzustellers Deutsche Post DHL in Norderstedt (Schleswig-Holstein) auf einem Band.  (picture alliance / dpa / Bodo Marks)
Amazon dominiert den Versandhandel - und könnte früher oder später auch auf literarische Inhalte Einfluss nehmen, befürchten vor allem junge Autoren. (picture alliance / dpa / Bodo Marks)

Nun auch in Deutschland: Hunderte Autoren stemmen sich mit einem Protestbrief gegen Amazon und sein Geschäftsgebaren. Im Interview begründet der Schriftsteller Tobias Kiwitt die Kritik an dem Online-Versandhändler.

Fast 250 deutschsprachige Autoren haben bis Donnerstagabend einen offenen Protestbrief an Amazon unterzeichnet. Das Unternehmen müsse sein Geschäftsgebaren aufgeben, fordert Tobias Kiwitt, Vorstandssprecher des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen.

"Stündlich steigt die Zahl der Unterzeichner", sagte Kiwitt. Sein Verband hält allerdings nicht viel von der Idee Günter Wallraffs, seinen Verlag doch einfach anzuweisen, keines seiner Bücher mehr an Amazon auszuliefern. "Das ist kein Stil, wie man Verhandlungen führt. Wir wollen nicht mit den gleichen Maßnahmen wie Amazon hantieren."

Junge Autoren fürchten "monopolistische Bestrebungen" Amazons

Der Vorwurf der Briefunterzeichner lautet unter anderem: Amazon manipuliere Empfehlungslisten und nehme Autoren und ihre Bücher als Druckmittel, um noch mehr Rabatte zu erzwingen. Zudem müssten Verlage, die sich gegen Amazon stemmten, mit verzögerten Auslieferungen ihrer Bücher rechnen. Speziell junge Autoren, die zum Teil im Internet publizierten, befürchteten "monopolistische Bestrebungen", da Amazon auch E-Books produziere, sagte Kiwitt.

"Wir befürchten letztlich, dass wir in einer anderen Welt später mal aufwachen, die literarisch anders sein wird als die von uns gewünschte. Dass nämlich ein Monopolist letztlich auch inhaltliche Forderungen stellen kann."

Interview

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