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Kulturnachrichten

Montag, 24. Februar 2014

Brain Drain: Wissenschaftler verlassen Deutschland

"Deutschland verliert viele der besten Wissenschaftler durch Abwanderung."

Das steht in einem bisher unveröffentlichten Gutachten, aus dem der "Spiegel" zitiert. Darin heißt es nach Angaben des Magazins weiter, es gebe zwar Forscher, die nach einem Auslandsaufenthalt nach Deutschland zurückkehrten - das seien aber nicht die besten Wissenschaftler. Für die sei das aktuelle deutsche Forschungssystem offenbar nicht attraktiv genug. Anders läuft es in Ländern wie der Schweiz, Österreich, Schweden und Belgien: Sie schaffen es dem Gutachten zufolge, den "Wissenspool konsequent durch einen Neuzufluss" aufzuwerten und die Besten zurückzugewinnen.

Den "Spiegel"-Bericht lesen Sie hier.

Schauspieler und Regisseur Harold Ramis gestorben

Der Schauspieler und Regisseur Harold Ramis ist tot.

Nach Angaben der "Chicago Tribune" starb Ramis im Alter von 69 Jahren. Ramis wurde bekannt durch Filme wie "Ghostbusters" sowie "Und täglich grüßt das Murmeltier".

Vatikan: Neue Finanzbehörde soll Geldwäsche und Steuerflucht verhindern

Die Skandale um die Vatikanbank sollen sich nicht wiederholen.

Laut einer Mitteilung des Vatikans hat Papst Franziskus eine neue Aufsichtsbehörde gegründet, die die Finanzen des Kirchen-Staates künftig kontrollieren soll. Die Behörde werde ein australischer Chef leiten. Experten hatten dem Vatikan vorgeworfen, sich mit ihrer Bank an Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Steuerflucht zu beteiligen.

Wegen verdächtiger Millionen-Transfers musste der frühere Vatikanbank-Chef letztes Jahr zurücktreten. Zwischenzeitlich waren auch Vatikan-Konten in Italien gesperrt worden, wegen des Verdachts auf Geldwäsche.

UNO warnt vor "Generation ohne Bildung" in Syrien

In Syrien wachse eine verlorene Generation ohne Bildung und ohne berufliche Perspektiven heran.

Das kritisierten das UNO-Kinderhilfswerk Unicef, das Flüchtlingshilfswerk UNHCR sowie die Organisation Mercy Corps. Gleichzeitig forderten sie ein Ende der Gewalt in dem Bürgerkriegsland. In einem öffentlichen Appell schreiben sie, rund 5,5 Millionen Mädchen und Jungen seien Opfer von Hass und Hunger geworden. Die Organisationen riefen die Politiker und die Verantwortlichen dazu auf, das Leid der Kinder zu stoppen. Sie forderten außerdem mehr Geld für Bildung und psychologische Betreuung der Kinder.

Die UNO-Organisationen wollen bis zum 15. März mindestens eine Million Unterschriften zur Unterstützung ihres Aufrufs sammeln. Die Unterschriftenaktion ist hier zu finden: http://bit.ly/nolostgeneration

Homosexualität Lebenslange Haft für Schwule und Lesben in Uganda - Präsident hat Gesetz unterschrieben

Schwule und Lesben in Uganda können ab sofort zu lebenslanger Haft verurteilt werden.

Präsident Yoweri Museveni hat ein entsprechendes Gesetz gegen Homosexualität unterschrieben. Darüber hinaus würden auch Menschen bestraft, die Homosexuelle nicht umgehend anzeigten. Ursprünglich sollten Schwule und Lesben auch die Todesstrafe bekommen können - der Passus wurde auf internationalen Druck allerdings gestrichen. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Strässer, hat das Homo-Gesetz scharf kritisiert. Er forderte die Regierung in Uganda auf, grundlegende Menschenrechte zu respektieren.

Uruguayischer Künstler Vilaró gestorben

Der uruguayische Maler, Bildhauer und Baumeister Carlos Páez Vilaró ist tot.

Er starb im Alter von 90 Jahren in der Nähe von Montevideo an Herzversagen. Wie die Zeitung "El País" in ihrer Online-Ausgabe berichtet, hatte Vilaró noch vor wenigen Tagen an Karnevalsfeiern teilgenommen. Der Karneval hatte sein Werk über Jahre geprägt. Der Künstler arbeitete lange Zeit in einem von ihm erbauten Häuserkomplex mit dem Namen Casapueblo, wo er auch ein Museum errichtet hatte.

