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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 21. September 2021

Boygroup BTS in der UN-Vollversammlung

Mit einem Auftritt in der UN-Vollversammlung in New York hat die südkoreanische Boygroup BTS die Bedeutung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen unterstrichen. Die sieben Mitglieder der weltweit berühmten Band zeigten sich gemeinsam mit UN-Generalsekretär António Guterres und dem südkoreanischen Regierungschef Moon Jae In im Parlament der Vereinten Nationen und präsentierten dort ein Video ihres Songs "Permission to Dance", das sie vorab im leeren Sitzungssaal aufgenommen hatten. Guterres sprach von einem "fantastischen Beitrag". Zuvor waren die BTS-Mitglieder von Moon zu "Sondergesandten des Präsidenten für zukünftige Generationen und Kultur" ernannt worden. Am Dienstag beginnt die diesjährige Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

Umstrittene Auktion von Kunst in München

Trotz Beschwerden aus Lateinamerika hat in München eine Auktion präkolumbischer Kunstgegenstände stattgefunden. Das teilte eine Mitarbeiterin des Auktionshauses Gerhard Hirsch Nachfolger auf Anfrage mit. Mexikos Regierung hatte gut eine Woche zuvor die Absage der Auktion gefordert. 74 der insgesamt 324 Artefakte - etwa Figuren, Masken und Gefäße - seien Eigentum der mexikanischen Nation, ihr Verkauf eine Straftat nach mexikanischem Recht. Vom Auktionshaus hieß es: "Alle von uns angebotenen Objekte verfügen über Provenienznachweise, die belegen, dass die Objekte sich legal in Deutschland befinden." Am Dienstag sprachen sich die Botschafter elf lateinamerikanischer Länder in einer gemeinsamen Pressekonferenz in der mexikanischen Botschaft in Berlin gegen die Auktion aus. Dabei waren Vertreter von Regierungen mit verschiedener politischer Ausrichtung - etwa Venezuela, Kuba, Chile und Kolumbien. Zur Auktion gehörten auch Gegenstände aus Peru, Bolivien, Costa Rica, Panama, Guatemala, Kolumbien und Ecuador. Manche von ihnen waren mehr als 2.500 Jahre alt. Im Katalog waren Preise von bis zu 100.000 Euro angegeben.

Der Industrial-Musiker Richard H. Kirk ist tot

Richard H. Kirk, Gründungsmitglied der Band Cabaret Voltaire, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Das gab das Label Mute Records bekannt. Eine Todesursache wurde nicht genannt. „Richard war ein großes kreatives Genie, das sein vollständiges Leben und seine musikalische Karriere über einen einzigartigen und zielstrebigen Weg gegangen ist“, heißt es in dem Statement. „Wir werden ihn so sehr vermissen.“ Kirk hatte Cabaret Voltaire im Jahr 1973 gemeinsam mit Stephen Mallinder und Chris Watson gegründet. Der Band gelang es mit einer Mischung aus Punk-Rock, Industrial und Ansätzen von Techno/House einen ganz eigenen Sound zu finden, der später für Bands wie Depeche Mode zur Vorlage wurde. 1994 lösten sich Cabaret Voltaire auf, später machte Richard H. Kirk alleine weiter. Eine Reunion wollte er nicht mehr und veröffentlichte zuletzt im vergangenen Jahr unter dem Bandnamen das Album „Shadow Of Fear“.

Jan Fabre muss vor Gericht

Der belgische Künstler, Regisseur und Choreograph Jan Fabre muss wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung vor Gericht. Mehrere Mitglieder seiner Tanzkompanie werfen ihm sexuelle Belästigung vor. Dem 62-Jährigen drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis. Im September 2018 hatten sich rund 20 frühere Mitglieder von Fabres Tanzkompanie in einem offenen Brief über jahrelange Erniedrigungen und sexuelle Belästigung beschwert. Fabre hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen. Die Verhandlung soll am 25. März und am 1. April stattfinden, kündigte ein Gericht in Antwerpen an.

