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Breitband | Beitrag vom 06.06.2020

Breitband SendungsüberblickPolizeigewalt und Pressefreiheit

Moderation: Katja Bigalke und Martin Böttcher

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Eine Journalistikstudentin berichtet für ihre Studentenzeitung während einer George Floyd-Protestveranstaltung vor dem Weißen Haus am Mittwoch, 3. Juni 2020 in Washington. (picture alliance/ ZUMA Press/ Sait Serkan Gurbuz)
George Floyd Proteste (picture alliance/ ZUMA Press/ Sait Serkan Gurbuz)

Die USA befinden sich in Aufruhr. Erneut wurde ein schwarzer Bürger Opfer eines tödlichen Polizeieinsatzes. Um von solchen Taten zu erfahren, ist auch die Pressefreiheit wichtig. Doch wie die Medien aktuell berichten, sorgt auch für Kritik.

Am 25. Mai wurde der schwarze Amerikaner George Floyd von einem Polizisten getötet. Seitdem nehmen die Unruhen in den USA, Polizeigewalt und Rassismus einen breiten Platz in den Medien ein. Gleichzeitig gibt es auch Kritik an der Art der Berichterstattung über den Fall. Oft wird das Video des Vorfalls gezeigt, was die Gewalt gleichsam reproduziert. Viele schwarze Menschen sind deshalb besorgt, dass solche Bilder zu einer Normalisierung des Anblicks führen.

Es könnte also sein, dass eine eigentlich gut gemeinte Solidarisierung am Ende sogar negative Auswirkungen hat. Doch wie können Medien – von Presse bis zu sozialen Netzwerken – besser mit Rassismus und Polizeigewalt umgehen und darüber berichten? Darüber sprechen wir mit Professorin Nikita Dhawan, Politikwissenschaftlerin an der Julius-Liebig-Universität Gießen.

Auch Journalisten werden angegriffen

Bei den Protesten in den USA zählen nicht nur Demonstrierende zu den Opfern von Polizeigewalt, sondern auch Journalisten, die vor Ort berichten. Ein CNN-Reporter wurde vor laufender Kamera verhaftet, ein Team der Deutschen Welle wurde attackiert und ein australischer Kameramann während einer Liveübertragung verprügelt. Und noch weitere Fälle sind bekannt geworden. Aber wie lässt sich erklären, dass im Land der Meinungsfreiheit plötzlich die freie Presse in Gefahr zu sein scheint? Thomas Reintjes hat sich in den USA umgehört.

Rezo "zerstört" die Presse

Im Journalismus läuft nicht immer alles richtig, das hat auch der Youtuber Rezo erkannt. Vor einem Jahr erzielte er mit dem Video "Die Zerstörung der CDU" sehr viel Aufmerksamkeit, jetzt hat er mit dem Video "Die Zerstörung der Presse" nachgelegt. Darin nimmt er sich die deutsche Medienlandschaft und vor allem die "BILD"-Zeitung vor. Tobi Müller analysiert, wie fair und berechtigt die Kritik von Rezo ist.

Wem gehört meine Stimme?

Dass man Bildern nicht uneingeschränkt vertrauen kann, ist spätestens seit Photoshop den meisten Menschen klar. Der nächste Schritt, vor dem sich viele fürchten, sind sogenannte "Deep-Fakes", mit denen auch Videos täuschend echt gefälscht werden können. Während die Technik dafür noch nicht ausgereift ist, ist man bei Audiomitschnitten schon weiter. Heute ist es verblüffend einfach, eine menschliche Stimme mit technischen Mitteln exakt nachzuahmen. Matthias Finger hat sich diese Fälschungsprogramme angesehen.

Das Team

Moderation: Katja Bigalke und Martin Böttcher
Redaktion: Vera Linß und Jana Wuttke
Besprechung: Thomas Reintjes
Medien und Meinungen: Tobi Müller
Netzkultur: Matthias Finger
Webredaktion: Hagen Terschüren

(hte)

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