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Mittwoch, 16.06.2021
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 18. November 2020

BR feiert 30 Jahre Münchner "Tatort"

Der Bayerische Rundfunk feiert das 30-jährige "Dienstjubiläum" seiner Münchner "Tatort"-Ermittler Ivo Batic und Franz Leitmayr. Mehr als 80 Fälle hätten die beiden gelöst und machten seit 30 Jahren den Münchner "Tatort" unverwechselbar, teilte der BR am Mittwoch mit. Ihnen werde daher ein Abend mit zwei Filmen und einer neuen Dokumentation gewidmet.

Krupp-Foto-Stipendium für zwei Fotografinnen

Die Fotografinnen Talisa Lallai und Kristina Jurotschkin erhalten ein mit jeweils 10.000 Euro dotiertes Stipendium der Krupp-Stiftung für zeitgenössische deutsche Fotografie 2020. In Zusammenarbeit mit der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang vergebe die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die Stipendien zur Umsetzung fotografischer Projekte, teilte das Museum am Mittwoch mit. Das seit 1982 existierende Stipendium gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen für zeitgenössische Fotografie in Deutschland.

Bühnenvorhang von Chagall in New York versteigert

Ein 20 Meter hoher Bühnenvorhang, den der Künstler Marc Chagall einst für eine Inszenierung der "Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart an der Metropolitan Oper schuf, ist in New York versteigert worden. Das 1967 entstandene Stück habe rund 835.000 Euro eingebracht und damit etwa doppelt so viel wie im Vorfeld erwartet, teilte das Auktionshaus Bonhams am Mittwoch mit. Wer das rote Stück mit bunten Figuren darauf, das zuletzt 2007 als Teil der "Zauberflöten"-Inszenierung an der Metropolitan Oper in Manhattan gezeigt worden war, ersteigerte, teilte das Auktionshaus zunächst nicht mit.

Bauarbeiten für Berliner Museum der Moderne beginnen

Nach Jahren der Auseinandersetzung über den Nutzen und die enormen Kosten beginnen die Bauarbeiten für das Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts in Berlin. Derzeit wird die Straßenführung am Berliner Kulturforum entsprechend vorbereitet. "Sobald das Areal präpariert ist und die Baucontainer aufgestellt sind, wird mit dem Ausheben der Baugrube begonnen", teile die Stiftung Preußischer Kulturbesitz am Mittwoch mit. Der 450 Millionen Euro teure Bau soll 2026 fertig sein. Er geht auf einen Entwurf der Schweizer Stararchitekten Herzog & de Meuron zurück. Sie waren zuvor auch für die Elbphilharmonie in Hamburg verantwortlich. Die Nationalgalerie Berlin steht damit vor einer Neuordnung, die Zahl der Standorte wächst auf sieben.

Deutsche Musiker spielen für Konzert-Crews

Joy Denalane, Peter Maffay und viele andere bekannte deutsche Musiker spielen ein digitales Benefiz-Festival für Menschen, die hinter den Kulissen in der Konzertbranche arbeiten. "Ziel der Veranstaltung ist es, sich für die Helfer einzusetzen, die Konzerte erst möglich machen und von der Krise getroffen sind", teilte der Veranstalter Live Nation am Mittwoch mit. Unter anderem sind auch Die Fantastischen Vier, Milky Chance, Fritz Kalkbrenner, Adel Tawil und Rea Garvey beim Charity-Festival "#lauterwerden" dabei. Die Konzerte sollen am 12. und 13. Dezember im kostenlosen Livestream zu sehen sein. Alle Künstler treten demnach ohne Gage auf, Musikfans können spenden. Die Erlöse gehen an den neu gegründeten Verein Crew Nation, der Solo-Selbstständige der Branche unterstützen will.

Hessischer Kulturpreis geht an Caricatura

Der mit 45.000 Euro dotierte Hessische Kulturpreis 2020 geht an das "Caricatura Museum. Museum für Komische Kunst" in Frankfurt am Main und die "Caricatura Galerie für Komische Kunst" in Kassel. Mit dem Preis werde das Engagement der beiden Institutionen rund um das Genre der Karikatur gewürdigt, teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden mit. Ihr Wirken habe "eine Strahlkraft, die weit über die hessischen Landesgrenzen hinausgeht". Ein Termin für die Preisverleihung steht noch nicht fest.