Biermann gibt Ovid-Preis an Kolesnikowa

Der Liedermacher Wolf Biermann will den Ovid-Preis des deutschen Exil-PEN der belarussischen Oppositionellen Maria Kolesnikowa zukommen lassen. Er werde die Auszeichnung für sein Lebenswerk am 5. Oktober in Frankfurt entgegennehmen, um sie "im Handumdrehen" weiterzugeben, teilte der Künstler mit. Kolesnikowa sei eine Ikone des zivilen und friedlichen Widerstands. Sie war Anfang September in Minsk zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil erging fast ein Jahr nach ihrer Festnahme im Zuge der Proteste gegen Machthaber Lukaschenko und lautete auf angebliche versuchte illegale Machtergreifung.

US-Sängerin Sarah Dash ist gestorben

Die US-Sängerin Sarah Dash ist gestorben. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Dashs Kollegin Patti LaBelle. Zusammen mit ihr gründete Dash die Band "Labelle", die in den 1960er und 70er Jahren große Erfolge feierte - der größte war "Lady Marmelade" aus dem Jahr 1975. Ab dem Ende der 70er Jahre war Dash unter anderem für die Rolling Stones als Backgroundsängerin tätig. Sie wurde 76 Jahre alt.

Helmut-Kohl-Stiftung nimmt Arbeit auf

In Berlin hat die Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung ihre Arbeit aufgenommen. Ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender ist der ehemalige Leiter des Kabinetts- und Parlamentsreferates im Bundeskanzleramt, Günter Winands. Die Stiftung bekommt pro Jahr drei Millionen Euro aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin. Die Stiftung soll laut Grütters das Vermächtnis des Ehrenbürgers Europas umfassend zugänglich machen. "Neben der Wahrung des Andenkens an den Kanzler der deutschen Einheit wird sie insbesondere auch den europäischen Integrationsprozess im Sinne Helmut Kohls fördern", so die Kulturstaatsministerin.

Köln feiert überwiegend 3G-Karneval

Der Kölner Karneval wird in diesem Jahr größtenteils unter 3G-Bedingungen gefeiert. Wie die Stadt mitteilte, sollen am Karnevalsauftakt am 11.11. Teile der Altstadt und Gebiete rund um die Zülpicher Straße zu einer 3G-Zone gemacht werden. Zutritt hat dann jeder, der geimpft, genesen oder getestet ist. Bisher soll nur auf dem Heumarkt die 2G-Regel gelten: Dort darf nur rein, wer geimpft oder genesen ist.

Universal Music feiert Börsen-Hit

Der Börsengang des Plattenlabels Universal Music ist bisher der größte in Europa in diesem Jahr. Zum Handelsstart in Amsterdam stiegen die Aktien um 37 Prozent. Das Unternehmen bringt es auf einen Börsenwert von 46 Milliarden Euro. Universal Music ist ein Tochterunternehmen des französischen Medienkonzerns Vivendi und veröffentlicht unter anderen Billie Eilish, Taylor Swift, Lady Gaga und The Weeknd.

Shortlist für den Deutschen Buchpreis

Drei Männer und drei Frauen stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2021. In die Endauswahl gekommen sind Norbert Gstrein und sein Buch "Der zweite Jakob", Monika Helfer für ihr Werk "Vati", Christian Kracht mit "Eurotrash", Thomas Kunst mit "Zandschower Klinken", Mithu Sanyal für "Identitti" und Antje Rávik Strubel mit "Blaue Frau". Jurysprecher Knut Cordsen sagte, die sechs Finalisten zeigten "den stilistischen, formalen und thematischen Reichtum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur". Der Gewinner oder die Gewinnerin steht am 18. Oktober fest. Dann wird der Deutsche Buchpreis am Vorabend der Frankfurter Buchmesse überreicht. Er ist mit 25 000 Euro dotiert und wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben.