Einer seiner Söhne gehört zu den Überlebenden des als "Wunder der Anden" bekannten Flugzeugabsturzes von 1972.

Förderwerk vergibt Stipendien für begabte Muslime

Wenn Katholiken, Protestanten oder Juden besonders begabt sind, können sie sich bei mehreren Instituten auf ein Stipendium an der Universität bewerben.

Ab diesem Jahr will das Avicenna-Studienwerk nun auch besonders begabte und sozial engagierte Muslime fördern. Avicenna-Geschäftsführer Hakan Tosuner sagte dem Evangelischen Pressedienst, das Studienwerk werde dafür vom Bundesministerium für Forschung und Bildung mit rund zehn Millionen Euro unterstützt. Damit könnten bis 2017 pro Jahr 50 Stipendien vergeben werden.

Das Studienwerk mit Sitz in Osnabrück bezieht sich auf den muslimischen Universalgelehrten Ibn Sina, dessen latinisierter Name Avicenna ist.

Moskauer Gericht verurteilt Oppositionelle zu Lagerhaft

Sie wurden gerade aus der Haft entlassen.

Jetzt sind sie schon wieder festgenommen worden. Die beiden Musikerinnen der russischen Band Pussy Riot, Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Alechina, hatten vergangene Woche bei einer großen Kundgebung vor einem Gericht in Moskau protestiert. Dort wurden sieben Oppositionelle zu mehreren Jahren Lagerhaft verurteilt. Wie die Behörden mitteilte, ist gegen eine weitere Angeklagte eine Bewährungsstrafe verhängt worden. Die Angeklagten wurden für schuldig befunden, im Jahr 2012 an einer großen Kundgebung gegen Präsident Putin teilgenommen zu haben. Sie sollen auch Polizisten geschlagen haben. Nach Polizeiangaben wurden bei den Protesten vor dem Moskauer Gericht mehr als 200 Demonstranten festgenommen.

Kölner Stadtarchiv: Einsturz-Ursache immer noch unklar

Fünf Jahre nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist immer noch nicht geklärt, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Stadtdirektor Guido Kahlen sagte, am wahrscheinlichsten sei ein "Ausführungsfehler" der Firmen, die am Bau der Kölner U-Bahn beteiligt gewesen seien. Der letzte Beweis stehe allerdings noch aus. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile mehr als 100 Beschuldigte benannt. Bei dem Einsturz vor fünf Jahren kamen zwei Menschen ums Leben. Es entstand ein Schaden von schätzungsweise einer Milliarde Euro.

Das Kölner Stadtarchiv war nach Angaben der Stadt das größte und vollständigste kommunale Archiv nördlich der Alpen. Es beherbergte Originaldokumente aus mehr als 1.000 Jahren Kölner und rheinischer Geschichte.

Erster offen schwuler US-Baskettballer beim NBA-Match im Einsatz

Der US-Basketballer Jason Collins hatte sich am Ende der letzten Saison als homosexuell geoutet.

Am Wochenende stand der Profi-Spieler erstmals wieder auf dem Spielfeld. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, ist er damit der erste bekennende Schwule, der ein NBA-Spiel absolvierte. Collins ist bei den Brooklyn Nets unter Vertrag. Zu seiner Pionier-Rolle als erster offen schwuler NBA-Spieler wollte er sich allerdings nicht äußern. Er konzentriere sich im Moment vor allem darauf, neue Spielzüge zu lernen.

Vornamen für Kinder aussuchen: Der Klang ist entscheidend

Wenn Eltern nach einem Vornamen für ihr Kind suchen, dann entscheidet häufig der Klang.

Wie die Gesellschaft für Deutsche Sprache in Wiesbaden mitteilte, trifft das zumindest auf drei von vier Elternpaaren zu. Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels sagte, Vornamen müssten sich in erster Linie schön anhören. Bei Mädchen sei der Wohlklang noch wichtiger als bei Jungen. Auf der Suche nach einem Vornamen holen sich werdende Mütter und Väter meist von Verwandten und Freunden Anregungen, selten dagegen in der Literatur oder im Film.

