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Kulturnachrichten

Samstag, 6. Juli 2019

Britischer Maler Leon Kossoff gestorben

Der britische Maler Leon Kossoff ist tot. Er starb im Alter von 92 Jahren. Das teilte seine Vertretung, die Galerie LA Louver in Los Angeles mit. Kossoff wurde 1926 als Sohn jüdischer Emigranten aus Russland in London geboren. Er wuchs im rauen East End auf, diente im Zweiten Weltkrieg in der Armee und studierte nach dem Krieg Kunst. Er gilt als Vertreter der School of London, zu der auch Nachkriegskünstler wie Francis Bacon, Lucian Freud und Frank Auerbach zählen. Bekannt wurde Kossoff durch Bilder seiner Heimatstadt. Seine Gemälde von Londoner Straßenszenen, Kirchen, U-Bahn-Stationen und Eisenbahnbrücken sind von dunklen, dick aufgetragenen Ölfarben geprägt. Kossoffs Werke wurden weltweit gezeigt, unter anderem in der National Gallery in London und im Museum of Modern Art in New York.

Brasilianischer Musiker Joao Gilberto gestorben

Er galt als einer der Erfinder der Bossa Nova. Der brasilianische Gitarrist, Komponist und Sänger Joao Gilberto ist tot. Das berichten brasilianische Medien unter Berufung auf die Familie des Musikers. Joao Gilberto wurde 88 Jahre alt. 1963 nahm er in New York City gemeinsam mit Antonio Carlos Jobim, seiner Frau, der Sängerin Astrud Gilberto, und dem Saxophonisten Stan Getz das Album "Getz/Gilberto" auf. Das Album, nicht zuletzt das darauf enthaltene Stück "The Girl from Ipanema", machte die Musiker und die Bossa Nova weltbekannt. Als charakteristisch für Gilbertos Stil gelten der leise Gesang und der Rhythmus seines Gitarrenspiels.

Drama "Lara" erhält Filmkritiker-Preis in München

Zum Abschluss des Filmfests München ist das deutsche Drama "Lara" mit dem Preis des internationalen Verbands der Filmkritiker ausgezeichnet worden. Regisseur Jan Ole Gerster hatte für den Film mit Corinna Harfouch und Tom Schilling bereits den Förderpreis Neues Deutsches Kino erhalten. Die Auszeichnung für den besten internationalen Film ging an "Bacurau". Der Thriller wirft einen Blick in eine düstere Zukunft, in der ein Dorf in Brasilien von der Landkarte gelöscht werden soll. Auf dem Filmfest München waren an zehn Tagen rund 180 Filme aus aller Welt zu sehen. Stargäste waren unter anderem der spanische Schauspieler Antonio Banderas sowie der britische Regisseur und Darsteller Ralph Fiennes.

Unesco nimmt neue Stätten ins Weltkulturerbe auf

Die UNESCO hat zwei Regionen in Deutschland in die Weltkulturerbeliste aufgenommen. Die Delegierten benannten bei den Beratungen in Aserbaidschan die historische Bergbauregion im Erzgebirge und das Wassermanagment-System in Augsburg zum schützenswerten Welterbe. Das Gebiet im Erzgebirge erstreckt sich von Sachsen nach Böhmen in Tschechien. In der Grenzregion wurde ab dem 15. Jahrhundert Silber abgebaut, später Uran. Das Augsburger Wassersystem stammt noch aus römischer Zeit. Die Staatsministerin für internationale Kulturpolitik, Müntefering, sagte der Erfolg des Augsburger Antrags würdige den nachhaltigen Umgang mit der wertvollsten Ressource seit über 700 Jahren.

Gegner von Rechtsrock-Festival protestieren in Themar

Im thüringischen Themar haben sich bis zum frühen Nachmittag rund 400 Gegner eines Rechtsrock-Festivals versammelt. Darunter waren Thüringer Regierungsmitglieder und Landespolitiker. Die Organisatoren rechnen für die Gegendemonstration mit insgesamt 1100 Teilnehmern. Geplant ist unter anderem ein Friedensgebet, ein Demokratiefest und Live-Musik. Das Rechtsrock-Festival hatte gestern begonnen. Die Beamten brachen die Auftritte von zwei der drei Bands vorzeitig ab. Sie hätten gegen Auflagen verstoßen, der Text eines Liedes war außerdem strafbar. Die Polizei ist am Wochenende mit einem Großaufgebot in der Stadt präsent. Zu den Konzerten waren für heute zwischen 800 und 1200 Teilnehmer angemeldet worden.

Dresdner Maler Eberhard Havekost gestorben

Der Maler Eberhard Havekost ist gestern im Alter von 52 Jahren überraschend gestorben. Er sei gestern in Berlin im Alter von 52 Jahren gestorben, sagte sein Galerist Frank Lehmann. "Ich bin tief erschüttert, sein Tod kam so plötzlich", sagte Lehmann. Havekost habe noch so viele Pläne gehabt.Mit seiner kühlen, von modernen Medien inspirierten Malerei zählte er zu den international angesehensten zeitgenössischen deutschen Künstlern. Havekost wurde 1967 in Dresden geboren und hat dort an der Hochschule für Bildende Künste studiert. Er lebte und arbeitete in Berlin und lehrte als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Zuletzt lebte und arbeitete er in Berlin.

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Fazit

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