Karlsruher Generalintendant Spuhler soll gehen

Der umstrittene Generalintendant des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe, Peter Spuhler, soll zum Ende der laufenden Spielzeit gehen. Nach Vorwürfen unter anderem wegen seines Führungsstils soll nach dem Willen des Wissenschaftsministeriums sein Vertrag für eine dritte Intendanz aufgelöst werden. Damit würde Spuhler im Sommer kommenden Jahres und nicht erst 2026 das Haus verlassen, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Der Theater-Chef steht seit Monaten wegen seines angeblich autoritären Verhaltens in der Kritik. Endgültig entscheiden muss der Verwaltungsrat des Badischen Staatstheaters, dessen Vorsitzende Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) ist. Sie sowie der Vize-Vorsitzende, Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD), wollten die Auflösung des Vertrags auf der Sitzung des Gremiums am 30. November empfehlen, wie es weiter hieß. Spuhler habe bereits sein grundsätzliches Einverständnis erklärt.

Neuer Literaturpreis in "jüdischer Tradition"

Thomas und Catharina Berman, ein Unternehmerpaar aus Stockholm, haben einen neuen internationalen Literaturpreis ausgelobt. Ausgezeichnet werden soll "ein Werk in einer 'jüdischen Tradition', die sich als das immer wieder erneuerte Überliefern, Übersetzen und Deuten eines ebenso zentralen wie prekären Wissenbestands versteht", berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Dotiert ist der Preis mit umgerechnet rund 75.000 Euro. Im Frühjahr 2021 werde er erstmals und danach jährlich vergeben, zunächst für die kommenden zehn Jahre. Die Stifter verwiesen zur Begründung der Auszeichnung "auf einen auch in Europa wiederkehrenden Antisemitismus".

Roman "Berlin Alexanderplatz" erstmals als Oper

Alfred Döblins Roman "Berlin Alexanderplatz" wird vom Theater Bielefeld erstmals musikalisch umgesetzt. In der Spielzeit 2021/2022 soll die Geschichte um Franz Biberkopf im Berlin der 1920er-Jahre als Oper aufgeführt werden, wie das Theater am Mittwoch mitteilte. Stephan Döblin, Sohn des Autors, habe dem Plan für eine Oper zugestimmt. Die Autorin Christiane Neudecker und die Komponisten Vivan und Ketan Bhatti sind an dem Projekt beteiligt. "Berlin Alexanderplatz" wurde mehrfach als Schauspiel auf verschiedenen Bühnen gezeigt. Im Mittelpunkt steht der Mörder Biberkopf, der nach seiner Haft versucht, Anschluss an die Gesellschaft zu finden. Zuletzt wurde der Stoff 2020 verfilmt und dabei in die Berliner Gegenwart verlegt.

Toningenieur und Grammy-Gewinner Swedien ist tot

Der Toningenieur Bruce Swedien ist tot, wie seine Tochter mitteilte. Er starb im Alter von 86 Jahren. Swedien arbeitete unter anderem mit Rock- und Popstars wie Michael Jackson, Mick Jagger oder Paul McCartney zusammen. Seine Arbeit an Michael Jacksons "Thriller", "Bad" und "Dangerous" machte ihn weltweit berühmt. Auch für Jazz-Größen wie Duke Ellington oder Herbie Hancock mischte er die Musik ab. 13-mal wurde Swedien für den Grammy nominiert und fünfmal mit einem Grammy Award geehrt. Im Jahr 2001 erhielt er zudem den Ehrendoktortitel in Philosophie von der Technischen Universität Luleå in Schweden.