Die Befragung führte das Institut Allensbach im Auftrag der Gesellschaft für Deutsche Sprache unter 1.000 Eltern durch.

"Tim und Struppi"-Kritik von dänischen Forschern relativiert

Rassistisch und voller Vorurteile gegen andere Erdteile - so urteilten in der Vergangenheit vieler Kritiker über die Comic-Reihe "Tim und Struppi".

Nun wirft eine fachübergreifende Studie der Universität Kopenhagen ein anderes Licht auf die beliebten Bände des belgischen Zeichners Hergé. Für die Studie haben Forscher aus Fächern wie Arabistik, Sinologie, Slawistik, Ägyptologie und Religionsgeschichte das Weltbild der Reihe untersucht. Und sie kommen zum Ergebnis, dass Hergé auch Verständnis für andere Kulturen weckt. Die Historikerin Ditte Maria Søgaard sagte der Zeitung "Politiken", die Abenteuer von "Tim und Struppi" durchliefen einen Entwicklungsprozess und spiegelten nicht nur Comic-, sondern auch Weltgeschichte wider. Zum Beispiel wandele sich die arabische Welt in der Reihe kontinuierlich und zeige die Entwicklung von Beduinenzelten bis zur beginnenden Selbstständigkeit.

Thilo Sarrazin: Tugendterror in Deutschland

Deutschland leidet unter Tugendterror und eingeschränkter Meinungsfreiheit.

Das findet jedenfalls der umstrittene Autor und frühere Politiker Thilo Sarrazin. Er sagte im Deutschlandfunk, hierzulande gelte zwar formal das Grundgesetz und jeder dürfe seine Meinung in Wort und Schrift frei äußern. Aber tatsächlich gebe es Grenzen dafür, was sag- oder denkbar sei. Als Kriterium gelte, was die Medien als zulässige oder unzulässige Meinung darstellten. Zum Beispiel werde die - Zitat - "relative Rückständigkeit der meisten afrikanischen Länder" auf die Kolonialzeit zurückgeführt. Dabei hänge das nur mit schlechter Regierungsführung zusammen. Auch im Deutschlandradio Kultur erläuterte Thilo Sarrazin einige seiner Thesen. 2010 hatte er das höchst umstrittene Buch "Deutschland schafft sich ab" veröffentlicht. Kritiker werfen ihm Rassismus vor.

Das Interview mit Thilo Sarrazin zu den Thesen seines neues Buches "Der neue Tugendterror: Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland" können Sie hier nachlesen und nachhören. Das Interview von Deutschlandradio Kultur finden Sie hier.

Bremer Innenstaatsrat kritisiert "Tatort": falsche Botschaft

Dagegen hatte Wagner keine Chance.

Der Bremer "Tatort" mit dem Titel "Brüder" hat gestern die Fernsehkonkurrenz mit einem Marktanteil von 27,4 Prozent geschlagen. In dem Krimi ging es um eine kriminelle Großfamilie, die aus dem Ausland in die Hansestadt gekommen ist und dort Angst verbreitet. Mehr als zehn Millionen Zuschauer wollten das lieber sehen als die historische ZDF-Verfilmung "Der Wagner-Clan - Eine Familiengeschichte". Allerdings gibt es auch Kritik an dem "Tatort"-Fall: Der Bremer Innenstaatsrat Holger Münch sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Folge könne zur Stigmatisierung von Menschen mit Migrationshintergrund beitragen. Positive Vorbilder sollten gestärkt werden; die Gleichsetzung eines Familienclans mit herausragenden kriminellen Köpfen sei ein großes Problem.

Historiker fordert deutliche Worte der Bundesregierung zur Palästinenser-Frage

Die Bundesregierung muss viel nachdrücklicher als bisher von Israel eine Lösung der Palästinenser-Frage fordern.

Das meint der Direktors des Instituts für deutsche Geschichte an der Universität Jerusalem, Moshe Zimmermann. Der Historiker sagte im Deutschlandradio Kultur, die Regierung müsse Mut haben, mehr Druck ausüben und mehr von Israel verlangen - auch wenn Deutschland "die Last der Vergangenheit" trage. Deutliche Worte könne man nicht den USA überlassen. Die Zeit sei reif für ein Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern sowie für die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung, betonte der israelische Historiker. Auch müsse der Siedlungsbau gestoppt werden. Deutschland spreche für Europa, betonte Zimmermann, und wenn es das deutlich tue, würden die israelischen Politiker verstehen, worum es gehe.

