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Fazit / Archiv | Beitrag vom 30.01.2013

Bretonische Starrköpfigkeit mit Herz

Neu im Kino: "Willkommen in der Bretagne"

Gesehen von Jörg Taszman

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Die Schauspielerin Catherine Frot spielt eine Frau, die ein Krankenhaus abwickeln soll und dann Gewissensbisse bekommt. (picture alliance / dpa / Abaca Hahn)
Die Schauspielerin Catherine Frot spielt eine Frau, die ein Krankenhaus abwickeln soll und dann Gewissensbisse bekommt. (picture alliance / dpa / Abaca Hahn)

Titel mit "Ziemlich" oder "Willkommen" schielen immer einen Tick zu direkt auf die beiden größten Komödienerfolge aus Frankreich der letzten Jahre. Und so heißt diese sympathische Sozialkomödie im Original einfach nur "Bowling" und spielt in einem Provinznest in der Bretagne, wo die Entbindungsstation geschlossen werden soll.

Das bringt nicht nur die Frauen auf die Straße, sondern auch ihre Männer, den Bürgermeister und so ziemlich alle, bis auf den Krankenhaus-Chef, der sich zum Abwickeln Verstärkung aus Paris geholt hat. Die heißt Catherine, wird von Catherine Frot (gerade als Köchin des Präsidenten zu sehen) wie immer burschikos verkörpert, und ist eine Frau, der langsam aber sicher Zweifel an ihrem Tun kommen. Sozial kommt sie ihren Kolleginnen Mathilde und Firmine, zwei Hebammen und Louise, der die Spielhalle gehört, beim Bowling näher. Zu viert bilden sie ein gutes Team. Aber vor dem halben Happy End gilt es wie in jeder Komödie noch einige Konflikte auszuleben.

"Bowling", pardon "Willkommen in der Bretagne" ist ein Feelgood Movie à la française. Die soziale Komponente beruht auf einem wahren Fall und es ist wohltuend typisch französisch, wenn man die Schließung einer wichtigen Einrichtung nicht einfach so hinnimmt. Wehrt euch ruhig, sagt der Film und setzt dabei ebenso auf Humor wie auf große Gefühle. Das Resultat ist kurzweilig und unterhaltsam. Nicht mehr und nicht weniger.

Frankreich 2012. Regie: Marie-Castille Mention-Schaar. Mit: Catherine Frot, Mathilde Seigner, Firmine Richard

Filmhomepage "Willkommen in der Bretagne"

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