Aachener Friedenspreis für Antirassismus-Initiativen

Der Aachener Friedenspreis geht in diesem Jahr an die Initiative 19. Februar Hanau und die Bildungsinitiative Ferhat Unvar. Die Organsiationen wurden von Angehörigen der rassistischen Morde Anfang 2020 in Hanau gegründet. Wie der Verein des Friedenspreises in Aachen mitteilte, setzten sich die Initiativen trotz eigener Betroffenheit und Traumata für Frieden, Sensibilisierung und Aufklärung ein. Auch die interreligiöse Frauenorganisation "Women's Interfaith Council" aus Kaduna in Nigeria wird für ihren Einsatz für ein friedliches Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen in ihrem Land geehrt. Die Preisverleihung findet am 13. November in Aachen statt.

Radikale Wende bei katholischen Bischöfen

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bätzing, hat die katholischen Bischöfe zu einer radikalen Wende in ihrem Wirken und ihrem Amtsverständnis aufgerufen. Für die jetzt anstehenden, strittigen Reformdebatten brauche es den Geist und den Mut der Umkehr, sagte er in einem Gottesdienst zum Auftakt der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz in Fulda. Die Bischöfe selbst hätten erheblich dazu beigetragen, dass die von ihnen verkündete Botschaft des Evangeliums nicht mehr verstanden werde. Für Menschen in einer freiheitlichen Gesellschaft sei das bisherige Auftreten der Bischöfe ein Anlass, das Erlösungsangebot der Kirche als anmaßend und übergriffig und angesichts des Missbrauchsskandals als obsolet zurückzuweisen, so Bätzing.

Sachsen-Anhalt rettet Patientenaktensammlung

In Sachsen-Anhalt werden wertvolle Archivsammlungen durch ein Entsäuerungsverfahren gerettet. Das ist notwendig, weil das ab 1850 hergestellte holz- und säurehaltige Papier zerfällt. Der Bestand von rund 232 laufenden Meter Akten der Psychiatrie der Uniklinik Halle habe überregionale Bedeutung, weil er wahrscheinlich im deutschsprachigen Raum die einzige komplette psychiatrische Patientenaktensammlung ist. Das sagte der Leiter des Universitätsarchivs, Dirk Schaal. Ebenso werden die Bestände der Volkspolizei-Bezirksbehörde Magdeburg aus den Jahren 1975 bis 1990 gesichert.

"Hotel Ruanda"-Held wegen Terrorvorwürfen verurteilt

Der durch den Hollywood-Film "Hotel Ruanda" bekannt gewordene Regierungskritiker Paul Rusesabagina ist zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Nach dem Schuldspruch gab das Gericht in der Hauptstadt Kigali auch das Strafmaß gegen den 67-Jährigen bekannt. Rusesabagina war des Terrorismus für schuldig befunden worden. Laut Gericht soll er bewaffnete Aufständische finanziert, Kämpfer rekrutiert und zum Sturz der Regierung aufgerufen haben. Der Prozess gegen Rusesabagina wurde unter anderem von Menschenrechts-Organisationen als politisch motiviert eingeschätzt. Rusesabagina, ein Hutu, erlangte weltweite Bekanntheit, weil er während des Völkermords 1994 Hunderten Tutsi in seinem Hotel Unterschlupf gewährte. Die Geschehnisse dienten im Jahr 2004 als Vorlage für den Hollywood-Film „Hotel Ruanda“.

Lea Rosh mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Die Berliner Publizistin Lea Rosh ist für ihr langjähriges Engagement gegen Antisemitismus und für die Errichtung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Was Rosh in ihrem jahrzehntelangen gesellschaftlichen und politischen Engagement für ihre Heimatstadt Berlin und weit über Berlin hinaus geleistet hat, habe jeden Respekt und jede Wertschätzung verdient, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei einem Festakt im Roten Rathaus. Im Namen aller Berlinerinnen und Berliner bedanke er sich bei der 84-Jährigen für ihr Wirken, sagte Müller. Rosh habe mit unermüdlichem Einsatz viel dazu beigetragen, dass Berlin und ganz Deutschland zu einer neuen, angemessenen Kultur des Erinnerns gefunden hätten. Seit 1995 ist Lea Rosh Vorsitzende des "Förderkreises zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas". Sie bezeichnete das 2005 in Berlin eröffnete Denkmal als ihr Lebenswerk.

