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Breitband | Beitrag vom 24.11.2018

Breitband SendungsüberblickRechtsterror in den Medien, Vergabekriterien und YouTube

Moderation: Tim Wiese und Vera Linß

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Einsatzkräfte der Bundeswehreinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) seilen sich in der Graf-Zeppelin-Kaserne im baden-württembergischen Calw bei einer Übung ab (picture alliance/ dpa/ Uli Deck)
Gibt es unter deutschen Elitesoldaten potentielle Rechtsterroristen? (picture alliance/ dpa/ Uli Deck)

Das übergreifende Thema der aktuellen Sendung ist: Unsichtbarkeit. Wie durchdringt man den YouTube-Algorithmus? Wer versteht die Vergabekriterien für den nächsten Mobilfunkstandard? Warum ist die Recherche über rechtsextreme Terrorgefahr aus der Bundeswehr so unsichtbar in den Medien?

In "Hannibals Schattenarmee" schildert die taz etwas eigentlich Unglaubliches: Überall in Deutschland arbeiten Gruppen am Aufbau eines Staates im Staate – Soldaten, Reservisten, Beamte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. Wenn das alles genauso ist, wie die taz schreibt, wäre das eine echte Gefahr für die Demokratie.

Wo bleibt der Aufschrei?

In den Zeiten von Rechtspopulismus und Terrorangst doch eigentlich ein Thema für Schlagzeilen, Titelseiten und Talkshows. Das Thema bleibt seltsam unterbelichtet. Ja, es gibt Berichte und die Recherche macht die Runde in den sozialen Netzwerken, aber von einem großen Aufschrei ist nichts zu merken.

Ist das Thema doch gar nicht so groß, redenswert und schlagzeilenträchtig? Braucht es einfach Zeit, weitere Recherchen und statt anonymer Quellen Protagonisten mit Klarnamen vor der Kamera, damit mehr darüber berichtet wird? Oder sind die großen, publikumsträchtigen Medien rechts besonders vorsichtig? Nachdem Jenny Genzmer die Situation erklärt und zusammengefasst hat, sprechen wir mit dem Journalisten und Rechtsextremismus-Experten Michael Kraske über das Verhältnis von Medien und Rechtsterror.

Schnelleres Netz für alle überall?

Deutschland soll einen neuen Mobilfunkstandard bekommen: Nach LTE kommt 5G. Doch bevor das Netz in Betrieb genommen werden kann, müssen potentielle Betreiber die Frequenzen ersteigern, über die der neue Standard laufen soll. In dieser Woche hat die Bundesnetzagentur die geplanten Rahmenbedingungen für die Frequenzversteigerungen vorgestellt.

Spannend für die Endnutzer ist vor allem, welche Bedingungen an den Erwerb einer Frequenz gekoppelt sind. Wird eine Mindestversorgungsdichte festgelegt, die geleistet werden muss? Werden die Betreiber verpflichtet, ihre Netze auch für die Konkurrenz öffnen, also nationales Roaming zu möglich machen? Und wem kommen die Einnahmen aus der Versteigerung zugute? Unser Kollege Falk Steiner aus dem Hauptstadtstudio erklärt und kommentiert die Pläne.

Was zeigt uns eigentlich YouTube?

Und Matthias Finger wird sich für uns in die undurchsichtigen Tiefen des YouTube-Empfehlungsalgorithmus begeben. Mit Hilfe einer Software von Algotransparency. Diese Software startet jeden Tag Videos von 1.000 YouTube-Kanälen, folgt den daraus angezeigten Empfehlungen und speichert die entsprechenden Videos.

Auf einer Webseite kann man sich jetzt anschauen, welche Videos von vielen Kanälen empfohlen werden. Was können wir dadurch über YouTube und vielleicht auch unsere Sehgewohnheiten lernen?

Medien & Meinungen

Netzneutralität und Roaming-Regeln: "StreamOn" der Telekom ist rechtswidrig (heise.de)

Tech-Investor Jason Calacanis startet Wettbewerb für Facebook-Ersatz-Konzepte (theguardian.com)

Frankreich beschließt Gesetz gegen "Fake News" (sueddeutsche.de)

Netzmusik

ATSEA - Be Found (CC BY-NC-SA 3.0)

Delta Will - Nothing Is Enough (CC BY-NC-ND 3.0)

Okilélé - Bébé Requin (CC BY-NC-ND 3.0)

Moth Equals - Gee Whizz (CC BY-NC 3.0)

Lake South - I Live Here Now (CC BY-NC-SA 3.0)

mathbonus - Endothermic (CC BY 3.0)

Team:

Moderation: Vera Linß und Tim Wiese
Web/Redaktion: Marcus Richter und Jana Wuttke
Medien & Meinungen: Jochen Dreier
Musik: Mike Herbstreuth

Breitband

BlockchainTechnologie zwischen Hype und Hohn
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