Angestrahlte Denkmäler erinnern an Christenverfolgung

Um auf das Schicksal von Millionen verfolgter und bedrohter Christen aufmerksam zu machen, erstrahlen weltweit Baudenkmäler am sogenannten "Red Wednesday" in Blutrot. Die Aktion an diesem Mittwoch wird von der internationalen Hilfsorganisation "Kirche in Not" organisiert. Demnach beteiligen sich Tausende Kirchen und öffentliche Gebäude etwa in Österreich, Brasilien oder Australien. In Österreich wird neben dem Parlament in der Wiener Hofburg auch das Stift Admont in der Steiermark teilnehmen, hieß es. Der Hilfsorganisation zufolge sind rund 260 Millionen Christen weltweit aktuell von Verfolgung, Diskriminierung und Gewalt aufgrund ihres Glaubens betroffen. In 60 Staaten würden Menschen in ihrer Religionsausübung behindert und in 14 davon komme es zu schweren Verletzungen der Religionsfreiheit.

Weihnachtspostfilialen warten auf Wunschzettel

Wer seine Weihnachtswünsche direkt an höchster Stelle abgeben möchte, kann einen Brief an eines der sieben Weihnachtspostämter in Deutschland richten. Auch wenn ein persönlicher Besuch vielerorts wegen der Corona-Pandemie nicht möglich ist, nehmen Christkind, Weihnachtsmann und Nikolaus die Zuschriften von Kindern aus aller Welt entgegen. Jeder Brief erhält eine Antwort. Bereits seit dem 12. November antwortet zum Beispiel der Weihnachtsmann im brandenburgischen Himmelpfort. Hier trafen nach Angaben der Deutsche Post allein im vergangenen Jahr 294.000 Briefe ein, 14.000 davon aus dem Ausland. Kinder aus 65 Ländern teilten dem Weihnachtsmann ihre Wünsche mit. Er antwortet ihnen neben Deutsch auch in Englisch, Französisch, Spanisch und in Blindenschrift.

Prominente beim digitalen Vorlesetag

Prominente wie die Schauspielerinnen Jella Haase und Annette Frier oder die Schriftstellerin Cornelia Funke tragen beim Vorlesetag am Freitag Geschichten vor - diesmal im Internet. Normalerweise gehen Vorleser und Vorleserinnen für diese Aktion in Schulen oder andere Einrichtungen, um Kinder und Jugendliche für Bücher zu begeistern. Diesjähriges Motto ist "Europa und die Welt", wie die Stiftung Lesen am Mittwoch mitteilte.

Deutscher Kleinkunstpreis für Florian Schroeder

Der Kabarettist Florian Schroeder wird mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2021 geehrt - unter anderem für seinen Auftritt bei einer "Querdenken"-Demo. "Ob als tagesaktueller Kabarettist oder als schlagfertiger Gastgeber seiner Sendungen, Florian Schroeder steht immer mit brennender Leidenschaft auf der Bühne", hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Begründung der Jury. Besonders bei einer "Querdenker"-Demo habe er "inmitten von Verschwörungstheoretikern gezeigt, dass Kabarett für die Gesellschaft unverzichtbar und systemrelevant" sei. Schroeder hatte auf einer Kundgebung gegen die Corona-Politik in Stuttgart für Aufmerksamkeit gesorgt, weil er sich auf der Bühne mit seinen Argumenten gegen die Teilnehmer gestellt hatte. Der Preis soll im Februar 2021 verliehen werden. Er ist in Kategorien aufgeteilt und insgesamt mit 25 000 Euro dotiert. Damit gilt er als die höchstdotierte Auszeichnung ihrer Art in Deutschland.

Kunstfahnder hält Dresdner Juwelen für verloren

Trotz der drei Festnahmen im Berliner Clanmilieu glaubt der Kunstfahnder Willi Korte nicht, dass die Kunstobjekte aus dem Grünen Gewölbe in Dresden je wieder auftauchen werden. Dass nach dem Juwelen-Diebstahl im November 2019 eine Belohnung in Höhe von 500.000 Euro ausgesetzt worden sei, sei "lächerlich", sagte Korte im Deutschlandfunk Kultur - denn die entwendeten Objekte seien mehrere hundert Millionen wert. Stattdessen hätten fünf oder zehn Millionen Euro Belohnung ausgelobt werden müssen, um den Dieben zumindest die Gelegenheit zu geben, über eine Rückgabe nachzudenken.

