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Breitband | Beitrag vom 08.06.2019

Breitband SendungsüberblickDie Psychologie des Digitalen

Moderation: Dennis Kogel

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Ein Mensch sitzt mit in den Händen vergrabenem Gesicht vor einem Bildschirm, auf der Facebook angezeigt wird. (picture alliance / dpa/ Oliver Berg)
Vorwarnung im Internet: Sprache in Facebook-Posts können Psychologen auf eine Depression hinweisen. (picture alliance / dpa/ Oliver Berg)

Die Kommunikation in digitalen Räumen verändert viel - unter anderem das Verhältnis zwischen Opfern und Tätern. Doch auch andere Probleme rücken in den Blick. So hat die WHO nun Spielesucht offiziell als Krankheit definiert.

Was bedeutet es eigentlich, sich als Opfer im digitalen Raum zu repräsentieren? Für manche scheint es die Suche nach Aufmerksamkeit zu sein, wie jüngst im Fall einer Bloggerin, die sich einen jüdischen Familienhintergrund inklusive Holocaust-Geschichte erfand. Für andere – wie bei #metoo oder #notjustsad – ist die eine Möglichkeit sich überhaupt Gehör zu verschaffen, Öffentlichkeit zu erzeugen und sowohl Gleichgesinnte als auch Unterstützung zu finden. Und dann gibt es noch die, die sich als Opfer inszenieren, obwohl es keinen Anlass gibt – etwa wenn sich Rechtspopulisten öffentlich über Zensur beklagen.

Ändert die Kommunikation in digitalen Räumen und sozialen Netzwerken etwas an der Kommunikation zwischen Opfern, Gesellschaft und Tätern? Welche Kommunikationstrukturen und Machtgefüge können daraus entstehen und verändert werden? Der Psychiater und Psychotherapeuten Jan Kalbitzer weiß darüber zu berichten. Er schreibt und arbeitet zu den Auswirkungen digitaler Kommunikation auf den menschlichen Geist.

Gaming Disorder: Krankheit oder Symptom?

Jetzt ist es amtlich: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Spielesucht unter dem Namen "Gaming Disorder" offiziell in den ICD-Katalog aufgenommen, damit ist das Phänomen als Krankheit definiert. Kritiker befürchten, dass damit Spiele allgemein gebrandmarkt werden und mögliche Ursachen für auffälliges Spieleverhalten keine Beachtung mehr finden. Befürworter sehen Vorteile darin, dass es jetzt eine offizielle Definition gibt, mit der auch im klinischen Alltag gearbeitet werden kann.

Der Psychiater Jakob Florack arbeitet mit spielesüchtigen Jugendlichen am Vivantes-Klinikum in Berlin und forscht zum Thema wissenschaftlich forscht. Er erklärt, was die praktischen Auswirkungen der Klassifikation sind und wie die Diskussion darum zu bewerten ist.

Schlager und Aktuelles

Seit Helene Fischers "Atemlos durch die Nacht" scheint Schlager wieder in. Das spornt auch Schlagerlegenden wie Ireen Sheer an. Die Sängerin ist in diesem Jahr 70 geworden, aber das hält sie nicht davon ab, noch einmal einen Hit laden zu wollen. Bei diesem Versuch wird sie von Regisseur Benjamin Teske begleitet, der daraus für rbb kultur den Podcast "Nochmal Nr. 1" gemacht hat. Carina Fron hat ihn sich angehört.

Außerdem präsentiert Marcus Richter die aktuellen Medien und Meinungen, in denen es um Social-Bots, Überwachung im Smart Home und Videos von Horst Seehofer und Julia Klöckner geht.

Netzmusik-Playlist

Gizpel – Loner Train (CC BY-NC-SA 3.0)
Table People – Enemy Lines (CC BY-NC 3.0)
Swaine Delgado – Fading (CC BY-NC-ND 3.0)
IAMDDB – Moonlight (CC BY-ND 3.0)
Kodacrome – Baskets (CC BY-NC-ND 3.0)
Zplit – Westside (CC BY-ND 3.0)

Das Team

Moderation: Dennis Kogel
Redaktion und Web: Marcus Richter und Jana Wuttke
Netzmusik: Mike Herbstreuth

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