Heute Abend wird Bundeskanzlerin Angela Merkel zu deutsch-israelischen Regierungskonsultationen in Jerusalem erwartet. - Das Interview mit Moshe Zimmermann können Sie hier nachhören und nachlesen.

Lenin-Statuen in der Ukraine gestürzt

"Good bye Lenin!" - dieses Motto scheint derzeit in der Ukraine zu gelten.

Dort haben Oppositions-Anhänger nach Medienangaben zahlreiche Denkmäler des kommunistischen Revolutionsführers gestürzt. Lenin gilt vielen Menschen als Symbol der Sowjetunion und des alten Regimes von Ex-Präsident Wiktor Janukowitsch. Seit Beginn der Proteste im November sind laut Berichten rund 40 der Lenin-Statuen umgeworfen worden. - Das Parlament in Kiew hatte Wiktor Janukowitsch am Samstag entmachtet.

Thilo Sarrazin: Medien schüren Gleichheitswahn

In Deutschland herrscht ein falsch verstandener Gleichheitswahn, der von den Medien geschürt wird.

Diese These stellt der umstrittene Autor und frühere Politiker Thilo Sarrazin auf. Sarrazin sagte Deutschlandradio Kultur, in seinem neuen Buch werde deutlich, dass bestimmte Begriffe, die nicht mehr in den Medien und im allgemeinen Sprachgebrauch benutzt würden, durchaus eine Berechtigung hätten. Beispiele seien die Worte "Hilfsschule" oder "Förderschule". Damit könne gezeigt werden, dass Kinder mit unterschiedlichen Begabungen jeweils - Zitat - "artentsprechend" gefördert werden sollten. Thilo Sarrazin hatte 2010 das höchst umstrittene Buch "Deutschland schafft sich ab" veröffentlicht. Kritiker warfen ihm Rassismus vor. - Das Interview mit Thilo Sarrazin hören Sie nach 9 Uhr hier bei uns in der Sendung "Radiofeuilleton".

Und hier lesen Sie ein Sarrazin-Interview vom Deutschlandfunk.

Kent Nagano empfindlich bei künstlicher Musik

Musik in Restaurant ist "manchmal furchtbar, ohne jedes Gefühl, ohne jeden Sinn".

Darüber kann sich der US-Dirigent Kent Nagano aufregen. Der 62-Jährige sagte der Deutschen Presse-Agentur, wenn die Klänge von einem Menschen gemacht würden, respektiere er das immer als Ausdruck der Gefühle, selbst wenn er die Musik nicht möge. Aber wenn sie nur künstlich elektronisch erzeugt sei und aus einer Maschine komme, sei er oft drauf und dran darum zu bitten, das doch abzustellen. - Kent Nagano geht im März mit dem Orchestre symphonique de Montréal auf Europatournee.

Telefonzellen-Fan will "gemütliche" Häuschen bewahren

Rettet die Telefonzelle!

Dafür setzt sich ein Augsburger Schüler ein. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hat der 17-Jährige Stefan Zaum die "Arbeitsgemeinschaft zum Erhalt der deutschen Telefonzelle" gegründet. Ihn reize vor allem das Gemütliche, das die klassischen gelben Häuschen ausstrahlten. Sie seien "ein Fluchtpunkt mitten auf der Straße, ein kleines Wohnzimmer", meint Zaum. Fast täglich gehe er nach dem Unterricht zu einem der wenigen noch stehenden Exemplare. Der Schüler erklärt, es gebe eine richtige Szene von Telefonzellen-Anhängern. Sie tauschten sich über Facebook aus. Ziel sei eine Sammlung oder ein Museum für die gelben Häuschen.

Hier geht es zu Stefan Zaums eigener Telefonzellen-Seite und hier zur Facebook-Seite der Arbeitsgemeinschaft zum Erhalt der deutschen Telefonzelle.

Großbritannien: erste offizielle Scientology-Trauung in London vollzogen

Was bei uns noch nicht möglich ist, fand nun in Großbritannien erstmals statt.