In den Niederlanden geht der Kulturbetrieb wieder los

Die Niederlande lockern die Corona-Maßnahmen im Kulturbereich. Ab Donnerstag dürfen Theater, Museen, Kinos und Bibliotheken wieder öffnen. Das teilte Ministerpräsident Rutte in Den Haag mit. Kneipen, Cafés und Restaurants bleiben jedoch geschlossen. Künftig darf man in dem 17-Millionen-Einwohner-Land auch wieder drei Gäste zu Hause empfangen - bisher waren es zwei. Die Niederlande hatten Mitte Oktober einen Teil-Lockdown verhängt. Die Regeln wurden dann vor zwei Wochen verschärft. Trotz der aktuellen Erleichterungen geht die Regierung davon aus, dass der Teil-Lockdown erst in der zweiten Januar-Hälfte aufgehoben werden kann. Bis dahin wird auch von Auslandsreisen dringend abgeraten.

Schauspieler Jordan ist "Sexiest Man Alive"

Das US-Magazin "People" hat den Schauspieler Michael B. Jordan zum "Sexiest Man Alive" gewählt. Jordan ist bekannt für seine Darstellung in den Filmen "Fruitvale Station", "Creed" und "Black Panther". Die Ehrung sei ein "cooles Gefühl", sagte der 33-jährige dem Magazin. Vorherige Gewinner der Auszeichnung waren die Sänger John Legend und Adam Levine, die Schauspieler Dwayne Johnson, Chris Hemsworth, Idris Elba, Channing Tatum und der Fußballstar David Beckham.

Bach-Medaille für Pianistin Hewitt

Die kanadische Pianistin Angela Hewitt hat die Bach-Medaille der Stadt Leipzig erhalten. Sie ist die erste Frau, die mit der renommierten Auszeichnung geehrt wird, wie das Bach-Archiv Leipzig am Dienstag mitteilte. Die Verleihung erfolgte im Anschluss an ein gestreamtes Festkonzert des Bach-Festes Leipzig mit Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen in der Thomaskirche. In nahezu allen großen Konzertsälen der Welt habe Hewitt mit zyklischen Aufführungen von Werken Johann Sebastian Bachs maßgeblich dazu beigetragen, die Tastenmusik des Leipziger Thomaskantors weiterhin im Kernrepertoire von Pianisten zu verankern, hieß es in der Begründung der Jury. Auf ihrem Konzertflügel habe sie Maßstäbe in der Bach-Interpretation gesetzt. Die Medaille wird seit 2003 jährlich von der Stadt Leipzig in Anerkennung besonderer Verdienste um das Werk Johann Sebastian Bachs verliehen.

Grütters: Museen bei Sicherheit vor Herausforderungen

Nach den Verhaftungen im Zusammenhang mit dem Einbruch im Dresdner Grünen Gewölbe sieht Kulturstaatsministerin Monika Grütters Museen weiterhin erheblichen Gefahren ausgesetzt. "Die brachiale Gewalt und das hochprofessionelle Vorgehen der Täter haben uns schmerzlich vor Augen geführt, vor welch großen Herausforderungen unsere Museen beim Thema Sicherheit stehen", sagte die CDU-Politikerin. Grütters gratulierte den Ermittlungsbehörden zu dem "ermutigenden Fahndungserfolg" bei einem "nicht eben risikoarmen Einsatz". Nach dem spektakulären Kunstdiebstahl vor knapp einem Jahr waren am Dienstag während einer Razzia in Berlin drei Tatverdächtige festgenommen worden. Nach zwei weiteren Verdächtigen wird noch mit Haftbefehl gefahndet.

Thomas-Mann-Preis für Nora Bossong

Die Bremer Schriftstellerin Nora Bossong ist mit dem diesjährigen Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet worden. Die für den 12. November geplante Preisverleihung im Theater Lübeck sei wegen der Corona-Pandemie ausgefallen, teilten die Lübecker Museen mit. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro sei der Autorin überwiesen worden. Der Festakt soll aber im nächsten Jahr nachgeholt werden. Die Auszeichnung der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen.

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