Museum erhält acht bisher unbekannte Picasso-Werke

Das Pariser Picasso-Museum erhält die bedeutendste Schenkung seit Jahrzehnten: Acht der Öffentlichkeit bislang nicht bekannte Werke habe Picassos Tochter Maya dem Museum vermacht, teilten deren Kinder in Paris mit. Die Werke erlaubten "einen neuen Blick auf die Arbeitsweise Picassos", sagte die französische Kulturministerin Roselyne Bachelot. Zu den Werken gehören "Kind mit einem Lutscher, das unter einem Stuhl sitzt" von 1938, das vermutlich Maya als Kind zeigt, ein Porträt von Picassos Vater von 1895 und "Kopf eines Mannes" aus dem kubistischen Spätwerk von 1971. Zudem erhielt das Museum noch ein Skizzenheft mit Studien zum "Frühstück im Grünen", inspiriert von einem Gemälde von Edouard Manet, sowie eine Skulptur, die "Venus von Gaz" von 1945. Mit der Schenkung der Werke begleicht Maya Ruiz-Picasso ihre Erbschaftssteuer. Die neu erhaltenen Werke sollen im kommenden April ausgestellt werden.

Fünf Nominierte für Kinderbuch-Grafikpreis "Serafina"

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur hat die fünf Nominierten für den Serafina-Nachwuchspreis für deutschsprachige Illustratoren bekanntgegeben. Chancen auf die renommierte, mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung haben in diesem Jahr unter anderen die Schweizerin Laura D'Arcangelo ("Herr Bert und Alonso jagen einen Dieb") und die rumänische Künstlerin Arinda Craciun ("Hunde im Futter - Eine Grammatik in Bildern"), wie die Akademie Volkach mitteilte. Ebenfalls nominiert wurden die in Frankfurt geborene Künstlerin Carla Haslbauer ("Die Tode meiner Mutter"), die Mainzerin Ceylan Maurer ("Das große Büchergilde Gedichtbuch") sowie die Schweizerin Sabine Rufener ("Der Wal im Garten"). Verliehen werden soll der Preis am 20. Oktober auf der Buchmesse. Die Auszeichnung wird von der Akademie, dem Börsenblatt des Deutschen Buchhandels und der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Solidaritätsbekundungen für Nemi El-Hassan

In einem offenen Brief an den Westdeutschen Rundfunk (WDR) haben zahlreiche Prominente gefordert, der Sender solle die Zusammenarbeit mit Nemi El-Hassan wieder aufnehmen. Die Medizinerin und Journalistin hätte ab November das Wissenschaftsmagazin "Quarks" moderieren sollen. Nachdem ihre Teilnahme an einer israelfeindlichen Demonstration und weiteren Anschuldigungen letzte Woche bekannt geworden war, setzte der WDR die Zusammenarbeit vorerst aus. In dem offenen Brief heißt es, El-Hassan habe sich deutlich von den Fehlern ihrer Vergangenheit distanziert, um Entschuldigung gebeten und glaubhaft ihren Wandel dargelegt. Die Diskussion sei "diffamierend und denunziatorisch" gewesen. Unterzeichnet haben vor allem Journalisten, Kulturschaffende, Wissenschaftler und Mitglieder von Organisationen, die sich mit Islam oder Rassismus beschäftigen, darunter der Pianist Igor Levit, die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, Carolin Emcke, und der Publizist Jakob Augstein.

Wallonischer Sänger Julos Beaucarne gestorben

Der Dichter und Sänger Julos Beaucarne ist am Samstagabend im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Liedermacher galt seit über 50 Jahren als Botschafter der wallonischen Kultur. Beaucarne lebe seit vielen Jahren in der Provinz Wallonisch-Brabant. In seinen Liedern besang er die Schönheit seiner Heimat auf Französisch und in der wallonischen Regionalsprache. In den Sozialen Netzwerken ist die Anteilnahme am Tod von Beaucarne groß. Der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo twitterte, Julos Beaucarne sei unbestreitbar der inspirierendste wallonische Sänger gewesen.

