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Breitband | Beitrag vom 16.05.2020

Breitband SendungsüberblickAus Pegida nichts gelernt?

Moderation: Katja Bigalke und Martin Böttcher

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"Stop Bill Gates" mit einem roten Hakenkreuz steht auf einem Plakat an einer Bushaltestelle in Berlin, 3. Mai 2020. (Getty/Adam Berry)
Aus Pegida nichts gelernt? (Getty/Adam Berry)

Sie marschieren vor dem Bundestag, Twitternutzer zitieren ihre Telegram-Gruppen, und auch in den Medien bekommen sie viel Aufmerksamkeit: Verschwörungstheoretiker. Muss das sein? Außerdem: Frankreichs Regierungsjournalismus & ein neuer Podcast-Kanal.

"Hygienedemos": Hinter diesem eigentlich harmlos klingenden Wort befindet sich eine Reihe von Protesten, die von bekannten Verschwörungstheoretikern gestartet wurden – mit großem medialen Interesse. Nicht nur sind viele Journalistinen und Journalisten vor Ort, die Berichte darüber sind auch prominent in Funk und Fernsehen vertreten. Ist das angemessen? Oder wird durch diese Aufmerksamkeit etwas groß gemacht, das es sonst nicht in diesem Maße geworden wäre, wie es viele Kritiker über die Berichterstattung der Pegida-Domonstrationen sagen.

Darüber sprechen wir mit Simone Rafael, Chefredakteurin von "Belltower News", dem "Netz für digitale Zivilgesellschaft" der Amadeu-Antonio-Stiftung. In einem Kommentar beschreibt sie den Umgang mit diesen "Hygienedemos" als Mischung aus Berichterstattung über "Underdogs" und einem "teils arroganten Unterhaltungsfaktor".

Frankreich: Der Staat als Faktenchecker

Fake News und Corona gehören inzwischen zusammen wie Fake News und Wahlen. Unwahres verbreitet sich in den Sozialen Medien und bringt Journalisten und Regierungen in die Bredouille: Wie kann man dafür sorgen, dass die Bevölkerung die Wahrheit über Virus, Ansteckung und Symptome erfährt? Und vor allem: Wie weit darf ein Staat dabei ins journalistische Handwerk eingreifen? Genau das hat nämlich die Regierung in Frankreich versucht – und ist damit auf die Nase gefallen. Philip Artelt hat sich das einmal genauer angesehen.

Medien und Meinungen

Neue Studie zu Diversity in deutschen Medienhäusern
Einstellung des Funk-Formats Karakaya Talk
"Männerwelten" von Joko und Klaas

FYEO – ProsiebenSat1 steigt in den Podcastmarkt ein

Den deutschen Podcast-Markt umkrempeln – das haben sich jetzt schon mehrere Plattformen vorgenommen. Vor etwas über einem Jahr war es RTL Radio Deutschland mit der App "Audio Now", dann kam der deutsche Ableger der dänischen Plattform "Podimo". Umgekrempelt ist der deutsche Podcast-Markt allerdings noch lange nicht. Und jetzt möchte es der nächste große Anbieter versuchen. "For Your Ears Only", kurz FYEO, heißt die neue Podcast-Plattform, gestartet vom Medienkonzern ProsiebenSat.1 Media. Wie erfolgversprechend dieses Podcast-Projekt ist, weiß Carina Fron.

Netzmusik

Mild Wild – Say Goodnight (CC BY)
Endrey – Lose My Way (CC BY-SA)
Joseph Hewer – 11.30, School Night (feat. Sophie Dickson) (CC BY-SA)
Amani O+ – entitled (CC BY)
Dreamhour – Internot (CC BY-NC-SA)
Accou – Catch the fly (CC BY-SA)

Das Team

Moderation: Katja Bigalke und Martin Böttcher
Redaktion: Marcus Richter
Medien und Meinungen: Jochen Dreier
Netzmusik: Roland Graffé Netzkultur: Carina Fron
Webredaktion: Hagen Terschüren

(hte)

Breitband

Corona-Warn-AppMehr als nur ein “Nice-to-have”
Das Corona-Warn-App Ikon auf einem Smartphone Display (Symbolbild). (picture alliance / NurPhoto / Jakub Porzycki)

Einen "zahnlosen Tiger" nannte Markus Söder die Corona-Warn-App: Seit ihrer Einführung wird die App immer wieder kritisiert. Doch trotz ihrer Schwächen könnte sie noch sehr wichtig werden, sagt Christina Berndt von der Süddeutschen Zeitung.Mehr

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