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Lesart / Archiv | Beitrag vom 01.02.2016

BuchbrancheVon der Computerspiel-Industrie lernen

Falko Löffler im Gespräch mit Joachim Scholl

Eine Hand streicht auf einem Tablet-Computer über die Oberfläche eines Spiels. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)
Von der Spielewelt kann sich die Buchbranche einiges abgucken, sagt der Autor Falko Löffler. (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Die Buchbranche hat in den letzten Jahre wichtige Entwicklungen verschlafen, sagt der Autor Falko Löffler. Das kann sie ändern, wenn sie sich eine andere Industrie zum Vorbild macht - die der Computerspiele.

E-Books kennt inzwischen die meisten, doch hat welche Innovationen hat die Buchbranche in den letzten Jahren noch hervorgebracht? Nicht viele, sagt der Autor und Computerspiel-Experte Falko Löffler. Deshalb solle sie am besten mal ein bisschen bei der Konkurrenz spicken. Vor allem von der Computerspiel-Industrie lasse sich einiges lernen.

Die Spielebranche sei Umwälzungen gewöhnt und müsse sich alle paar Jahre neu erfinden, so Löffler im Deutschlandradio Kultur. Für die Buchbranche sei das immer noch ein bisschen ungewohnt. Die Digitalisierung bringe neue Geschäftsfelder mit sich, auf man reagieren müsse - was bislang aber zu wenig passiert sei: "Die Buchbranche war die letzten 15 Jahre - seit das Internet wirklich alltagstauglich wurde - nicht so sonderlich engagiert, sich dieser Digitalisierung zu stellen." Erst in den letzten Jahren sei man aufgewacht und habe begonnen sich auf die Revolution einzustellen.

Lernen könne die Buchbranche vor allem auch einen gelasseneren Umgang mit Raubkopien. In der Computerspiel-Branche seien diese immer schon ein Thema gewesen. "Spätestens mit den Home-Computer gab's eben auf dem Schulhof raubkopierte Disketten." Durch technischen Maßnahmen lasse sich dies zwar auch unterbinden. Aber bis zu einem gewissen Grad müsse man sich damit auch arrangieren.

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