#EmmysSoWhite: Kritik an der Preisvergabe

Im Internet wird Kritik an der Vergabe der Emmys in Los Angeles laut. Unter dem Hashtag #EmmysSoWhite wird bemängelt, dass die Jury einmal mehr People of Color die künstlerische Anerkennung verweigert habe, die sie verdient hätten. Nominiert waren zwar 49 Kreative aus unterschiedlichen kulturellen Gruppen wie nie zuvor, die meisten gingen aber leer aus. Mit Ru Paul (ausgezeichnet für seine Sendung "Drag Race") und Michaela Coel (Drehbuch "I May Destroy You") betraten nur zwei schwarze Gewinner die Bühne. Die siebenfach nominierte Rassismus Studie "The Underground Railroad" konnte keine Trophäe erringen. Dr große Abräumer des Abends war die Netflix-Serie "The Crown" über Queen Elizabeth II.. Sie gewann in der Königsdisziplin als beste Dramaserie, außerdem wurden die Crown-Darsteller Olivia Coleman und Josh O'Connor mit Schauspielpreisen geehrt.

Umstrittene Museen im Humboldt Forum öffnen

Mit einem weiteren Öffnungsschritt im Berliner Humboldt Forum sind von diesem Donnerstag an erstmals auch wegen kolonialer Hintergründe umstrittene Objekte der beteiligten Museen zu sehen. Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst öffnen in der zweiten und dritten Etage des Westflügels ihre ersten Räume.
Aus Sicht von Hartmut Dorgerloh, Intendant des Zentrums für Kunst, Kultur und Wissenschaft, sind die Museen von "entscheidender Bedeutung für das Gelingen des Gesamtprojekts". Mit ihren Objekten seien sie zentrale Ausgangs- und Bezugspunkte. Die Ausstellung ermögliche "die erforderlichen Debatten über Kolonialismus und über Rassismus, über Diskriminierung und Machtverhältnisse". Von den etwa 500 000 Objekten der zuvor im Stadtteil Dahlem präsenten Museen sollen rund 20 000 im Humboldt Forum gezeigt werden. Dazu gehören auch die als koloniales Raubgut geltenden Benin-Bronzen, die mit dem letzten Öffnungsschritt vermutlich von Mitte 2022 an zu sehen sein sollen.

Albert-Mangelsdorff-Preis für Aki Takase

Die Berliner Pianistin Aki Takase wird mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis 2021 für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste für den Jazz in Deutschland ausgezeichnet. Zur Begründung nennt die Jury Takases kraftvolle und expressive Spielweise, die einzigartig und klar erkennbar sei – meist schon beim ersten Ton. Aki Takase wurde 1948 in Osaka in Japan geboren, studierte Musik in Tokio und ist seit den 80er-Jahren in der Berliner Szene verwurzelt. Der Albert-Mangelsdorff-Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Mit ihm würdigt die Deutschen Jazzunion eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Jazzszene. Die Verlehung findet am 5. November im Rahmen des Jazzfest Berlin statt.

Die Ärzte sagen Tour wegen Corona-Wirrwarr ab

Die Berliner Punkrock-Band Die Ärzte hat die noch in diesem Jahr geplanten Konzerte der "In The Ä Tonight Tour" komplett abgesagt. Seit Monaten habe der Tourveranstalter erfolgslos versucht, einheitliche Regelungen für die Konzerte zu verhandeln, schreiben Die Ärzte auf ihrer Homepage. Je nach Bundesland seien Konzerte ohne Abstand unterschiedlich geregelt. Eine so große Tour sei mit "derart viel Unsicherheit der Genehmigungslage" nicht möglich, heißt es weiter. Bei der Konzertreise durch 15 Städte waren 26 Auftritte in Deutschland, der Schweiz und Österreich geplant. Für 2022 ist noch eine Open-Air-Tour geplant.

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