In London hat ein Paar in einer Kapelle von Scientology geheiratet, und ihre Ehe wird erstmals vom Staat anerkannt, wie die BBC berichtet. Vorausgegangen war ein fünf Jahre dauernder Rechtsstreit. Britische Behörden ließen lange nicht gelten, dass eine Kapelle von Scientology anderen religiösen Stätten gleichzustellen sei. Im Dezember machte dann das Oberste Gericht in London den Weg frei für die legale Trauung. - In Deutschland wird Scientology seit Langem vom Verfassungsschutz beobachtet. Dagegen ist die Organisation in den USA als Religionsgemeinschaft anerkannt.

"Dallas-Werbung" mit Billig-Tankstelle

Billiges Benzin statt Öl - damit soll die Neuauflage der Serie "Dallas" weiterfinanziert werden.

Der US-Fernsehsender TNT will heute im Namen des fiktiven Öl-Magnaten J.R. Ewing eine eigene Tankstelle eröffnen lassen. Dazu hieß es in einer ganzseitigen Anzeige in der "New York Times": "In echtem Ewing-Stil werden wir unsere unwürdigen Wettbewerber vernichten, indem wir den Benzinpreis drastisch senken." Die Tankstelle der Serien-Firma Ewing Energies soll im New Yorker Stadtteil Manhattan aufmachen. Heute startet beim Sender TNT auch die dritte "Dallas"-Staffel.

Kairos-Preis für bosnische Filmemacherin Zbanic

Sie kämpft in ihrer Heimat gegen das Vergessen des Balkankrieges und wirbt zugleich mit ihren Filmen um Versöhnung.

Mit dieser Begründung hat die bosnische Regisseurin Jasmila Zbanic den Kairos-Preis der Alfred Toepfer Stiftung erhalten. Die 2007 ins Leben gerufene Auszeichnung zählt mit 75.000 Euro Preisgeld zu den höchstdotierten Kulturpreisen Europas. Die bosnische Filmemacherin nahm den Kairos-Preis im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg entgegen. Für ihr Werk "Esmas Geheimnis" hatte sie auf der Berlinale 2006 den Goldenen Bären für den Besten Film gewonnen. Der Film hatte eine Debatte über die Rechte von im Krieg vergewaltigten Bosnierinnen ausgelöst.

Hier geht es zur Seite der Alfred Toepfer Stiftung über Jasmila Zbanic.

Älteste Holocaust-Überlebende im Alter von 110 Jahren gestorben

Ihre Geschichte war Grundlage für einen oscarnominierten Film.

Nun ist die älteste bekannte Holocaust-Überlebende Alice Herz-Sommer im Alter von 110 Jahren in London gestorben. Ihr Leben war Grundlage für den dokumentarischen Kurzfilm "The Lady in Number 6: Music Saved My Life", der in diesem Jahr für den Oscar nominiert ist. Darin wird erzählt, wie Herz-Sommer im Konzentrationslager Theresienstadt für deutsche Offiziere Konzerte geben musste. Die Tochter einer deutschsprachigen Fabrikantenfamilie in Prag hatte früh Klavierspielen gelernt und war im Alter von 16 Jahren jüngstes Mitglied der Deutschen Musikakademie der Stadt geworden. - Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte Herz-Sommer nach Israel.

Erfurt: Platz auf jüdischem Friedhof wird knapp

Auf dem jüdischen Friedhof in Erfurt kann bald niemand mehr beerdigt werden.

Momentan sei nur noch Platz für etwa zehn Gräber, sagte der Vorsitzende der jüdischen Landesgemeinde, Reinhard Schramm, der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb müsse der Friedhof noch in diesem Jahr erweitert werden. Allerdings könne die Gemeinde die anfallenden Kosten von 100.000 Euro nicht allein tragen. Deshalb sei sie in Gesprächen mit der Stadt Erfurt und mit Ministerien. Nach der Erweiterung soll der Friedhof zusätzlichen Platz für 400 Gräber bieten.

Karneval in Venedig begonnen

Der traditionelle "Engelsflug" hat den Karneval in Venedig eingeläutet.

Nach zwölf Glockenschlägen glitt gestern eine Frau an einem Stahlseil auf den Markusplatz herab - und zwar vom 97 Meter hohen Campanile des Markusdoms. Mehrere zehntausend Einheimische und Touristen beobachteten das Spektakel. Der Karneval in Venedig ist wegen seiner prächtigen Kostüme und Masken der bekannteste in Italien und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt.

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