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Lesart | Beitrag vom 12.02.2021

Buchbesuch: Folge 4Kathrin Röggla: "Bauernkriegspanorama"

Moderation: Miriam Zeh

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Die Illustration zeigt drei marschierende Männer, darunter eine stürzende Frau. (Deutschlandradio / Jakob Hinrichs)
Ein großes Gemälde des Malers Werner Tübke inspirierte Kathrin Röggla zu ihrem neuen Buch. (Deutschlandradio / Jakob Hinrichs)

Wie steht es gerade um unsere Gesellschaft? Wer spricht noch mit wem und wer wird gehört in seinen Bedürfnissen und Sorgen? Beim "Buchbesuch" kritisiert Kathrin Röggla, dass der Kapitalismus in Sprache und Literatur zu oft unbescholten davonkommt.

Die Autorin Kathrin Röggla fängt Gegenwart ein, wo immer diese ihr zu Ohren kommt: in der Unternehmensberatung, unter Normalverdienern, unter Wutbürgern, Grünen und Klerus. Inspiriert vom Monumentalwerk Werner Tübkes entwirft sie in ihrer aktuellen Veröffentlichung ein neues "Bauernkriegspanorama".

Die österreichische Schriftstellerin Kathrin Röggla (picture alliance / dpa / Erwin Elsner)Lebt seit Kurzem in Köln: die österreichische Schriftstellerin Kathrin Röggla. (picture alliance / dpa / Erwin Elsner)

Denn wie steht es gerade um unsere Gesellschaft? Wer spricht noch mit wem und wer wird gehört in seinen Bedürfnissen und Sorgen? Interessiert diese Gegenwartsdiagnose uns alle nicht permanent, sei es zur Beruhigung, zur Selbstvergewisserung oder zur Illusion von Kontrolle?

Beim "Buchbesuch" erklärt Neu-Kölnerin Kathrin Röggla, wie sich ihr Verständnis von politischem Schreiben von dem ihrer Studierenden an der Kunsthochschule für Medien Köln unterscheidet. Sie kritisiert, dass der Kapitalismus in Sprache und Literatur zu oft unbescholten davonkommt und denkt unter anhaltendem Vogelgezwitscher auf ihrem Balkon über eine Analyse des Zoom-Gesprächs nach.

Kathrin Röggla: "Bauernkriegspanorama"
Verbrecher Verlag, Berlin 2020
64 Seiten, 12 Euro

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